14. September 2020, 21:30 | Autor: Fast-Media | Björn Niemann

Neun erfolgreiche Jahre gingen in Wackersdorf zu Ende

Bereits seit einigen Wochen konzentriert sich Hugo Sasse voll auf seine Sportwagen-Karriere und hatte Mitte August auf dem Nürburgring sein Renndebüt in der ADAC GT4 Germany. Nur eine Woche später wurde er jüngster Pilot eines Bentley Continental GT3 welchen er im Rahmen des GTC Race auf dem Lausitzring pilotierte. Doch nun stand beim Finale der Europameisterschaft nochmals der Kartsport im Mittelpunkt. Auf heimischem Boden in Wackersdorf fanden die finalen Rennen des Jahres statt.

„Nach solch einer langen Zeit, nun zum letzten Mal auf der Kartbahn zu sein, ist schon ein komisches Gefühl. Aber es warten nun neue Herausforderungen auf mich, die ich gerne annehme. Ein großer Dank an meine Wegbegleiter in den vergangenen Jahren. Vor allem Reinhold Meier, Thomas Braumüller und Marco Parolin die mich als Teamchefs begleitet haben“, erklärt der 16-jährige Sachsen-Anhalter. Die Erfolge der vergangenen neun Jahre können sich auf jeden Fall sehen lassen. Hugo gewann zahlreiche internationale und nationale Rennen, wurde zweimal Deutscher Vize-Kart-Meister und gehörte für mehrere Jahre zur deutschen Spitze im internationalen Kartsport.

Doch seine Körpergröße machte es zuletzt schwer an die alten Erfolge anzuknüpfen. „Mein Schwerpunkt liegt so weit oben, wodurch ich einen großen Nachteil zur Konkurrenz habe“, erklärte Hugo. Trotzdem ließ er sich das Finale der Kart Europameisterschaft auf heimischem Boden in Wackersdorf nicht nehmen. 140 Fahrerinnen und Fahrer aus aller Welt gingen an den Start und sorgten bei bestem Wetter für aufregenden Kartsport.

Wie zuletzt trat Hugo für den italienischen Hersteller Parolin an und kämpfte in insgesamt vier Vorläufen um den Finaleinzug. Am Ende fehlte Hugo nur ein Quäntchen mehr Glück zum Sprung in das Finale der 36 besten Fahrerinnen und Fahrer. Punktgleich mit dem 36. entschied letztlich das bessere Zeittrainingsergebnis über die Qualifikation. „Das war etwas enttäuschend. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr rutsche ich so knapp am Endlauf vorbei“, ergänzte er im Interview.

Lange in Erinnerungen schwelgen braucht Hugo aber nicht. Schon am kommenden Wochenende geht es für ihn im Sportwagen weiter. Auf dem Hockenheimring tritt er wieder mit einem Audi R8 LMS GT4 in der ADAC GT4 Germany an. Im Team von T3 Motorsport/HRT möchte der Schützling aus dem Kader der ADAC Stiftung Sport um die Top-Ten-Plätze kämpfen.