Deutsches Podium beim WSK Super Master Series-Auftakt

Sebastian Riedel wird Dritter bei den OK-N Junior

25. Januar 2026, 20:17
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: WSK
Deutsches Podium beim WSK Super Master Series-Auftakt

Mit einem hochklassigen und international besetzten Teilnehmerfeld startete die WSK Super Master Series in die neue Saison. Beim Auftakt auf dem International Circuit La Conca in Muro Leccese gingen rund 300 Fahrer aus 59 Nationen an den Start. Nach intensiven drei Tagen zeigten die deutschen Schützlinge eine gute Vorstellung, mit vier Top-Ten-Ergebnissen in den Finals.

KZ2: Max Orlov setzt frühes Meisterschaftsstatement

In der Königsklasse der Schaltkarts zeigte Max Orlov im Finale eine kontrollierte und reife Leistung. Zwar konnte sich der Russe nach dem Start nicht sofort entscheidend absetzen, doch im weiteren Rennverlauf erhöhte er konsequent das Tempo. Jayden Thien arbeitete sich auf Rang zwei nach vorne, während Dion Van Werven und Alex Maragliano im Kampf um die Podestplätze wechselnde Rollen spielten. Am Ende gewann Orlov souverän mit 3,35 Sekunden Vorsprung vor Thien und Van Werven. Aus deutscher Sicht überzeugte Manuel Kastl mit Platz fünf, Eric Wees beendete das Rennen auf Rang zehn, Manuel Lettner wurde 21.

OK Junior: Antonio Pizzonia nicht zu stoppen

Von der Pole-Position aus diktierte Antonio Pizzonia auch im Finale der OK Junior das Geschehen. Der Brasilianer kontrollierte das Rennen an der Spitze und baute seinen Vorsprung konstant aus. Trotz Positionskämpfen im Verfolgerfeld ließ Pizzonia nichts anbrennen und sicherte sich den Sieg vor Many Nuvolini und Will Green. Die deutschen Farben vertrat Max Felde, der sich im Finale vom 34. Startplatz bis auf Rang 28 nach vorne arbeitete. Tiberius Müller verpasste den Finaleinzug.

OK-N Junior: Sebastian Riedel fährt stark aufs Podium

Eine starke Vorstellung zeigte Sebastian Riedel (KR/IAME) in der OK-N Junior. Nach einem konstant schnellen Wochenende startete der Deutsche von Position fünf ins Finale und kämpfte sich mit einer fehlerfreien Leistung bis auf Platz drei vor. Der Sieg ging an den dominierenden Niccolò Perico, der das Rennen klar vor Leo Laitinen gewann. Riedels Podestplatz bedeutete zugleich das beste deutsche Ergebnis des Wochenendes.

MINI U10: Fotofinish entscheidet dramatisches Finale

Für Hochspannung sorgte das Finale der MINI U10. Nach zahlreichen Positionswechseln in der Schlussphase fiel die Entscheidung erst im Zielstrich-Fotofinish. Zayne Burgess setzte sich hauchdünn mit 0,031 Sekunden Vorsprung vor Oliver Weytjens durch. Sasha Miras y Munoz, der lange geführt hatte, komplettierte das Podium. Mehrere Zeitstrafen im Feld sorgten zusätzlich für Bewegung im Endklassement.

MINI Gr.3: El Gahoudi behält die Nerven

Nach einer turbulenten Startphase und einigen Ausfällen übernahm Nahyl El Gahoudi (Parolin/IAME) früh die Kontrolle im MINI-Gr.3-Finale. Trotz großem Druck von Filippo Frigerio behauptete er sich bis zur Ziellinie und gewann knapp. Aus deutscher Sicht zeigte Devin Titz eine beeindruckende Aufholjagd: Nach Rang 30 im Qualifying kämpfte er sich bis auf Startplatz zwölf vor, fiel nach einer Kollision zunächst zurück und beendete das Finale dennoch stark auf Platz sieben.

OK: Krutoholov siegt nach Zeitstrafe

Im OK-Finale entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch an der Spitze. James Anagnostiadis überquerte zunächst als Erster die Ziellinie, erhielt jedoch nachträglich eine Front-Fiaring-Strafe. Damit ging der Sieg an Lev Krutoholov, gefolgt von Zac Drummond und Jindrich Pesl. Die deutschen Fahrer Amin Kara Osman und Luke Kornder zeigten starke Aufholjagden im Verlauf des Wochenendes. Osman war nach einem schwierigen Zeittraining nur 81. Legte im Anschluss aber ein starkes Comeback hin und war vor dem Finale 28. In Endlauf reichte es dann zu Position 33. Kornder verpasste als 40. den Einzug ins Finale.

Insgesamt präsentierten sich die deutschen Fahrer in La Conca in guter Form: Vier Top-Ten-Ergebnisse, darunter ein Podestplatz, unterstreichen den gelungenen Saisonstart aus deutscher Sicht. Der Blick richtet sich nun bereits nach vorne: Die WSK Super Master Series setzt ihre Saison Anfang Februar in Sarno fort, wo die nächsten wichtigen Meisterschaftspunkte vergeben werden.