Aufregendes BNL-Wochenende in Ostricourt

14. Juli 2015, 18:52
Autor: Fast-Media - Luca Köster | Bilderquelle:
Aufregendes BNL-Wochenende in Ostricourt

Am ersten Juliwochenende gastierte die BNL Karting Series im französischen Ostricourt. Auf einer der größten Kartbahnen Europas lieferten sich die Piloten der Rotax-Rennserie packende Rennen auf hohem Niveau. Am Sonntagabend kürte man fünf Klassensieger im renommierten Championat und erlebte dabei viele Überraschungen.

Zur zweiten Veranstaltung der Saison reiste die BNL Rotax-Rennserie vom 04. bis 05. Juli nach Frankreich. Nach einem gelungenen Saisonauftakt in Genk, galt es nun für die Fahrer aus sämtlichen Ländern Europas um weitere Meisterschaftspunkte zu kämpfen. Besonders spannend machte diesen Fight die Aufteilung des Renngeschehens. Am Samstag und Sonntag fuhren die Rotax-Piloten bei wechselhaften Wetterbedingungen jeweils zwei Wertungsläufe, aus denen letztendlich die Gewinner ermittelt wurden.

Rotax Micro Max: Zak O’Sullivan dominant unterwegs

Werbung

Den besten Start ins Wochenende legte Senna Kortman mit der Pole-Position im neunköpfigen Fahrerfeld der Rotax Mini Max hin. Mit über vier Zehntelsekunden Vorsprung setzte sich der Youngster vor Kai Rillaerts auf Rang zwei durch. Im ersten Durchgang am Samstag war es dann Zak O’Sullivan, der nach einem perfekten Start den längsten Atem bewies und als Führender das Ziel überquerte. Im zweiten Durchgang nutzte dann Kai Rillaerts seine Chance, zog am Briten Zak O’Sullivan vorbei und sicherte sich den Sieg. Dicht gefolgt wurde er dabei von Thomas Martens auf Position zwei und Bjarne van der Linden als Drittplatzierten.

Nach dem erneuten Zeittraining am Sonntagmorgen hatte wieder Senna Kortman die Nase vorn. Doch schon im ersten Durchgang musste er den von Rang fünf aus gestartetem Zak O’Sullivan den Weg frei machen. Er gewann das erste Rennen mit knappem Vorsprung auf Kortman und zeigte daraufhin im zweiten Wertungslauf eine gigantische Performance. Auf regennasser Fahrbahn fuhr der Engländer bis zur Überquerung der Ziellinie einen Abstand von 30 Sekunden zu seinen Verfolgern heraus und siegte. Auf Position zwei klassierte sich Dion Franc vor Thomas Martens.

Rotax Mini Max: Xavier Handsaeme mit starker Performance

Im Mini Max-Klassement startete Xavier Handsaeme mit einem beeindruckenden Qualifying in das Renngeschehen. Der junge Kartfahrer fuhr im Zeittraining vier Zehntelsekunden schneller als seine Verfolger und sicherte sich somit die Pole-Position für das erste Rennen am Samstag.

Auch im ersten Durchgang zeigte sich Xavier Handsaeme dominant. Mit einem Vorsprung von über fünf Sekunden sicherte sich der Belgier vor Ilian Bruynseels den Sieg. Der zweite Lauf stand auch ganz im Zeichen des Tony Kart-Fahrers. Dort schaffte es Xavier Handsaeme sogar, seinen nächsten Verfolger bis auf sieben Sekunden hinter sich zu lassen und so als Erster vor Glenn van Berlo und Ilian Bruynseels in das Ziel zu fahren.

Xavier Handsaeme knüpfte auch am Sonntag an seine starke Vorstellung vom Vortag an. Das Qualifying sowie das erste Rennen entschied der belgische Pilot für sich. Im letzten Wertungslauf, der auf abtrocknender Strecke stattfand, musste sich Xavier Handsaeme jedoch von Glenn van Berlo geschlagen geben. Auf Rang drei fuhr Thom Nelissen in das Ziel.

