17. Juli 2016, 20:56 | Autor:

Eine Vielzahl an Lotto-Stiftungen engagiert sich im Breitensport und könnte auch talentierten Kartfahrern den Einstieg in den Motorsport ermöglichen.

Bei dem Wort Lotto denken die meisten Menschen in erster Linie an Millionengewinne und ein sorgenfreies Leben. Angesichts der vielen Geschichten von glücklichen Gewinnern und deren Lebensveränderung zum Guten ist dies auch nicht verwunderlich. Wahrscheinlich hat ein jeder von uns sich schon einmal ausgemalt, wie sich das eigene Leben verändern würde, wenn am Wochenende die richtigen Lottozahlen gezogen werden und das eigene Konto nur wenige Tage später einige Nullen mehr anzeigen würde. Die wenigstens Menschen wissen jedoch, dass ein Großteil der nicht gewonnenen Gelder der Allgemeinheit zu Gute kommt.

Lotto-Stiftungen unterstützen den Breitensport

Alle deutschen Bundesländer erhalten jährlich Millionenzuschüsse aus den durch die staatlichen Lotterien und Wetten erwirtschafteten Überschüsse. Der Großteil davon wandert im Anschluss in die verschiedenen gemeinnützigen Fonds der Bundesländer. In Baden-Württemberg profitieren durch den Wettmittelfonds neben dem Breitensport, auch Kunst, Kultur, Denkmalpflege und soziale Einrichtungen. Alleine im Jahr 2016 verfügt der dortige Fond über ein Volumen von rund 132,3 Millionen Euro, wovon knapp 60 Millionen Euro auf die Förderung des Breitensportes entfällt. Die Gelder kommen dabei sowohl im Spitzen- als auch im Breitensport sowie im Behindertensport zum Einsatz und decken neben den Kosten für die Jugendarbeit oftmals auch die Übungsleiterpauschale, die Bezahlung von Lehrgängen oder die Bezuschussung von infrastrukturellen Maßnahmen.

Lotto-Stiftungen für Kartsport

In einigen Bundesländern haben auch Kartfahrer die Möglichkeit sich bei den Lotto-Stiftungen für eine Förderung zu bewerben. Dadurch könnte sich für viele talentierte Fahrer der Traum von einer Karriere im Motorsport vielleicht doch noch erfüllen. Schließlich scheitert der Einstieg in den Kartsport oftmals nicht aufgrund des Talentes, sondern vielmehr an den limitierten finanziellen Mitteln. Schließlich kostet der Kartsport, je nach Verlauf einer Saison und Häufigkeit der Teilnahme an Rennen, auf regionaler Ebene bereits um die 10.000 Euro pro Jahr und auf nationaler sowie internationaler Ebene schnell mehr als 40.000 Euro. Dass solche Summen ohne Sponsoren oder Förderungen für die meisten Menschen nicht finanzierbar sind, steht dabei außer Frage. Neben den Lotto-Stiftungen gibt es jedoch noch eine Vielzahl an weiteren Fördermöglichkeiten, die Breitensportler auf dem Weg zur Profikarriere unterstützen. Talentierte Kartfahrer sollten sich daher auch von den Kosten nicht entmutigen lassen, sondern sich erst einmal mit allen Fördermöglichkeiten auseinandersetzen.