WAKC kürt in Liedolsheim die letzten Champions

16. September 2014, 17:27 | Autor: Kart-Magazin.de - Florian Kluge / Björn Niemann
WAKC kürt in Liedolsheim die letzten Champions

Erstmalig war am vergangenen Wochenende (13.-14.09.2014) der Westdeutsche ADAC Kart Cup im badischen Liedolsheim zu Gast. 96 Teilnehmer traten beim Saisonfinale gegeneinander an und kämpften um die letzten Punkte in der ADAC Regionalserie.

Auf dem 1.060 Meter langen Kurs in Baden bog der WAKC auf die Ziel-Gerade ein. 96 Fahrerinnen und Fahrer kämpften in elf Klassen um die letzten Siege des Jahres und zeigten packenden Kartsport. Am Ende standen mit Miroslaw Kravchenko (Bambini), Salman Owega (Bambini Light), Marek Schaller (World Formula), Nils Böer (World Formula light), Dominik Hamm (RK1), Justin Kerkhoff (X30 Junior), Marcel Preuß (X30 Senior), Alex Schneider (ADAC 125 Junior), Marcel Kiech (ADAC 125), Julian Hanses (ADAC Getriebe) und Jörg Conrad (ADAC Getriebe Gentlemen) die Meister der Saison 2014 fest.

Bambini Light: Drei Fahrer punktgleich an der Spitze

Die jüngsten Teilnehmer im Tross des WAKC boten auf der Strecke in Liedolsheim besondere Spannung. Am Ende des Tages verbuchten die ersten drei Fahrer die gleiche Punktzahl auf ihren Konten. Nach dem Zeittraining sicherte sich Niklas Kalus (Duisburg/DS Kartsport) vor Salman Owega (Köln/Kart Club Kerpen e.V.) die Pole-Position.

Letzterer schaffte aber im ersten Rennen den Sprung an die Spitze. Salman Owega verwies Niklas Kalus auf den zweiten Platz und feierte damit seinen siebten Saisonsieg. Hinter dem Duo reihte sich Julien Noel Rehberg (Haltern a. See/RC Haltern) vor Arthur Tohum (Limburg/DS Kartsport) als Dritter ein. Großes Pech hatte Felix Koopmann (Moers/DS Kartsport), noch in der Einführungsrunde musste er sein Kart im Aus abstellen.

Heiß her ging es noch einmal im zweiten Wertungslauf. Die ersten Drei lieferten sich einen packenden Fight. Beim Fallen der Zielflagge hatte Julien Noel Rehberg den längsten Atem und sicherte sich den Sieg. Niklas Kalus folgte als Zweiter vor Auftaktsieger Salman Owega. Den vierten Platz erreichte Felix Koopmann vor Arthur Tohum. Mit diesem Rennergebnis ergatterten Niklas Kalus, Salman Owega und Julien Noel Rehberg jeweils 36 Punkte in der Tageswertung. Durch das bessere Qualifying-Ergebnis ging der Sieg an Niklas Kalus vor Salman Owega und Julien Noel Rehberg.

In der Gesamtwertung entschied Salman Owega den Titelkampf, mit neun Punkten Vorsprung, für sich. Den Vizetitel durfte Tagessieger Niklas Kalus bejubeln, während Felix Koopmann trotz Ausfall noch Gesamtdritter wurde.

Tageswertung Bambini Light:
1. Niklas Kalus (36 Punkte)
2. Salman Owega (36 Punkte)
3. Julien Noel Rehberg (36 Punkte)
4. Arthur Tohum (29 Punkte)
5. Felix Koopmann (15 Punkte)

Bambini: Miroslaw Kravchenko holt Doppelsieg und Meisterschaft

Miroslaw Kravchenko (Krefeld/DS Kartsport) hatte am vergangenen Wochenende nichts zu befürchten. Schon seit dem Rennen in Wittgenborn stand er als vorzeitiger Meister fest, entsprechend gelassen bestritt der Mach-1 Pilot das Finale in Liedolsheim. Trotzdem startete der Youngster mit großem Siegeswillen in das Renngeschehen.

Nach dem Zeittraining fand sich der junge Krefelder jedoch nur auf dem fünften Rang wieder. Die erste Startreihe belegten stattdessen Luka-Max Pierschke (Zwingenberg) und Hugo Sasse (Dürrröhrsdorf/Meier Motorsport). Aus der fünften Position startete Kravchenko im ersten Rennen eine starke Aufholjagd. Position um Position kämpfte er sich nach vorne und übernahm schließlich die Führung. Im Schlepptau hatte er Jonas Wagner (Rockensußra/Nordhäuser MSC), der sich auf dem zweiten Rang einreihte. Pierschke und Sasse begnügten sich unterdessen mit den Rängen drei und vier. Den fünften Platz erreichte Luca Voncken (Stolberg/DS Kartsport).

