16. Mai 2016, 20:20 | Autor: Niklas Krütten

Niklas Krütten beeindruckt mit starkem EM-Debüt

Niklas Krütten blickt auf sein bisher erfolgreichstes Rennwochenende seiner noch jungen Motorsportkarriere zurück. Beim Saisonauftakt der CIK-FIA Europameisterschaft auf dem Circuito Internacional im spanischen Zuera gelang dem Trierer der Einzug ins Finale, in dem er sich den 13 Gesamtplatz unter 76 Spitzenfahrern aus weltweit 26 Nationen sichern konnte.

Bei strahlendem Sonnenschein aber starkem Wind wurde es am Samstag für die knapp 80, aus aller Welt angereisten Starter in der Kategorie OK Junior ernst. Niklas konnte prompt seinen konkurrenzfähigen Speed aus den freien Trainings an den Vortagen mit Gesamtplatz 14 im Zeittraining bestätigen. Von Startplatz sechs ging es anschließend aus aussichtsreicher Position in vier Vorläufe. Trotz Start von der schwierigeren Aussenlinie glänzte er in drei der vier „Heats“ weiter mit starken Rundenzeiten und viel Kampfgeist und beendete diese Vorläufe auf den Positionen drei, vier und sechs. Lediglich ein Ausfall im dritten „Heat“ trübte die beindruckende Vorstellung des jungen Trierers und warf ihn auf Gesamtplatz 20 nach den Vorläufen zurück.

„Der Ausfall im dritten Vorlauf war das Ergebnis einer Hakelei mit zwei Mitstreitern, die keiner wirklich verschuldet hat, aber im Kartsport nun einmal vorkommt. Das ist natürlich schade, denn ohne den Zwischenfall hätte ich die Vorläufe locker in den Top-10 beenden können“, so Niklas am Samstagabend. „Heute war aber trotzdem guter Tag. Es ist super, sich gegen diese hochkarätige internationale Konkurrenz behaupten und durchsetzen zu können.“

Von Startplatz zehn ging es somit für den Youngster am Sonntag in einen von zwei “Pre-Finals”. Wieder auf der schlechteren Außenlinie startend, verlor Niklas in seinem Pre-Finale zunächst einige Positionen. Runde um Runde konnte er sich aber bis zum Fallen der Zielflagge auf Platz zehn zurückkämpfen und damit zum ersten Mal in ein Finale einer Europameisterschaft einziehen. In letzterem stellte er am Sonntagnachmittag seine beeindruckende Performance abermals unter Beweis. Von Platz 20  startete er im hinteren Mittelfeld und kämpfte sich im Rennverlauf mit starken Manövern und Rundenzeiten in den Top-5 durch das hartumkämpfte, internationale Spitzenfeld bis auf Platz 13 vor. Damit sammelte er wichtige Meisterschaftspunkte und war am Ende wieder einmal bester deutscher Starter.

„Trotz des Zwischenfalls am Samstag, ohne den am Ende ein Top-5 Ergebnis drin gewesen wäre, war das ein super Wochenende“, sagte Niklas nach Rennende. „Wir waren zuversichtlich, dass wir hier konkurrenzfähig sein würden, aber an so einem Wochenende gibt es immer viele Unwägbarkeiten. Am Ende unter den Top-15 der weltweit stärksten Fahrer zu stehen, ist ein fantastisches Gefühl! Ein ganz großes Dankeschön an mein Team Ricky Flynn Motorsports, One Engines und meine Fitnesspartner ProPerformance und Sascha Baschin.”

Der junge Nachwuchsfahrer hat keine Gelegenheit, sich auf seinem Erfolg auszuruhen, denn bereits am Donnerstag geht es weiter auf dem Adria International Raceway in Italien, wo er am Finale der WSK Super Master Series teilnimmt.