15. September 2020, 9:53 | Autor: Fast-Media | Gabriel Streitmatter - Björn Niemann

Youngster verpasst knapp die Top-Fünf beim EM-Finale

Zum letzten Saisonlauf der FIA Kart Europameisterschaft versammelte sich die Weltelite des Kartsports am vergangenen Wochenende im bayrischen Wackersdorf. Mit dabei auf der 1.190 Meter langen Strecke des Prokart Raceland war auch der 13-jährige Maxim Rehm, der als bester deutscher Fahrer für Aufsehen sorgte.

Nach Europameisterschaftsläufen in Spanien und Italien, reiste Maxim Rehm nun zum Finale in die Oberpfalz. Das Prokart Raceland in Wackersdorf begrüßte 140 Fahrerinnen und Fahrer aus aller Welt. Maxims Zielsetzung war schon vor dem Wochenende klar, er wollte auf heimischem Boden für eine Überraschung sorgen. Bei bestem Sommerwetter gelang das bereits im Zeittraining, in seiner Gruppe wurde er dritter, in der Gesamtwertung reicht es dann zu Position 13 – sein bisher bestes Saisonergebnis.

Doch das war dem Youngster lange nicht genug, in den darauffolgenden Vorläufen verbesserte er sich stetig. Bereits im ersten Lauf kam er als Sechster ins Ziel, fiel aber durch eine Spoilerstrafe auf Rang 14 zurück. Davon ließ er sich jedoch nicht beirren, wurde Siebter im zweiten Lauf und startete dann richtig durch. Maxim zeigte was in ihm steckt, mit zwei Siegen brachte er sich in eine Favoritenrolle und war das gesamte Wochenende der beste deutsche Fahrer im Feld. Im fünften und letzten Heat am Sonntagmorgen erreichte Maxim nach harten Kämpfen gegen den späteren Europameister den dritten Rang und qualifizierte sich damit problemlos auf Platz sieben für das Finale – ohne die Spoilerstrafe am Samstagmorgen wäre er sogar fünfter gewesen.

Die guten Leistungen ließen den Lokalmatador im Finale auf eine Top-Platzierung hoffen und der Start war auch viel versprechend. Der Fahrer aus dem Tony-Kart-Werksteam setzte er sich in der Spitzengruppe fest und kämpfte hart um den Einzug in die Top-Fünf. Die gesamten 21 Rennrunden waren geprägt durch packende Duelle in der Spitzengruppe. Maxim verlor dabei jedoch etwas an Boden und musste auf den letzten Metern einen Rückschlag verkraften. Bei einer kleinen Kollision mit einem Mitstreiter geriet er auf die Wiese und rutschte letztlich noch bis auf Rang elf ab.

„Wir hatten dieses Wochenende eine fantastische Pace. In den Heats habe ich meine Siegfähigkeit unterstrichen. Es hat extrem viel Spaß gemacht auf Augenhöhe mit den weltbesten Kartfahrern zu kämpfen. Leider habe ich im Finale das Momentum verpasst um ums Podium mitzukämpfen, doch ich bin zuversichtlich meine gute Form beim nächsten Rennen fortzusetzen“, fasste Maxim sein Wochenende zusammen.

Direkt aus Wackersdorf reiste Maxim wieder weiter nach Italien, wo er bereits ab Dienstag wieder im Kart sitzt. Dann findet auf dem South Garda Circuit eine Doppelveranstaltung der WSK Euro Series statt.