Im zweiten Durchgang nutzte Miroslaw Kravchenko den Vorteil der Pole-Position und gab seine Führung bis zum Rennende nicht mehr aus der Hand. Im Kampf um die weiteren Podiumsplatzierungen war hingegen noch nichts entschieden. Luka-Max Pierschke und Jonas Wagner lieferten sich ein heißes Kopf an Kopf Duell. Nach dem Fallen der Zielflagge hatte Luka-Max Pierschke die Nase vorne und verwies Jonas Wagner auf den dritten Rang. Hugo Sasse und Jan-Lukas Keil (Rommerskirchen/Solgat Motorsport) überquerten als Vierter und Fünfter den Zielstrich.

Während Miroslaw Kravchenko bereits vorzeitig als Meister fest stand, gab es auf den Verfolgerrängen noch einmal Verschiebungen. Luka-Max Pierschke holte sich den Vizetitel und verdrängte damit Jusuf Owega auf den dritten Rang. Owega war in Liedolsheim ebenfalls schnell unterwegs, hatte aber im ersten Lauf etwas Pech und verlor seine Chancen auf den zweiten Gesamtplatz.

Tageswertung Bambini:
1. Miroslaw Kravchenko (40 Punkte)
2. Luka-Max Pierschke (34 Punkte)
3. Jonas Wagner (34 Punkte)
4. Hugo Sasse (30 Punkte)
5. Jens Schmitt (23 Punkte)

World Formula: Silas-Andreas Piontek greift nach dem Tagessieg

Nur knapp verpasste Silas-Andreas Piontek (Netphen-Denz/Beule Kart Racing Team) die Pole-Position in der Viertaktklasse World Formula. Mit 99 Tausendstelsekunden Vorsprung sicherte sich diese Marek Schaller (Erndtebrück/Beule Kart Racing Team) und führte das Feld in das erste Rennen.

Nach dem Erlischen der Startampel war der Fight um die letzten Meisterschaftspunkte eröffnet. Vom Pech verfolgt war diesmal Marek Schaller, der Polesetter überquerte den Zielstrich nur als Siebter. Davon profitierte sein Teamkollege Silas-Andreas Piontek und übernahm die Führung. In seinem Windschatten folgte der Zweite Elias Sauerbier (Geisa/Fuldaer AC) vor Justin Krasniqi (Neuenrade/Beule Kart Racing Team) auf dem dritten Rang. Die zwei folgenden Plätze belegten Jan-Niklas Löwe (Marienheide/MSC Wipperfürth) und Marvin Petruschinski (Dortmund/Beule Kart Racing Team).

Eine beeindruckende Aufholjagd startete Marek Schaller im zweiten Wertungslauf. Er ging vom siebten Rang ins Rennen und arbeitete sich Stück für Stück an vorne. Im Kampf um den ersten Platz zog er am längeren Hebel und jubelte am Ende über seinen Laufsieg. Der zweite Platz blieb ebenfalls in den Händen des Beule Kart Racing Teams und ging an Silas-Andreas Piontek. Aus der fünften Position kämpfte sich Marvin Petruschinski nach vorne. Mit beherzten Manövern schaffte er den Sprung auf das Treppchen. Elias Sauerbier und Jan-Niklas Löwe verloren hingegen etwas an Boden um kamen als Vierter und Fünfter ins Ziel.

Mit seiner tollen Aufholjagd im zweiten Rennen bestätigte Marek Schaller seine starke Performance in dieser Saison und ist am Ende verdienter Meister der Klasse World Formula. Der Zweite Marvin Petruschinski hatte letztlich nur zwei Punkte Vorsprung vor dem Drittplatzierten Silas-Andreas Piontek, der in Liedolsheim die Saison mit einem Tagessieg beendete.

Die Wertung der World Formula light gewann in Liedolsheim Nils Böer (Homberg/SRT Racing Team). Auch in der Gesamtwertung schlug er sich tapfer und sicherte sich den Meistertitel.

Tageswertung World Formula:
1. Silas-Andreas Piontek (38 Punkte)
2. Elias Sauerbier (33 Punkte)
3. Marek Schaller (32 Punkte)
4. Marvin Petruschinski (30 Punkte)
5. Jan-Niklas Löwe (29 Punkte)

ADAC RK1: Dominik Hamm und Maximilian Malkus teilen sich Siege

In der Klasse der RK1 schnupperte jeder Teilnehmer einmal Führungsluft. Nach dem Zeittraining stand Marlon Megowan (Heppenheim/SRT Racing) ganz oben in der Ergebnisliste. Er teilte sich die erste Reihe mit Dominik Hamm (Büttelborn/DK Kartshop.de).

