Weiteres Deutsches WSK-Podium in Lonato

Sebastian Riedel fährt in OK-N Junior auf Platz drei

9. März 2026, 11:12
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: Sportinphoto
Weiteres Deutsches WSK-Podium in Lonato

Mit dem vierten Lauf der WSK Super Master Series erreichte die internationale Kartelite am vergangenen Wochenende das vorletzte Kapitel der Saison. Auf der traditionsreichen Strecke von South Garda Karting gingen 375 Fahrer aus 60 Nationen an den Start. Nach intensiven Qualifyings, insgesamt 44 Heats sowie spannenden Prefinals und Finals wurde die Meisterschaft im Titelkampf weiter zugespitzt – während aus deutscher Sicht besonders Sebastian Riedel mit einem Podestplatz überzeugte.

KZ2: Orlov nutzt Chance – Schleimer nahe an den Top Ten

In der Königsklasse der Schaltkarts setzte Senna Van Walstijn zunächst die Bestmarke im Qualifying und dominierte anschließend die Heats mit drei Siegen. Auch im Prefinale-A blieb der Niederländer vorne, während Max Orlov das zweite Prefinale gewann. Im Finale kam es dann zur Wende: Van Walstijn zögerte am Start minimal, Orlov nutzte die Chance und übernahm sofort die Führung. Der Russe kontrollierte anschließend das Rennen bis ins Ziel und gewann vor Danilo Albanese und Marek Skrivan. Viktor Gustafsson und Emilien Denner komplettierten die Top-Fünf.

Aus deutscher Sicht zeigte Maximilian Schleimer eine starke Vorstellung. Nach Rang sechs im Ranking der Prefinals kämpfte er im Finale im Spitzenfeld mit, wurde jedoch nach einer Fünf-Sekunden-Strafe auf Platz elf zurückgestuft. Eric Wess beendete das Rennen auf Rang 25. Manuel Kastl und Karl Lukaschewsky verpassten zuvor den Finaleinzug.

OK: Manach triumphiert – Kornder mit Rückschlag

In der OK-Kategorie präsentierte sich Devin Walz im Qualifying als Schnellster, während in den Heats mehrere Fahrer Siege einfuhren. Besonders konstant zeigte sich Luke Kornder, der gleich drei Heats gewann und damit zu den Favoriten für die Finalphase gehörte.

Die Prefinals gingen an William Calleja und Benjamin Manach. Im entscheidenden Endlauf setzte sich schließlich der Spanier Manach durch. Hinter ihm fuhr Valerio Viapiana auf Rang zwei, während Lev Krutogolov mit einer starken Aufholjagd bis auf Platz drei nach vorne kam. Jindrich Pesl und Andrea Manni komplettierten die Top-Fünf.

Für Luke Kornder verlief der Sonntag dagegen unglücklich: Nach einem Ausfall im Prefinale musste er das Finale aus den hinteren Reihen aufnehmen und wurde letztlich 20. Die weiteren deutschen Fahrer Amin Kara Osman, Jan Schwarzer, Lias Ebersdobler und Joelina Denzel verpassten dagegen den Einzug ins Finale.

OK Junior: Miron Lorente gewinnt turbulentes Finale

In der OK Junior setzte Daniel Miron Lorente im Qualifying die Bestzeit und blieb auch in den Heats vorne dabei. Das Prefinale-A gewann Remigiusz Samczyk, während Antonio Pizzonia das zweite Prefinale für sich entschied.

Das Finale musste nach einem Startunfall zunächst unterbrochen werden, ehe ein intensiver Kampf um den Sieg entbrannte. Am Ende setzte sich Miron Lorente knapp gegen Matvei Dergunov und Gioele Girardello durch. Henri-Constant Kumpen und Zdenek Babicek folgten auf den weiteren Plätzen. Trotz Rang neun behauptete Antonio Pizzonia weiterhin die Führung in der Meisterschaft.

Aus deutscher Sicht blieb ein Finaleinzug aus: Tiberius Müller und Max Felde schafften den Sprung unter die besten 36 nicht.

MINI U10: Burgess baut Tabellenführung aus

Bei den jüngsten Fahrern entwickelte sich ein enger Kampf um den Sieg. Nach den Prefinalsiegen von Max Zvarich und Blake Hsueh setzte sich im Finale schließlich Meisterschaftsleader Zayne Burgess durch. In einem packenden Sprintduell verwies er Zvarich und Hsueh auf die Plätze zwei und drei. Jack Fynn Wolff und Denver Bos komplettierten die Top-Fünf.

Ben Bernhard erreichte nach Rang 32 in den Prefinals das Finale und beendete dieses schließlich auf Position 34.

MINI Gr.3: Frigerio feiert ersten WSK-Sieg – Titz mit Aufholjagd

In der MINI Gr.3 setzte Nahyl El Gahoudi zunächst mit der Pole-Position ein Ausrufezeichen und gehörte auch in den Heats zu den stärksten Fahrern. Die Prefinals gewannen Theo Steindal und Filippo Frigerio.

Im Finale zeigte Frigerio eine starke Leistung und sicherte sich seinen ersten Sieg in der WSK Super Master Series. Hinter ihm folgten Daniel Ferguson und Wynn Godschalk, der sich mit einer spektakulären Aufholjagd vom Ende des Feldes auf das Podium vorkämpfte. Abraham Schelvis Moron und Matteo Garcia rundeten die Top-Fünf ab.

Devin Titz musste ein schwieriges Wochenende bewältigen. Nach Rang 35 im Ranking der Prefinals schaffte er nur knapp den Finaleinzug, zeigte dort jedoch eine beeindruckende Aufholjagd und fuhr bis auf Platz neun nach vorne. In der Meisterschaft rangiert er damit ebenfalls auf Position neun.

OK-N Junior: Perico bleibt ungeschlagen – Riedel glänzt mit Podium

Die OK-N Junior blieb fest in der Hand von Niccolò Perico. Der Italiener dominierte bereits die Heats mit drei Siegen, gewann anschließend Prefinale-A und machte mit dem Finalsieg seinen vierten Triumph in Folge perfekt. Damit sicherte er sich vorzeitig den Gesamtsieg der Serie. Hinter ihm folgten Luigi D’Ascoli und der Deutsche Sebastian Riedel, der mit Rang drei das beste deutsche Ergebnis des Wochenendes einfuhr.

Henri Möhring bestätigte ebenfalls seine starke Form und wurde Fünfter. Milan Rossi und Edin Keserovic wurden nach Spoilerstrafen auf die Plätze 21 und 30 zurückversetzt, während Patrick Ray Reinert als 31. ins Ziel kam. Nick Ried verpasste leider den Finaleinzug knapp.

Mit packenden Rennen und einem internationalen Teilnehmerfeld setzte Lonato einen weiteren Höhepunkt der Saison. Die Entscheidung in der WSK Super Master Series fällt nun beim großen Finale vom 18. bis 22. März in Franciacorta, wo die letzten Meisterschaftspunkte vergeben werden.