15. Dezember 2020, 13:00 | Autor: Fast Media I Luca Köster

Insbesondere in den Kartsport-Kategorien der Jüngsten stellen sich Pilotinnen und Piloten oftmals ohne ein großes Repertoire an Erfahrung großen Herausforderungen. Der zwölfjährige Kenyan Washington ist einer von ihnen. Der gebürtige Amerikaner bestritt in diesem Jahr seine erste Saison im Kartsport, behauptete sich mit Bravour und setzte ein deutliches Ausrufezeichen.

Nachwuchsrennfahrer Kenyan Washington hatte in der vergangenen Saison einen vollen Terminkalender. Der Youngster sammelte seine ersten Rennerfahrungen und bestritt die Rotax MAX Clubsport-Rennserie als auch mit der RMC Germany die offizielle deutsche Meisterschaft des Monobrand-Konzepts. Mit mehreren Siegen und diversen Top-Platzierungen machte der junge Kartfahrer dabei auf sich aufmerksam. Im Interview mit uns sprach der Schützling des Nees Racing-Teams über seine Kartsport-Premiere:

Was war Dein bestes Rennen/schönster Moment der Saison?
Ich erinnere mich gerne an das Saisonfinale der RMC Germany in Wittgenborn. Im Qualifying war ich dort noch Zehnter. In den Rennen ging es für mich allerdings immer weiter nach vorne. Am Sonntag bin ich anschließend gleich drei Mal als Sieger in das Ziel gefahren.“

Wie war Dein Umstieg aus der anderen Klasse/anderen Rennserie? Was war besonders anspruchsvoll/überraschend/neu?
Meine ersten Kart-Erfahrungen habe ich im Indoor-Kart gesammelt. Der Unterscheid zum Rennkart war im Anschluss wie Tag und Nacht. Das generelle Fahrgefühl, die Lenktechnik, das Finden von Bremspunkten – alles war neu.“

Was hast Du in Deiner Rookie-Saison gelernt?
„I
m Rennen mit dem Kopf unterwegs zu sein. Während ich anfangs versucht habe jede sich ergebende Lücke zu nutzen, habe ich nun gelernt den richtigen Moment zum Überholen abzuwarten. Weiterentwickelt habe ich mich auf jeden Fall auch beim Fahren im Regen. Die nasse Fahrbahn erfordert eine komplett anderen Fahrstil, den ich mir immer weiter aneignen konnte. “

Wie hast Du dich auf die Saison vorbereitet?
„Aufgrund der Corona-Situation war die Vorbereitung auf die Saison sehr beschränkt. Die ersten Tests konnte ich noch vor der Pandemie absolvieren. Zu Beginn des Jahres fand ich aber trotzdem überraschend schnell in meinen Rhythmus.“

Mit welchen Rückschlägen hattest Du zu kämpfen?
„In manchen Situationen habe ich natürlich die fehlende Erfahrung im Vergleich zu meinen Kontrahenten spüren müssen. Oft liefen die Zeittrainings für mich nicht ganz nach Plan – daran gilt es in Zukunft zu arbeiten.“

Wie sind deine Pläne für die Saison 2021?
„Für das nächste Jahr plane ich den Umstieg in die nächsthöhere Mini-Kategorie. Dann gehe ich erneut als Rookie in den Rennen der RMC Germany sowie der RMC Clubsport an den Start. Darüber hinaus möchte ich auch an Veranstaltungen der RMC Euro Trophy teilnehmen und so erste internationale Erfahrungen sammeln. Mein Ziel ist am Ende ganz Titel in der RMC Germany, um ein Ticket für das hart umkämpfte Weltfinale zu lösen.“