Im Verlauf des ersten Rennens fiel Marlon Megowan jedoch etwas nach hinten. Dominik Hamm und Maximilian Malkus (Homberg/Fuldaer AC) teilten sich nun die Führung, während sich der Heppenheimer Megowan mit Rang drei begnügte, hatte mit dem Fallen der Zielflagge Dominik Hamm die Nase vorne – Maximilian Malkus wurde Zweiter.

Das Blatt wendete sich während des zweiten Durchgangs. Diesmal übernahm Maximilian Malkus die Führung und feierte seinen dritten Saisonsieg. Dominik Hamm und Marlon Megowan folgten auf den weiteren Rängen. Der Zweitplatzierte hatte am Abend allen Grund zur Freude. Neben dem Tagessieg stand Dominik Hamm auch als Meister der Klasse RK1 fest.

Tageswertung RK1:
1. Dominik Hamm (38 Punkte)
2. Maximilian Malkus (38 Punkte)
3. Marlon Megowan (32 Punkte)

X30 Junior: Luis Glania mit Hattrick zum Tagessieger gekürt

Bester Mann im Feld der X30 Junioren war Luis Glania (Unna/CV Racing Team). Er überzeugte mit einer blitzsauberen Vorstellung. Im Qualifying fuhr er die Bestzeit und gab auch später in beiden Wertungsläufen die Führung nicht aus der Hand.

Schon im ersten Durchgang unterstrich er sein Potential, bis zum Rennende fuhr er einen Vorsprung von mehr als vier Sekunden heraus. Spannend war hingegen die Vergabe des zweiten Platz. Jan Hendrick Heimbach (Moers/CV Racing Team) und Fabrizio Angelo Da Rold (Duisburg/CV Racing Team) hingen dicht beieinander und bescherten dem CV Racing Team einen Dreifach-Erfolg. Rang vier besetzte René Kircher (Hünfeld/MC Hünfeld) vor Fabian Ferres (Bergweiler/RMW Motorsport).

Auch im zweiten Lauf änderte sich an der Spitze nichts. Luis Glania erreichte die Ziellinie erneut vor Jan Hendrick Heimbach als Sieger. Der dritte Mann des Teams, Fabrizio Angelo Da Rold, schaffte es leider nicht seine Position zu verteidigen. Er wurde durch Silvan Winzeler (Büsingen) auf den vierten Platz verdrängt. Als Fünfter setzte Justin Kerkhoff (Oberhausen/MSC Langenfeld e.V. im ADAC) die Weichen für den Gewinn der Meisterschaft. Vizemeister wurde mit nur zwei Punkten Rückstand Jan Hendrick Heimbach vor dem Wilnsdorfer Manuel Klein. Dem Tony-Kart-Piloten fehlten nach sechs Rennwochenenden nur 0,45 Punkte zur Vizemeisterschaft.

Im Feld der ADAC 125 Junioren trat Phillipp Willig (Bischeim/AC Donnersberg) als einziger Pilot an. Trotzdem zeigte er im Feld der X30 Junioren eine hervorragende Leistung und holte sich in der Meisterschaft, hinter Alex Schneider aus Bleckhausen, den zweiten Gesamtrang.

Tageswertung X30 Junior:
1. Luis Glania (40 Punkte)
2. Jan Hendrick Heimbach (36 Punkte)
3. Fabrizio Angelo Da Rold (31 Punkte)
4. Silvan Winzeler (28 Punkte)
5. René Kircher (27 Punkte)

X30 Senior: Doppelsieg für Dennis Menze

Eng zusammen hing das Feld der X30 Senioren schon im Zeittraining. Alessandro Felber (Rumisberg/KSS-IM-Racing) setzte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung gegen Dennis Menze (Wuppertal/MSC Bork e.V.) durch. Im ersten Rennen gelang es jedoch Dennis Menze sich nach nur wenigen Runden am Führenden vorbei zu drängen und den ersten Sieg in trockene Tücher zu bringen. Rang zwei war aber nicht für Alessandro Felber reserviert: Marcel Preuß (Rockenberg/MSC Rockenberg) redete auch ein Wörtchen in den Top-Drei mit und drängte sich auf den zweiten Platz. Rang vier erreichte Marius Kannegießer (Rimbach/CV Racing Team) vor dem Fünftplatzierten Steffen Rump (Lüpen/MSC Bork e.V.).

