5. September 2014, 12:08 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Auf dem PFi Circuit in Brandon (England) fand am vergangenen Wochenende das Finale der CIK-FIA KF Junior Europameisterschaft statt. ADAC Stiftung Sport-Förderpilot David Beckmann zeigte eine hervorragenden Leistung und mischte ganz vorne mit. Die EM schloss er als Gesamtfünfter ab, dabei wäre für den Hagener noch mehr möglich gewesen.

Schon am Donnerstag standen für David Beckmann die ersten freien Trainings auf der 1.382 Meter langen Strecke auf dem Programm. Die Zeiten passten, entsprechend zuversichtlich blickte der Tony Kart-Pilot dem Zeittraining entgegen: „Bis jetzt schaut es für uns gut aus, das gilt es nun im Zeittraining umzusetzen.“

Dabei hielt der Wettergott aber eine besondere Überraschung bereit. Während es in freien Trainings durchgängig trocken war, sorgten Regenschauer für neue Bedingungen im Qualifying. David zeigte sich davon aber unbeeindruckt und fuhr die Bestzeit im 56-Mann starken Junioren Feld. „Wow, ein super Ergebnis. Ich bin im Regen direkt sehr gut zurecht gekommen und freue mich riesig über die Bestzeit“, strahlte der Youngster im Ziel.

Auch in den vier Vorläufen – bei nun trockenen Bedingungen – etablierte sich David an der Spitze. Zwei Siege und zwei zweite Plätze gingen auf das Konto des Youngsters, damit verteidigte er seine Pole-Position. „Ich habe heute bewiesen, dass wir sowohl bei Regen, als auch trockenen Bedingungen zu den Schnellsten gehörten“, freute er sich

Im Pre-Finale nutzte David seine perfekte Ausgangslage und führte das Rennen über weite Strecken an. Erst zwei Runden vor Rennende musste er seinen direkten Verfolger und späteren Europameister ziehen lassen. Mit Rang zwei stand David im großen Finale trotzdem in der ersten Startreihe und verteidigte während des Starts seine Position. In einem packenden Dreikampf duellierten sich die Fahrer um den Sieg. Kurz vor Rennmitte kam es jedoch zu einer Kollision. David´s Verfolger fuhr ihm mit hoher Geschwindigkeit auf sein Kart, wobei der Auspuff des Deutschen beschädigt wurde. Bis zum Rennende versuchte er alles seine Verfolger in Schach zu halten, doch drei Fahrer musste er ziehen lassen. Als Fünfter war er im Ziel natürlich etwas enttäuscht: „Du kämpfst das gesamte Wochenende um in diesem einen Rennen ganz vorne zu stehen und dann verliert man durch solch eine Aktion eines Gegners alle Chancen. Durch den Defekt am Auspuff habe ich drastisch Motorleistung verloren, Platz fünf war dadurch noch zufriedenstellend, trotzdem habe ich einen möglichen Titel in der Europameisterschaft verloren.“

In der Gesamtwertung reichte es für David ebenfalls zu einem fünften Rang, mit nur drei Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten. Ungeachtet des Pechs im Finale fiel sein Resümee trotzdem zufrieden aus: „Ich habe dieses Wochenende wieder einmal mein Können bewiesen. Es lief bei allen Streckenbedingungen sehr gut und ich war immer der schnellste Fahrer aus Deutschland. Ein großer Dank an mein Team und meine Förderer für die hervorragende Unterstützung.“

Bereits in zwei Wochen geht es für David weiter, dann startet er beim vorletzten Saisonrennen der Deutschen Junioren Kart Meisterschaft auf dem Erftlandring in Kerpen. Auf seiner Heimstrecke hofft David auf einen weiteren Erfolg.