Luca Lippkau etabliert sich in europäischer Kart-Elite

Erste Europameisterschaftspunkte in Spanien

17. Mai 2016, 12:21 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann
Luca Lippkau etabliert sich in europäischer Kart-Elite

Am vergangenen Wochenende reiste der gebürtige Recklinghäuser Luca Lippkau zum ersten Rennen der Kart Europameisterschaft. Im spanischen Zuera kämpften 35 Fahrerinnen und Fahrer aus 18 Nationen um die ersten Meisterschaftspunkte. Der deutsche Nachwuchsfahrer lieferte eine starke Vorstellung ab und gehörte zu den Besten.

Zwei Wochen nach einem holprigen Start in der Deutschen Kart Meisterschaft, wartete auf Luca Lippkau sein Debüt in der Kart Europameisterschaft. Im spanischen Zuera traten die besten Kartfahrer Europas gegeneinander an. Die Strecke 300 Kilometer westlichen von Barcelona gelegen ist mit 1.700 Meter die Schnellste im Rennkalender. „Ich bin zum ersten Mal hier und wirklich beeindruckt“, sagte Luca nach seiner Ankunft. „Die Start-Ziel-Gerade ist unglaublich lang, da wird es zu einigen Windschattenduellen kommen“, ergänzte der 16-jährige wenig später.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag hatte der junge Westfale die Chance sich auf die Bedingungen einzustellen und zeigte sich vor dem Qualifying zuversichtlich: „Bis jetzt läuft es ganz gut, ich bin einer der wenigen Fahrer die hier zum ersten Mal starten. Dafür fahren wir wirklich gute Zeiten.“ Am Ende holte Luca den 18. Platz und hatte damit eine gute Ausgangsposition für die beiden Vorläufe.

Bei bestem Wetter lieferte der Fahrer aus dem KSM Schumacher Racing Team, um den ehemaligen Formel 1- und DTM-Piloten Ralf Schumacher, zwei starke Rennen ab. Luca kämpfte sich jeweils nach vorne und sah als Elfter und 14. die Zielflagge, damit verbesserte er sich am Samstagabend auf Rang elf im Gesamtklassement und hatte die Top-Ten in Blickweite. „Heute war ein erfolgreicher Tag, ich fahre gegen die besten Fahrer der Welt und kann mich auf den Top-Rängen etablieren, damit habe ich nicht gerechnet“, fasste der Förderpilot des ADAC Westfalen e.V. zusammen.

Am Sonntag warteten dann die großen Finalrennen auf ihn. Im Pre-Finale hing der Rekener etwas im Mittelfeld fest, sammelte als 17. aber seine ersten Europameisterschaftspunkte. Ein krimireifes Finale erlebte der Rookie dann am Nachmittag. Im Rennen über 18 Runden zeigte Luca sein ganzes Können. Mit einem perfekten Start kämpfte er sich nach vorne und bewies dabei einen kühlen Kopf: „Bei solch einer langen Renndistanz ist die körperliche Fitness besonders wichtig“, unterstrich der Schüler. Bis kurz vor Rennende lag Luca auf einem beeindruckenden neunten Rang und war in Schlagdistanz zur Spitze. Doch dann folgte das plötzliche Aus – Luca rollte kurz vor dem Ziel mit einem Motorschaden aus. „Wie hart kann Motorsport sein?“, fragte er sich im Ziel und fuhr fort, „alles lief perfekt, wir hatten den nötigen Speed und waren auf einem wirklich guten Weg. Hätte mir einer vor diesem Wochenende gesagt, dass ich auf Rang neun liege, hätte ich ihm das nicht geglaubt. Mein gesamtes Team, mein Mechaniker Stefan und alle Personen im Hintergrund haben mich super unterstützt. Leider sollte es am Ende nicht sein.“

Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, blickt Luca nun dem nächsten Rennen der Kart Europameisterschaft entgegen. Dieses findet Anfang Juni (2.-5.6.) auf dem Adria Raceway in Italien statt. Die Strecke kennt Luca schon von zwei Testrennen und ist entsprechend optimistisch: „Nach diesem Wochenende und dem unglücklichen Ausfall bin ich hochmotiviert und werde beim nächsten Lauf wieder voll attackieren.“

In Deutschland ist der sympathische Nachwuchspilot dann eine Woche (10.-12.6.) später zu sehen. Im Bayerischen Ampfing geht die Deutsche Kart Meisterschaft in die zweite Runde.

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