Den Vorteil der Führung nutzte Dennis Menze im zweiten Durchgang und setzte sich allmählich vom Verfolgerfeld ab. Marcel Preuß ging die Pace nicht mit und gefährdete die Führung des Wuppertalers nie ernsthaft. Der Dritte des ersten Laufes Alessandro Felber verlor deutlich an Boden und sah die Zielflagge nur als Siebter. Platz drei erbte Magnus Lempke (Ennepetal/MSC Bork e.V.) vor Mark Wolff (Dormagen/DS Kartsport) und Baldur Bahn (Katzenbach/MSC Bad Brückenau).

Für Marcel Preuß reichte der zweite Platz in Liedolsheim zum Gewinn der Meisterschaft. Gesamtzweiter wurde Magnus Lempke, vor Patrick Lipinski.

Die Klasse ADAC 125 Senior glänzte leider nicht mit vollen Starterfeldern. Marcel Kiech (Nussbaum/EMSC Bitburg) trat als Solist an und nutzte das Rennen um weitere Erfahrung zu sammeln.

Tageswertung X30 Senior:
1. Dennis Menze (40 Punkte)
2. Marcel Preuß (36 Punkte)
3. Magnus Lempke (29 Punkte)
4. Alessandro Felber (27 Punkte)
5. Marius Kannegießer (27 Punkte)

ADAC Getriebe: Julian Hanses das Maß der Dinge

Das Zeittraining der Getriebe Klasse entschied Kai Boller (Mannheim) zu seinen Gunsten. Doch Julian Hanses macht im ersten Rennen seine Ansprüche auf den Sieg geltend. Mit einem tollen Manöver gelang es ihm die Spitze zu übernehmen und Kai Boller auf den zweiten Platz zu verdrängen. Drittplatzierter wurde Nico Stagljar (Bad Friedrichshall/Motorsport Weinhardt). An der Wertung änderte sich auch im zweiten Lauf nichts, wieder siegte Hanses vor Boller und Staljar.

In der Gesamtwertung gab es keine Verschiebung mehr. Julian Hanses führte seit Saisonbeginn das Klassement an und stand schon vor dem Finale in Baden als Sieger fest. Der Vizetitel ging an Marcel Mönch, der diesmal leider nicht am Start war.

Tageswertung ADAC Getriebe:
1. Julian Hanses (40 Punkte)
2. Kai Boller (36 Punkte)
3. Nico Stagljar (32 Punkte)

ADAC Getriebe Gentlemen: Kein Weg führte an Joachim Steck vorbei

Spiel, Satz und Sieg für Joachim Steck (Solgat Racing Team). Mit der Pole-Position und den Siegen in beiden Wertungsläufen war der Birel-Pilot in Liedolsheim nicht zu stoppen und jubelte am Ende über einen großartigen Tagessieg.

Der von Platz zwei ins Rennen gestartete Bastian Bense (Kamen/Beule Kart Racing Team) hielt auch in Lauf eins an seiner Position fest und kam eine halbe Sekunde hinter Joachim Steck ins Ziel. Dritter wurde Willi Trimborn (Gevelsberg/Beule Kart Racing Team), der den Gesamtführenden Jörg Conrad (Dillenburg/Orcon Racing) in Schach hielt. Als Fünfter erreichte Marko Strehling (Wenden/Orcon Racing) das Ziel.

Im zweiten Rennen startete Marko Strehling eine tolle Aufholjagd. Er kämpfte sich bis auf den zweiten Platz nach vorn und überließ Bastian Bense nur noch die Verfolgerrolle. Vierter wurde erneut Jörg Conrad, der mit diesem Ergebnis knapp seinen Meistertitel in trockene Tücher brachte. Auf Rang fünf landete Marc Leitmann.

In der Meisterschaft war es bis zum Ende spannend. Als Zweiter hätte Bastian Bense die Meisterschale in den Händen halten können. Doch so musste er sich hinter Jörg Conrad, mit dem Vizetitel begnügen. Gesamtdritter wurde Willi Trimborn.

Tageswertung ADAC Getriebe Gentlemen:
1. Joachim Steck (40 Punkte)
2. Bastian Bense (34 Punkte)
3. Marko Strehling (32 Punkte)
4. Jörg Conrad (30 Punkte)
5. Willi Trimborn (29 Punkte)

Mit der Veranstaltung in Liedolsheim ging eine aufregende Saison des Westdeutschen ADAC Kart Cup zu Ende. Die besten Teilnehmer dürfen sich nun auf den traditionsreichen ADAC Bundesendlauf freuen. Dieser findet am 11. und 12. Oktober auf der Kartbahn in Templin statt.

Alle Ergebnisse finden Sie hier..

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