16. Mai 2015, 11:11 | Autor: KC Reutlingen e.V.

13 Fahrer traten am vergangenen Wochenende beim Auftakt des ADAC Kart Masters unter der Bewerbung des BirelART Deutschlandimporteurs Solgat Motorsport an, darunter auch wieder der Zwölfjährige Gymnasiast Noel Wilke. Nach knapp sieben Monaten Winterpause bei den Masters, bestreitet Noel nun sein drittes Jahr beim namhaften Rennstall und zeigte schon vor zwei Wochen einen glanzvollen Saisonauftakt bei der German Vega Trophy.

Bei den Masters, der stärksten nationalen Kartrennserie Deutschlands, musste der junge Altbacher aber im 34 Fahrer starken Feld noch einen nachlegen. Mit dieser Gewissheit reiste Wilke am Donnerstag Abend am Hunsrückring/Hahn an. Nach anfänglichen Problemen am Freitag das passende Setup fürs Rennen zu finden, landetet er jedoch pünktlich zum letzten freien Training mit seinem Mechaniker und Teamchef eine Punktlandung und brannte Bestzeiten in die 1.377 Meter lange Bahn.

Zum Zeittraining am Samstag erahnte Noel dann aber schon den Ernst der Lage. Nachdem er freitags in die langsamere Gruppe 1 gelost wurde, wusste er dass er sich nun absolut keinen Fehler erlauben durfte. Auch nach Absprache und taktischen Fahrmanövern mit einem Mitstreiter konnte Noel nicht wirklich davon profitieren und fuhr in seiner Gruppe nur die viertbeste Zeit ein. Im Gesamtergebnis musste er dann sogar noch einigen Fahrern aus der zweiten Gruppe Platz gewähren und aus der achten Position in die Vorläufe starten.

Hochmotiviert startete der Förderpilot des Motorsportteam ADAC Württemberg am Nachmittag dann in seine Qualifikationsläufe. Nach einem sagenhaften Start konnte er gleich zu Beginn einige Plätze gut machen und reihte sich auf der vierten Position ein, welche er bis zum Fallen der Zielflagge souverän verteidigte. Der zweite Vorlauf schien anfangs ähnlich zu verlaufen. Zeitweise fand sich der Birel-Pilot sogar auf der dritten Position wieder musste nach einem Gedränge aber einige Plätze einbüßen und überquerte die Ziellinie als sechster. „Auch wenn ich bedingt durch die schlechtere Gruppeneinteilung eine nicht so gute Ausgangsposition im Zeittraining hatte, bin ich mit meinem Gesamtergebnis der Heats recht zufrieden. Die sechste Startposition im morgigen Rennen lässt mir noch alle Möglichkeiten nach vorne zu fahren offen und ich werde jede Lücke und jede Chance dazu nutzen.“ erklärte Noel am Samstag Abend zielstrebig.

Traumhaft verlief der Start ins Prefinale am Sonntag Nachmittag. Rundenlang steuerte Noel seinen Dienstwagen auf der vierten Position über den Hunsrückring und lieferte sich dabei packende Fights mit weiteren Fahrern, bis ein übereifriger Überholversuch eines Mitstreiters den Birel-Piloten ins Aus beförderte und ihn auf die achte Position zurückwarf, welche er zum Rennende auch nicht mehr verbessern konnte. Von dieser Position aus auch ins Finale startend, zeigte Noel einmal mehr seine Fahrkünste und fand sich schnell in Positionskämpfe um Platz fünf und vier wieder. Mit steigenden Temperaturen und entsprechend steigenden Gripverhältnissen musste sich sein Mechaniker aber zusehest am Streckenrand eingestehen sich mit dem Luftdruck der Reifen verpokert zu haben. Noel konnte die Pase zum Ende nicht mehr halten und musste schließlich in der letzten Runde den Weg für einen Kontrahenten noch frei machen und sah die Zielflagge als Siebter.

„Es ist wirklich erstaunlich und schade zugleich, wie stark sich das Fahrverhalten der neuen Bridgestone Reifen bei zunehmender Außentemperatur verändert. Aber gut, wir hatten seither noch nicht die Möglichkeit dies zu testen und haben damit auch wieder etwas Wichtiges dazugelernt. Beim nächsten Rennen wissen wir nun genau was zu machen ist. Auch wenn es ärgerlich ist, ich gebe aber niemanden dafür die Schuld. Das sind einfach Erfahrungswerte. Ärgerlicher aber sind die zum Teil immer noch sehr aggressiven Fahrweisen einiger Fahrer. Wenn man aus eigener Kraft, mit eigener Geschwindigkeit nicht am Vordermann vorbei kommt, dann sollte man es auch sein lassen und nicht mit der Brechstange in der nächsten Kurve reinstechen und sich und andere damit gefährden. Das ist nicht der Sinn von Motorsport. Alles in Allem bin ich trotz der leichten Rückschläge aber recht zufrieden mit dem Wochenende und bedanke mich natürlich wieder bei meinem Team, meinem Mechaniker, dem Motorsportteam ADAC Württemberg, K1 RaceGear Airdesign und Composio für die sagenhafte Unterstützung.“ Noel Wilke findet sich nach dem ersten Lauf der ADAC Kart Masters im Klassement auf dem 7. Platz wieder. Am letzten Maiwochenende startet der zweite Lauf im bayerischen Ampfing, bei dem der Altbacher wieder mit seinem Team auf Punktejagt gehen wird.