17. Juni 2014, 15:36 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Mit der dritten Veranstaltung der CIK-FIA KF Europameisterschaft wartete ein Heimspiel auf Martijn van Leeuwen. Im belgischen Genk hoffte der Niederländer auf eine Trendwende. Auch wenn nicht alles nach Plan verlief, fuhr der Fahrer aus dem Keijzer Racing Team sein bisher bestes Saisonergebnis ein.

Nach den Auftaktrennen in Italien und Spanien, reiste der EM-Tross nach Belgien weiter. Die 1.360 Meter lange Strecke in Genk bot ein perfektes Umfeld für das dritte Rennen der Kart Europameisterschaft. Das Teilnehmerfeld war mit 62 Fahrerinnen und Fahrern aus 20 Nationen erneut stark besetzt. Martijn van Leeuwen startete vor heimischem Publikum hochmotiviert: „Die Strecke kenne ich sehr gut. Im vergangenen Jahr haben wir hier die Deutsche Meisterschaft gewonnen, das sollte ein gutes Omen für dieses Wochenende sein.“

Wirklich perfekt war der Start in das Renngeschehen für den Zanardi-Piloten aber nicht. Als 23. nach dem Zeittraining lag er hinter seinen Erwartungen war etwas enttäuscht: „Ich habe voll attackiert, irgendwie war am Ende aber nicht mehr drin. Das müssen wir nun analysieren.“

Im Verlauf der drei Heats zeigte Martijn aber seinen Kampfgeist. Mit tollen Manövern kämpfte er sich nach vorne und beendete die Rennen zweimal als Fünfter und einmal als Neunter. In der Gesamtwertung verbesserte er sich damit auf Rang sieben und hatte wieder beste Chancen für die Finalrennen. „Nach dem Zeittraining haben wir noch an der Abstimmung meines Karts gearbeitet und damit den Rückstand zu den Führenden wett gemacht“, erklärte Martijn am Samstagabend.

Sonntags wartete eine atemberaubende Kulisse auf die Piloten. Bei strahlendem Sonnenschein fanden 10.000 Kartsport-Fans den Weg nach Genk und sahen tolle Rennen. Im Pre-Finale etablierte sich Martijn im Spitzenpulk und kam als Neunter ins Ziel. Das Finale begann jedoch mit einer Schrecksekunde, der Motor des 15-jährigen Nachwuchspiloten sprang nicht an und Martijn musste dem Feld hinterher eilen. Bis zur Startformation hatte er seine Position aber wieder eingenommen und legte einen perfekten Start hin. Im Verlauf der 23 Rennrunden kämpfte er sich bis auf Rang fünf vor und durfte sich am Abend über sein bisher bestes Saisonergebnis in der Europameisterschaft freuen: „Endlich ist der Knoten geplatzt und wir hatten das Glück wenn wir es brauchen. Mit Platz fünf bin ich sehr zufrieden. Vielen Dank an Willemjan Keijzer, Renato de Visser, KVS Engines und alle Partner die mich unterstützt haben.“

In zwei Wochen geht es für Martijn im deutschen Wackersdorf weiter. Dort findet die zweite Runde der Deutschen Kart Meisterschaft statt. Nach viel Pech während des Auftaktes, möchte er dort auf dem Podium landen.