18. April 2016, 21:46 | Autor: Markus Lehner

Der Startschuss zur Schweizer Kart-Meisterschaft erfolgt am 23./24. April in Pavia südlich von Mailand. Fünf Klassen sind ausgeschrieben. Zwei der insgesamt sechs Meisterschaftrennen 2016 werden in der Schweiz stattfinden.

Die Schweizer Kart-Meisterschaft startet am Wochenende des 23./24. April in die Saison 2016. Gefahren wird auf der international renommierten Strecke Sete Laghi bei Pavia, nur eine Autostunde von der Schweizer Grenze bei Chiasso entfernt. 75 Fahrer und Fahrerinnen werden in den fünf Klassen um die ersten Meisterschaftspunkte kämpfen.

6 Rennen in der Schweiz, Italien und Frankreich

Im Unterschied zum Auto- und Motorradbereich sind Kart-Rennen auf abgeschlossenen Rennstrecken in der Schweiz erlaubt. Deshalb können zwei der sechs Meisterschaftsläufe auf helvetischen Boden bestritten werden. Das für Kart-Rennen hervorragend geeignete TCS-Trainingsgelände in Lignières (auf dem Plateau de Diesse oberhalb von Neuchâtel) wird die Kart-SM zwei Mal beherbergen. Die restlichen drei Rennen finden in Frankreich statt. Während Mirécourt und Vesoul längere Anreisewege benötigen, befindet sich Lévier nur 30 Autominuten von der Schweizer Grenze bei Pontarlier entfernt.

Die 5 Kategorien der Schweizer Kart Meisterschaft 2016:

– KZ2 125 ccm, (6-Gangschaltung)
– Iame X30 Challenge (125 ccm, Fliehkraftkupplung)
– Iame X30 Junior (neu, 125 ccm, Fliehkraftkupplung)
– OK Senior (neu, 125 ccm, Direktantrieb)
– Super Mini (60 ccm, Fliehkraftkupplung, Jugend)

KZ2: Die Königsklasse

125 ccm, 6 Gänge, bis zu 48 PS bei mind. 175 kg: Die mit Gangschaltung ausgerüsteten KZ2-Karts gelten als die Königsklasse im Kart-Sport. Die je nach Strecke über 160 km/h schnellen, äusserst aggressiven Flitzer, stellen nicht nur an das Fahrkönnen, sondern auch konditionell und technisch hohe Ansprüche an Fahrer und Techniker. Als einzige Kart-Klasse wird in der KZ2-Klasse der Start mit stehenden Fahrzeugen durchgeführt. Den Schweizer Meister-Titel 2015 holte sich Shaun Vogel (CRG-Maxter).

Iame X30 Challenge: Hohe Leistungsdichte

In keiner anderen Meisterschafts-Kategorie ist die Leistungsdichte so hoch. Alle Fahrer sind mit identischen, knapp 30 PS starken Motoren ausgestattet (Iame X30). Das Chassis kann frei gewählt werden. Das Minimalgewicht von Fahrzeug inklusive Fahrer und Ausrüstung muss wegen der Chancengleichheit 162 kg betragen. Die Rennen der X30 Challenge zählen wegen der technischen Ausgeglichenheit zu den spannendsten der SM-Serie. Den Schweizer Meister-Titel 2015 holte sich Fabio Scherer (Top-Kart).

Iame X30 Junior: Vorstufe für die X30 Challenge

Die X30-Junioren sind in dieser Saison erstmals in die offizielle Kart-Meisterschaft integriert. Das Material und das Reglement sind grundsätzlich identisch wie dasjenige in der X30 Challenge, die Fahrer sind jedoch maximal 15 Jahre alt, und die Motorleistung wurde mit Restriktoren abgesenkt. Das Minimalgewicht liegt dafür mit 145 kg deutlich tiefer.

OK-Serie: Das Sprungbrett zur internationalen Karriere?

Die 2016 neu lancierte Serie mit streng limitierten Motoren soll mittelfristig als Sprungbrett für Fahrer dienen, die eine internationale Karriere anstreben. Im Unterschied zur gestrichenen KF3-Klasse sollen dank den wesentlich geringeren Tuningmöglichkeiten die Kosten gesenkt werden. Diese Karts verfügen weder über eine Freilaufkupplung noch einen Elektrostarter, sie müssen also wie in früheren Kart-Epochen von Hand angeschoben werden.

Super Mini: Väter und Söhne

Hier rasen die Hoffnungen der Zukunft (ab 8 Jahren). Mit den rund 12 bis 15 PS starken 60ccm-Motörchen erzielen die Nachwuchspiloten erstaunliche Rundenzeiten. Für emotionale Hochspannung sorgen nicht zuletzt auch die Väter (und Mütter), die am Pistenrand mit ihren Sprösslingen mitfiebern. Den Schweizer Meister-Titel 2015 holte sich Mike Müller (Swiss Hutless-TM). Müller wird 2016 in der Kategorie Iame X30 Junior antreten.