14. Juli 2016, 19:30 | Autor: Marco Papajewski

Es war das mit Spannung erwartete vierte Langstreckenrennen der Saison. Nach Sachsen, Berlin und Brandenburg ging es nun nach Niedersachsen. Im mit 20 Teams bisher am größten besetzten Teilnehmerfeld der Saison sicherte sich am Ende das Team Bitax Racing aus Niedersachsen den Sieg beim spannendsten Rennen der diesjährigen Serie Auf dem zweiten Gesamtplatz landete das Team von ATTI Racing, die nicht nur mit Stammfahrer Tom Böhlig, sondern auch mit norddeutscher Unterstützung von Sebastian Papke und Gunar Hofmann an den Start gingen. Ein famoser Erfolg für das Team aus Sachsen, die zuletzt nicht immer vom Glück verfolgt waren. Platz 3 wurde von dem ebenfalls aus Norddeutschland stammenden Team Winkler belegt. Zweitbestes Meisterschaftsteam wurde das F10 Racing Team mit Robert Lehmann und Mike Lingk auf Platz 5. Der alte und dennoch neue Tabellenführer, die Driving Devils, konnten mit Platz 14 leider nur ein durchschnittliches Ergebnis einfahren.

Bevor es jedoch auf die Strecke ging fieberte die knapp 100 Mann starke Truppe erst einmal mit der deutschen Fußballnationalmannschaft mit, die sich zeitgleich mit dem Beginn des Qualifyings entschied im Elfmeterschießen gegen Italien anzutreten. Welch Glück, dass man als Rennfahrer kaum etwas für die Randportart Fußball übrig hat. Umso interessanter wurde es, als am Ende des 30 minütigen Qualifyings das RS Racing Team rund um Lars-Ole Jenß und Daniel Bürger, die in der Formel 10 keine Unbekannten sind, auf die Poleposition fuhren. Beide Fahrer nahmen schon im Frühjahr erfolgreich an den 6-Stunden von Berlin-Spandau teil. Die erste Startreihe wurde von der Crazy Racing Crew vervollständigt. Die aus Berlin stammenden Fahrer Ben Schötz und Christoph Czichowski konnten hier auf ihre im Juni gewonnene Erfahrung zurückgreifen, als man an einem bahninternen Wettkampf teilnahm. Leider kam es jedoch bereits nach 30 Minuten zu einem außerplanmäßigen Fahrerwechsel, der das Team ans Ende des Feldes zurückwarf. Mehr als ein 16. Platz war am Ende trotz großem Kampf nicht drin.

Neben den drei Tagesgewinnern stach vor allem auch das Team Racingwear24 heraus, die mit einer 80.009s eine Fabelzeit auf die deutschlandweit bekannte Outdoorstrecke zauberten. Die magische Grenze von unter 80s pro Runde fiel leider nicht.

Weiter geht es für die Formel 10 am 20.08. in Grimma, wenn das achte Rennen der Kurzstreckensaison als der finale Wettkampf für die 24-Stunden von Grimma stattfindet. Aktuell wird die über 1.000 Meter lange Strecke umgebaut. Die Formel 10 wird die neue Strecke als erste Wettkampfliga in Anspruch nehmen. Die 24-Stunden von Grimma finden vom 26. Bis 28.08. statt. Erneut werden über 30 Teams erwartet. Alle Langstreckenfans der Formel 10 kommen spätestens am 22.10. auf ihre Kosten. Dann stehen erstmals insgesamt neun Rennstunden auf dem Programm. Austragungsort für das längste Rennen der Saison ist dann ebenfalls das Städtchen in der Nähe von Dresden.