14. September 2015, 20:59 | Autor: Niklas Koch

Zum Saisonfinale des Westdeutschen ADAC Kart Cup auf dem Odenwaldring in Schaafheim reiste der Crumstädter Niklas Koch mit seinem SRT-Team bereits am Freitagnachmittag an. Obwohl es sich hierbei um Niklas‘ „Hausstrecke“ handelt, fuhr Niklas vor zwei Jahren das letzte Mal auf dieser Bahn.  Also galt es bis zum Rennsonntag ein passendes Setup herauszufahren.

Bei trockenen Bedingungen testete der Vierzehnjährige mit seinem Mechaniker verschiedene Einstellungen, bis man sich am Samstagabend für den Rennsonntag in der Klasse der X30 Junioren gerüstet sah. Das freie Training am Sonntagmorgen fand nach dem Regen der Nacht noch auf feuchter Strecke statt, doch bis zum Qualifying trocknete die Fahrbahn ab und Niklas belegt mit einer Zehntelsekunde Rückstand den zweiten Platz. Damit waren Niklas und Teamchef Andres Nittel sehr zufrieden.

Im Rennen folgte dann eine kleine Sensation. Während die drei Erstplatzierten des Qualifying ihre Positionen nach dem Start behaupten konnten, setzten sich diese Drei im Verlaufe des ersten Rennens vom Rest des Feldes ab. Der junge Kartpilot machte Druck auf den Führenden und konnte sich selbst etwas Luft auf seinen Verfolger verschaffen. Sechs Runden vor Schluss gestikulierte Niklas zu seinem Mechaniker in Richtung Bremse. Doch Andreas Nittel wusste damit nichts anzufangen, zumal der Crumstädter mit dem Minimalrückstand von vier Zehntelsekunden als Zweiter abgewunken wurde. Erst nach der Zieldurchfahrt stellte Niklas und sein Team fest, dass Niklas‘ Kart  sechs Runden vor Schluss die rechten Bremsbeläge verloren hatte und Niklas nur noch mit dem Metall bremsen konnte. Andreas Nittel war zunächst einfach ohne Worte, wie Niklas trotz diesem enormen Handicap bis zum Schluss den Anschluss an den späteren Sieger halten konnte. Und so ganz nebenbei ist Niklas auch noch die schnellste Rennrunde gefahren. „Das war eine grandiose Leistung“, fand der Teamchef später seine Worte wieder.

Vor dem zweiten Rennen hatte es geregnet. Doch kurz vor Schließen des Neustarts entschieden Niklas und sein Team, dennoch auf Slicks raus zu fahren. Nach dem Start konnten sich Niklas und der Polesetter vom restlichen Feld absetzen. Während der Führende aber im Verlauf des Rennens kräftig Gas gab, fuhr Niklas bei diesen feuchten Bedingungen sicher seinen zweiten Platz nach Hause und hatte am Ende zehn Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten. Somit festigte Niklas seinen vierten Platz in der Meisterschaft des WAKC und hat mit diesem Lauf, der auch zum KCT-ADAC-Pokal zählt, die Führung in dieser Meisterschaft übernommen. Die Qualifikation zum ADAC Bundesendlauf am 10./11. Oktober 2015 in Bopfingen hat der Crumstädter somit locker in der Tasche.

Doch bis es soweit ist, bestreitet Niklas am kommenden Wochenende das Finale des ADAC Kart Masters in Wackersdorf, um nur dann eine Woche später in der Motorsportarena in Oschersleben beim Finale des ADAC Kart Cup eine Platzierung unter den Top Ten einzufahren. Zurzeit liegt er in diesem starken nationalen Feld auf Platz neu der Meisterschaftswertung.