11. April 2016, 18:07 | Autor: Fast-Media - Christian A. Hoch

Sensationelle Aufholjagd trotz unglücklicher Umstände

Mit einer geballten Portion Zuversicht und Selbstvertrauen machte sich der KSM Schumacher Racing Team-Pilot Nico Hantke auf den Weg zum Saisonauftakt des Westdeutschen ADAC Kart Cup. Die Regionalserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt wurde traditionell auf dem Erftlandring in Kerpen eröffnet. Bei den Bambini blitzte erneut das fahrerische Potenzial des gebürtigen Hürthers auf, welcher einen ärgerlichen Ausfall im ersten Rennlauf mit einer überragenden Aufholjagd im zweiten kompensierte.

Die Vorzeichen vor Beginn des Zeittrainings hätten nicht besser sein können. Nico Hantke brillierte während der Saisonvorbereitung, sicherte sich unter anderem zwei Podiumsplätze auf dem 1.107 Meter langen Erftlandring, welcher die Geburtsstätte der Karrieren vom Rekordweltmeister der Formel 1 Michael Schumacher, seinem Bruder Ralf und auch vom heute aktiven Ferrari-Piloten Sebastian Vettel war.

Zusätzlich zur starken Frühform des Nachwuchsfahrers wurde das Event von sonnigen und angenehm warmen Bedingungen auf und abseits der Rennpiste begleitet – einem erfolgreichen Tag für Hantke und einem hochinteressanten für die Zuschauer neben der Strecke stand nichts im Wege.

Sichtlich beflügelt von den Erfolgen der letzten Wochen und Monate startete der Tony Kart-Pilot in das Zeittraining, welches er fast über die komplette Distanz dominierte – die Pole-Position verpasste der Hürther am Ende nur um 0,075 Sekunden. Um einen Wimpernschlag musste sich Hantke letztlich seinem Mitstreiter beugen und ging dennoch von einem tollen zweiten Platz in das erste Rennen. „Bis kurz vor Schluss lief es nahezu perfekt, meine Geschwindigkeit hat super gepasst und ich hatte ein richtig gutes Gefühl im Kart. Trotz des knappen Verpassens der Pole wusste ich, dass ich die Möglichkeit zum Sieg hatte“, beschrieb der Zwölfjährige seine Gefühlslage.

Nach dem Startschuss des ersten Rennens sicherte sich der Schützling aus dem KSM Schumacher Racing Team vom ehemaligen Formel 1 und DTM-Fahrer Ralf Schumacher die zweite Position. In den folgenden vier Runden entwickelte sich ein toller Fight mit seinem Kontrahenten um die absolute Spitzenposition – ein Highlight für die Zuschauer in Kerpen. In der fünften von insgesamt elf Runden kam es jedoch zum vorzeitigen Aus. „Mein Hinterreifen hat sich verabschiedet und ich musste mein Kart in der Wiese abstellen“, erklärte Hantke sein unglückliches Ausscheiden.

Doch davon ließ sich der junge Fahrer nicht beirren. „Den Glauben an mein Kart und an meine Fähigkeiten habe ich nicht verloren“, so Hantke. Diese Aussage spiegelte sich in den Geschehnissen auf dem Kurs wider. Von der letzten Starreihe aus ging der Tony Kart-Pilot in das zweite Rennen und faszinierte alle Beteiligten mit seiner Aufholjagd, welche am Ende mit einem sensationellen vierten Platz belohnt wurde. „Wir benötigten drei Anläufe bis das Rennen freigegeben wurde. Diese zwei Runden wurden von den Rennrunden abgezogen, die mir somit für meine Aufholjagd fehlten. Es wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen und trotzdem hat das zweite Rennen eindrucksvoll bewiesen zu was wir in diesem Jahr fähig sind“, sagte der ehrgeizige Hürther am Abend.

Bedingt durch den Ausfall findet sich Nico Hantke auf dem zehnten Platz in der Gesamtwertung wieder und bezieht in der Meisterschaft nun den achten Rang. „Ich weiß, dass wir die verlorenen Punkte aufholen und am Ende an der Spitze mitfahren werden“, blickte der Youngster auf die kommenden Aufgaben.

In zwei Wochen bietet sich für Nico Hantke und sein KSM Schuhmacher Racing Team die nächste Möglichkeit. Der WAKC macht in Uchtelfangen halt. Im Saarland hofft Hantke dann auf den größtmöglichen Erfolg.