German Vega Trophy: Dauenhauer erneut Meister

Zwei Siege in Wackersdorf machen den Titel des ADAC-Förderpiloten perfekt

16. September 2014, 19:41 | Autor: Günther Dauenhauer
German Vega Trophy: Dauenhauer erneut Meister

Der Mörlenbacher Kartprofi hat seinen Titel bei der überregionalen Kartrennserie  German Vega Trophy in der Klasse X30 Senioren verteidigt. Während die Entscheidung bei den ADAC Kart Masters noch aussteht, konnte der X30 Senioren-Pilot beim krönendem Abschluss der Vega Trophy im oberpfälzischen Prokart-Raceland das zweite Jahr in Folge die Meisterschaft gewinnen.

Der Intrepid-Pilot fühlt sich auf der rund 1275 Meter langen und zugleich modernsten Kartstrecke Deutschlands sichtlich wohl. Typisch für die Oberpfalz waren wieder einmal gemischte Witterungsbedingungen, die nicht unerheblich für Dauenhauers Doppelsieg waren. So hatte der Team Hemkemeyer-Pilot in der unbeständigen Trainingsphase am Freitag und Samstag mit einigen technischen Problemen zu kämpfen, die verregneten Rennläufe kamen dagegen wie gerufen.

„Aussetzer sorgten für Leistungsverlust. Zwar war das Wetter am Samstag dann trocken, leistungstechnisch war im Training eine Mitfahrt an der Spitze aber nicht ganz möglich. Vor allem auf der langen Zielgeraden war der Motor oben heraus wie „gedrosselt“, bemängelte Dauenhauer während der Trainingsphase.

Vor dem offiziellen Zeittraining tauschte man vorsorglich die gesamte Elektrik von Dauenhauers Kart aus, in der Hoffnung die Probleme zu beheben.  Im Qualifikationslauf war die Strecke nass, aber allmählich am abtrocknen. Dementsprechend war die Strecke noch schmierig, was das Ganze nicht erleichterte. Lange lag Dauenhauer hinten, bis er gegen Ende der Qualifikation freie Fahrt bekam und doch noch vor auf den sechsten Platz fuhr – dabei trennten ihn zum Schnellsten nur 0,3 Sekunden.

Für den ersten Rennlauf resultierend aus dem Qualifying startete Dauenhauer in der dritten Startreihe von der sechsten Startposition ins Rennen. Dieses stellte sich äußerst nass dar, starker Regen dominierte das Bild. Unter ausgeschriebenem „Wet-Race“ und Regenreifen zeigte der Intrepid-Pilot wie gewohnt eine gute Start- Performance. Unmittelbar nach wenigen Metern befand er sich nach der ersten Rechtskurve schon auf dem vierten Rang und schaffte es darauffolgend im Infield auf Platz 2  vorzustoßen. Nun befand er sich hinter dem Führenden, den er nach langen Zweikämpfen in der achten Runde überholen und ihm schließlich wegfahren konnte.  Mit 2,7 Sekunden Vorsprung gewann der erfahrene Regenpilot somit das erste Rennen.

Bis zum Start des Finalrennens hatte der Starkregen nachgelassen, die Strecke war jedoch immer noch nass. Das hielt Dauenhauer wieder nicht davon ab, mit einem Glanzstart von der Pole Position erneut die Führung zu behaupten und seine Konkurrenz auf Distanz zu halten. Souverän wandelte er nach 15 Runden seine Pole Position in einen Start-Ziel Sieg um – und das mit über zehn Sekunden Vorsprung.

„Durch den Erfolg im ersten Rennen konnte ich die Weichen für meinen zweiten Sieg stellen. Der Starkregen ließ allmählich nach und hörte bis zum Start dann ganz auf. Ich hatte Glück, dass es noch nass war, denn ich wusste ja nicht wie sich mein Motor mit neuer Elektrik im oberen Bereich nun verhalten würde. Nichtsdestotrotz lief alles bestens für mich. Während eine Entscheidung bei den ADAC Kart Masters noch aussteht, habe ich bei der Vega Trophy mit meinem Meistertitel einen versöhnlichen Ausklang gefunden. Ich bin einfach nur happy!“, strahlte Dauenhauer nach der Siegerehrung.

In zwei Wochen wird Tobias Dauenhauer erneut ins oberpfälzische Wackersdorf reisen, um bei den ADAC Kart Masters nach fremdverschuldeten Ausfall beim letzten Rennen doch noch auf das Podium zu fahren. Dauenhauer gibt sich aber zuversichtlich: „Ich bin mit diesem Titelgewinn im Rücken hochmotiviert  und werde alles geben. Mein Teamchef Theo Hemkemeyer und Schrauber Dominik Mayer leisten tolle Arbeit. Auf beide konnte ich mich schon immer verlassen, wenn es um Unterstützung und die Abstimmungsarbeiten ging – den perfekten Background habe ich, deshalb bin ich bester Dinge“.

Nächstes Jahre dürfte es dann umso spannender werden, denn das ADAC-Hessen- Thüringen- Fördertalent  mit  internationaler Kartlizenz verzichtet auf die diesjährige X30- Weltmeisterschaft in Frankreich, um erste Formel-Tests zu absolvieren. Eine Saison im Formelfahrzeug steht für nächstes Jahr zur Debatte.

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