5. April 2016, 18:40 | Autor: Niklas Krütten

Der junge Nachwuchsfahrer Niklas Krütten überzeugte zuletzt in der noch jungen Kartsaison mit tollen Ergebnissen auf internationaler Ebene. Auch am vergangenen Wochenende stellte er seine aufstrebende Leistung beim WSK Super Masters auf dem International Circuit in La Conca (Italien) wieder eindrucksvoll unter Beweis. Ein unverschuldeter Unfall im Finale zwang ihn zwar zur Aufgabe. Niklas sammelte aber weiter wertvolle Meisterschaftspunkte, beeindruckte kontinuierlich mit starken Rundenzeiten und war erneut bester Starter aus Deutschland in einem internationalen Spitzenfeld.

Insgesamt 194 Teilnehmer aus 33 Nationen nahmen an dem Top-Event in Italien teil. Die Klasse OK Junior, in der Niklas Krütten in diesem Jahr startet, war mit 56 Startern wieder einmal mit am stärksten besetzt. Auf der anspruchsvollen Strecke fand Niklas bereits in den freien Trainings einen guten Rhythmus und konnte die Rundenzeiten der Spitzenfahrer mitgehen. Im Zeittraining erlebte der junge Trierer allerdings einen Rückschlag. Ständige Positionswechsel im Feld verhinderten eine freie Runde mit dem notwendigen Windschatten und er erzielte am Ende nur Gesamtrang 48.

In den ersten beiden Vorläufen am Freitag und Samstag machte Niklas, jeweils von Platz 19 startend, als 9ter und 8ter bereits nachhaltig und beeindruckend  Boden gut. Die beiden letzten Vorläufe verliefen mit den Plätzen 17 und 19 weniger positiv. Bei sommerlichen Temperaturen baute die Strecke in Süditalien massiv Grip auf und Niklas hatte zunächst Schwierigkeiten, seinen Fahrstil an die für ihn ungewohnten Bedingungen anzupassen. In der Gesamtwertung konnte sich der junge Trierer über die Vorläufe dennoch auf Gesamtrang 34 vorarbeiten – eine tolle Aufholjagd nach dem verkorksten Zeittraining.

Am Sonntagmorgen hatte sich Niklas auf die neuen Bedingungen eingestellt und blies mit der siebtbesten Rundenzeit auf alten Reifen im Warm-up zum Angriff. Im Pre-Finale kämpfte er sich von Position 17 auf einen tollen sechsten Platz nach vorne. Damit war er mit Startplatz 12 im Finale der besten 34 wieder in Schlagdistanz zu einem Top-Ergebnis. Doch leider blieb ihm der Lohn der harten Aufholarbeit vergönnt. Nach Start auf der schwierigeren Außenlinie, krachte ihm ein Mitstreiter bereits in Runde drei von hinten in das Kart und katapultierte ihn in die Luft. Niklas blieb unverletzt, war aber gezwungen das Rennen mit defekten Chassis aufzugeben. Am Ende wurde er noch als 29ter gewertet und konnte aus dem Vorläufen und dem Pre-Finale doch noch wertvolle Meisterschaftspunkte mitnehmen.

„Unfälle und Rempeleien in der Hitze des Gefechts gehören zu diesem Sport einfach dazu. Aber das hier war eine so grundlose Aktion, bei der ich mich frage, was bzw. ob überhaupt irgendetwas in den Köpfen mancher Fahrer vor sich geht“, sagt Niklas. „Ich bin natürlich frustriert. Denn wir kämpften uns nach meinem verpatzten Zeittraining zurück und ein Top-10 Ergebnis wäre mehr als realistisch gewesen. Aber, es ist schön, wieder Meisterschaftspunkte mit nach Hause zu nehmen und zum dritten Mal in Folge bester Starter aus Deutschland zu sein.“

Weitere große Rennevents werfen für Niklas ihre Schatten voraus. Nach einigen Tests geht es für den jungen Trierer am Pfingstwochenende zum ersten Lauf der CIK-FIA Europameisterschaft auf dem Circuito Internacionale de Zuera (Spanien).