23. September 2014, 7:45 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Der Thüringer Jannes Fittje zeigte am vergangenen Wochenende eine herausragende Leistung. Bei der Junioren Kart Weltmeisterschaft im französischen Essay behauptete er sich gegen starke Konkurrenz und beendete die Rennen als beeindruckender Achter.

Die Kart Weltmeisterschaft ist in jedem Jahr ein Highlight und begrüßte auch in diesmal wieder die besten Pilotinnen und Piloten aus aller Welt. Insgesamt traten 89 Teilnehmer aus 27 Nationen gegeneinander an, darunter war auch Nachwuchspilot Jannes Fittje aus Langenhain.

Unter der Betreuung des KSB Racing Teams aus Österreich verliefen die freien Trainings sehr viel versprechend. Am Freitagmorgen verzeichnete Jannes die zweitschnellste Zeit und blickte hoffnungsvoll Richtung Zeittraining: „Ich hoffe meine Zeit zu wiederholen. Das Feld hängt sehr eng zusammen, da zählt jede einzelne Position.“

Doch alles kam anderes: Im Qualifying fehlte dem Youngster die nötige Performance und er wurde nur als 56. gewertet, die Enttäuschung war entsprechend groß: „Nun wird es verdammt schwer, das gesamte Feld liegt innerhalb einer Sekunden.“ Auch die folgenden Vorläufe verliefen nicht deutlich besser. Das Team steckte aber den Kopf nicht in den Sand und löste zum dritten von fünf Heats die Probleme. Jannes fand zu gewohnter Stärke und verbesserte sich jeweils aus der 19. Startposition auf die Rängen 13, zwölf und acht. In der Endabrechnung belegte er den 38. Platz und hoffte nun auf das Pre-Finale. „Gleich muss ich mindestens 17. werden um den Einzug in das Finale zu schaffen“, erklärte der Förderpilot des ADAC Hessen-Thüringen e.V.

Erneut aus der 19. Startposition setzte Jannes auf nasser Strecke seine beeindruckende Fahrt fort. Mit hoher Präzession und großem fahrerischen Geschick säumte er als hervorragender Siebter den Zielstrich und schaffte die sichere Qualifikation zum Finale. Dieses sorgte jedoch schon vor dem Start für Kopfschmerzen bei Fahrer und Team. Eine abtrocknende Strecke macht die Wahl des richtigen Reifens zur Lotterie. Am Ende entschied sich Jannes, wie die meisten anderen Fahrer, für Regenreifen und lag damit goldrichtig.

Der Start in das Rennen verlief jedoch ungewohnt schlecht, nur als 26. kam der Kosmic-Kart-Pilot aus der ersten Rennrunde zurück. Aber auch diesmal zeigte Jannes sein Kämpferherz. Nach nur vier Runden war er schon 13. und verbesserte sich bis zum Fallen der Zielflagge noch auf den beeindruckenden achten Platz. „Wow, was für ein Rennen. Nach dem Zeittraining hatte ich damit nicht gerechnet. Es macht mich stolz, dass wir als kleines Team gegen die starke Konkurrenz aus Werkspiloten standhalten konnten. Ein großer Dank an das KSB Racing Team, Andy Münch, meinen Mechaniker Ralf Braaz und unseren Motorentuner one engines“, fasste Jannes abschließend zusammen.