Rotax Junior Max: Jordan Brown-Nutley Maß der Dinge

Mit 24 Fahrern war die Junior Max-Kategorie stark besetzt. Schnellster Pilot nach dem Zeittraining am Samstag war Jordan Brown-Nutley. Doch schon im ersten Lauf gab es einen unerwarteten Schlagabtausch. Der von Position 17 aus gestartete Jagesar Leroy zeigte im Eröffnungsrennen eine imponierende Leistung und fuhr nach einer spannenden Aufholjagd als Erster in das Ziel. Im zweiten Durchgang waren es Kay van Berlo und Jordan Brown-Nutley, die nach einem Crash im ersten Rennen als Erster respektive Zweiter über die Ziellinie fuhren.

Beeindruckend war die Performance von Jordan Brown-Nutley am Sonntag. Der Brite dominierte vom Zeittraining an das Geschehen und raste mit zwei Siegen in den Wertungsläufen auf den obersten Podestplatz. Auf Position zwei klassierte sich nach zwei sehr nervenaufreibenden Rennen Nicolas Schoell vor Luke Ide.

Rotax Senior Max: Rinus van Kalmthout gibt den Ton an

Das größte Startfeld stellten in Ostricourt die Rotax Max Senioren. Nach Platz eins und zwei in den Qualifikationsrennen sicherte sich Rinus van Kalmthout die Pole-Position für das erste Finalrennen am Samstag. Auch dort war der Niederländer der schnellste Mann im Feld und siegte vor dem Amerikaner Oliver Askew. Dahinter landeten der Belgier Vincent Jewell auf Platz drei und Max Timmermanns als Vierter.

Nach dem gelungenem Auftakt startete Rinus van Kalmthout mit großem Selbstvertrauen in den zweiten Teil der Veranstaltung. Im Zeittraining musste er sich jedoch von Oliver Askew geschlagen geben. In den darauffolgenden Heats war Rinus van Kalmthout mit zwei Siegen allerdings wieder in bester Verfassung und knüpfte auch im Finale an seine starke Performance an. Als Erster überquerte der junge Kartfahrer die Ziellinie vor Leonard Hoogenboom. Oliver Askew rundete das Podium nach einem miserablen Start auf Platz drei liegend ab und rangierte nach einer starken Aufholjagd noch vor Max Timmermanns und Lars Lamorelle.

Rotax DD2: Routinier Ferenc Kancsar gewinnt

Die Fahrer der DD2-Kategorie präsentierten sich auf dem 1.450m langen Kurs in Frankreich extrem leistungsdicht. Nichtsdestotrotz war Ferenc Kancsar im Zeittraining und den Rennen am Samstag unschlagbar. Der Ungar qualifizierte sich mit einer perfekten Runde noch vor Barrie Pullinger und sicherte sich somit die Pole-Position, von der aus er beide Wertungsläufe gewann.

Am Sonntag änderte sich das Kräfteverhältnis. Im erneuten Zeittraining lag Ferenc Kancsar wieder ganz vorne. Auch im ersten Durchgang setzte sich der Birel-Pilot an der Spitze durch, musste aber dem zunehmendem Druck seiner Verfolger Lorenzo van Riet und Joey Alders standhalten. Aaron Sherlock war daraufhin der Mann des zweiten Wertungslaufes. Als Fünfter gestartet, etablierte sich der Ire im Spitzenpulk, überholte Ferenc Kancasr in der zwölften Runde und machte somit seinen Laufsieg perfekt.

Am 22. und 23. August startet das BNL-Championat im belgischen Genk in die finale Phase. Noch ist keine Meisterschaft entschieden und kein Grand Final-Ticket vergeben – es wartet ein mitreißendes Rennwochenende auf alle Kartsportbegeisterten. Von Zuhause aus wird das Geschehen unter www.bnlkartingseries.com live mit zu verfolgen sein.