Deutsche Sensation beim WSK-Finale in Sarno

Hannes Janker schreibt als Gesamtsieger Geschichte

8. April 2018, 21:21 | Autor: Fast Media - Luca Köster
Deutsche Sensation beim WSK-Finale in Sarno

Auf dem International Circuit Napoli läutete die WSK Super Master Series am vergangenen Wochenende die heiße Phase der Meisterschaft ein. 269 Fahrerinnen und Fahrer machten sich dazu auf den Weg in Richtung der italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecke. In den einzelnen Kategorien duellierten sich die Piloten bis auf das Letzte. Aus deutscher Sicht sorgte Hannes Janker dabei für Furore. Als Gesamtsieger bei den OK Senioren trug sich der Bayer am Abend in die Geschichtsbücher ein.

Gewöhnlich früh startete die WSK Super Master Series in ihre Saison. Nach dem Auftaktevent im italienischen Adria Anfang Februar ging es weiter nach La Conca, woraufhin mit einer Doppelveranstaltung in Sarno der Endspurt in den einzelnen Klassements eingeleitet wurde. Am zurückliegenden Wochenende bekamen die Zuschauer dabei eindrucksvolle Rennen zu Gesicht und sahen am Ende die neuen Titelkandidaten in den Kategorien Mini 60, OK Junior, OK und KZ2. Das hochkarätig besetzte Kräftemessen nahmen auch insgesamt sechs deutsche Fahrer in Angriff und wussten dabei durchweg von sich zu überzeugen.

Das Renngeschehen bei den jungen Wilden in der Mini 60-Klasse war fest in der Hand von Martinius Stenshorne (Parolin-TM). Kontinuierlich hielt sich der Youngster an der Spitze des Feldes und setze seiner perfekten Performance mit dem Sieg im Finale das i-Tüpfelchen auf. Als Gesamtsieger klassierte sich der Parolin-Pilot so vor Tymoteusz Kucharczyk (Parolin-TM) und Andrea Kimi Antonelli (Energy-TM) auf den Plätzen zwei und drei in der Meisterschaft.

Mit 84 Akteuren war die OK Junior-Kategorie in Sarno am stärksten besetzt. Das Finale konnte dort Paul Aron (FA Kart-Vortex) vor Gabriel Bortoleto (CRG-Parilla) für sich entscheiden. Im Gesamtklassement brillierte letztlich jedoch Gabriele Mini (Parolin-Parilla) mit einem haudünnen Vorsprung vor dem schnellen Bortoleto. Als Dritter klassierte sich Tagessieger Aron.

Josh Dufek (Exprit-TM) ging als Solist aus Deutschland an den Start und lieferte dabei eine Glanzleistung ab. Nach dem Qualifying noch auf Rang 16 kämpfte sich der Youngster in den Rennen toll nach vorne und rundete seine erfolgreiche Vorstellung letztlich mit einem eindrucksvollen achten Platz im Finale ab.

Besonders spannend bahnten sich die Rennen der 75 OK-Piloten an. Hannes Janker (Kart Republic-Parilla) aus Röthenbach ging dort nach sensationellen Rennen zu Saisonbeginn als absoluter Siegesfavorit an den Start und wurde seiner Rolle im Laufe des Wochenendes mehr als gerecht. Im Zeittraining musste sich der 20-jährige noch von Zane Maloney (FA Kart-Vortex) geschlagen geben. Doch danach zeigte sich der TB Motorsport-Pilot in seinem Element. Nach einem Sieg im Prefinale entschied der Bayer auch das Finale für sich. Als erster deutscher Gesamtsieger der WSK Super Master-Series schrieb Hannes Janker so mit seinem Team Geschichte. Meisterschaftszweiter wurde Nicklas Nielsen (Tony Kart-Vortex) vom KSM Schumacher Racing Team vor Jonny Edgar (Exprit-TM).

Neben Hannes Janker waren noch drei weitere deutsche Hoffnungsträger bei den OK am Start. Hugo Sasse (Kart Republic-Parilla) legte als 18. im Zeittraining gut vor, schaffte es am Ende aber bedauerlicherweise nicht in das Finale. Auch Luca Maisch (Kart Republic-Parilla) und Valentino Fritsch (Birel-TM) hatten weniger Glück und mussten vorzeitig aufgeben.

Auch die 33 Fahrer im KZ2-Klassement brachten in Sarno hochkarätige Kartsport-Action hervor. Mit der Pole-Position gelang Matteo Vigano (Tony Kart-Vortex) ein perfekter Start ins Geschehen. Zum Finale nahm jedoch ein anderes bekanntes Gesicht das Zepter in die Hand. Routinier Marco Ardigo (Tony Kart-Vortex) raste zum Sieg und ergatterte so ebenfalls den WSK-Gesamttitel. Als Zweiter reihte sich Alex Irlando (Sodi Kart-TM) vor Paolo de Conto (CRG-TM) auf dem dritten Tabellenplatz ein.

Maximilian Paul (DR-Modena) ging als deutscher Einzelkämpfer auf die Reise und legte einen tollen Aufwärtstrend hin. Als 16. nach  dem Zeittraining gab der Sachse in den Wertungsläufen Vollgas und schaffte es letztlich als Achter bis in die hart umkämpften Top-Ten nach vorne.

 

 

 

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