23. April 2014, 9:37 | Autor: Timo Deck

Mit einem zehnköpfigen Kader reiste das M-Tec Praga Racing Team am Osterwochenende vom 19. bis 20. April 2014 nach Kerpen. Auf dem Ertflandring gastierte die ROTAX MAX Challenge Germany, um den Saisonstart 2014 auszutragen. Für den deutschen Praga-Importeur aus Siegburg verlief das erste Kräftemessen der Saison äußerst erfolgreich.

Eine starke Show lieferte Tommy Helfinger im Feld der DD2 Masters ab. Im Zeittraining etablierte er sich mit der drittschnellsten Runde in Schlagdistanz zur Spitze. Seine gute Ausgangslage wusste der Kronauer im Prefinale zu nutzen, indem er die Führung eroberte und diese nach einem packenden Duell in den ersten Saisonsieg umwandelte. Im Finale konnte er nicht ganz an die Leistung anknüpfen, sah nach 16 Rennrunden als starker Dritter das Ziel und sicherte sich damit einen Platz auf dem Podium.

Maurice Schiwy, David Öhler und RMC-Vizemeister Christopher Friedrich gingen im Feld der DD2 an den Start. Hier führte Friedrich nach dem Zeittraining das teaminterne Ranking an. Als Sechster hatte der Griesheimer eine gute Ausgangslage für die Vorläufe. Doch hier musste er einen Ausfall verzeichnen, was ihn im Zwischenklassement auf Position 17 zurückwarf. Davon ließ er sich in den Finalrennen nicht unterkriegen und so zeigte er eine bemerkenswerte Aufholjagd, die ihm am Ende die Plätze zehn und neun bescherte. „Wir sind an diesem Wochenende einen neuen Chassis-Typ gefahren, mit dem ich noch nicht so gut klar komme. Das werden wir bis zum nächsten Rennen noch aussortieren“, so Friedrich.

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Besser kam sein Teamkollege Maurice Schiwy zurecht. Der Gelsenkirchener blieb im Prefinale noch hinter den Erwartungen zurück und sah als 13. die Flagge. Doch im Finale legte er kräftig nach und erkämpfte sich den starken sechsten Rang. Komplettiert wurde das Ergebnis von David Öhler: Vom 21. Platz im Zeittraining verbesserte er sich von Sitzung zu Sitzung, was ihm am Ende den 14. Schlussrang im Finale bescherte.

Das Feld der Senioren war mit über 50 Teilnehmern das stärkste des Wochenendes. Das erste Etappenziel, einen der 34 Finalplätze zu erreichen, meisterte der sechsköpfige M-Tec-Kader fast perfekt. Einzig Louis Fuhrmann hatte Pech in den Vorläufen und verpasste die Qualifikation für die Finalphase. Auch für Pascal Drewing sah es nach dem Qualifying ohne gezeitete Runde kritisch aus. Doch der Lohmarer zeigte in den Heats keine Schwäche und sicherte sich als 24. ein Finalticket, was auch auf Stallgefährte Rasmus Schaper auf Platz 32 zutraf. Leichtes Spiel hatte Simon Wagner, der alle Heats gewann und sich die Pole-Position sichern konnte. Auch Maximilian Schmitt, der die Trainingsbestzeit in den Asphalt brannte, verschaffte sich als Dritter der Heats eine vielversprechende Ausgangslage. Das galt auch für Jan Frederik Bock, der im Zeittraining und den Heats jeweils mit Position elf überzeugen konnte.

Die Finalrennen waren eine äußerst enge Angelegenheit. Teilweise kämpften bis zu 15 Piloten um den Sieg, was die Leistungsdichte der Senioren unterstreicht. Umso beachtlicher war die Leistung Simon Wagners, der sich in beiden Rennen gegen die Meute behaupten konnte und dem Team damit einen sensationellen Doppelsieg bescherte. Unmittelbar hinter ihm trumpfte auch Maximilian Schmitt auf. Er holte im Prefinale den sehr guten dritten Platz und hätte auch Finale auf dem Podest stehen können, wäre er nicht noch kurz vor Rennende in eine Rangelei verwickelt worden. Trotzdem durfte er letztlich noch mit Platz fünf zufrieden sein. Ein starkes Ergebnis fuhr auch Bock nach Hause. Obwohl er bei weitem nicht über die Erfahrung seiner Teamkollegen verfügt, etablierte er sich auf den Positionen zwölf und elf. Schaper und Drewing verbesserten sich in den Finalrennen zunehmend. Während Schaper das Wochenende als 31. und 24. beendete, holte Drewing die Plätze 22 und 14.

„Das war ein starkes Wochenende für uns. Ich bin total zufrieden mit den Ergebnissen. Im Masters hat Tommy zwei tolle Rennen gefahren und bei den Senioren waren wir sehr stark – auch unerfahrene Piloten wie Jan Frederik Bock, der super gefahren ist. Bei unseren DD2-Fahrern war noch etwas der Wurm drin, aber das bekommen wir bis Oppenrod noch in den Griff. Natürlich hätte es noch besser laufen können, aber am Ende steht der Doppelsieg im schwierigsten Feld der Senioren“, äußerte sich Teamchef Manfred Haufe am Abend positiv.