17. Mai 2016, 21:20 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Mit einem Großaufgebot von zehn Fahrerinnen und Fahrern traten das Team Zinner – Lanari Racing Team (LRT) beim Auftakt des ADAC Kart Masters an. Der Hunsrückring war Schauplatz des ersten Rennwochenendes in der stärksten Kartrennserie Deutschlands. In vier Klassen sammelte das Team kräftig Pokale und Meisterschaftspunkte.

Bei bestem Wetter fiel im Hunsrück der Startschuss in die neue Saison des ADAC Kart Masters. 167 Fahrer gingen in der stärksten Kartrennserie Deutschlands an den Start und lieferten sich in den Rennen packende Duelle. Das Team Zinner by Lanari Racing Team schickte zehn Schützlinge in vier Klassen auf die Reise und zog am Sonntagabend ein positives Fazit.

Eine starke Vorstellung legte X30 Junior Niklas Bienek hin. Der Berliner stieg aus den Bambini auf  und mischte auf Anhieb an der Spitze mit. Mit einem zweiten Rang im Zeittraining gelang ihm eine perfekte Premiere und auch in den weiteren Rennen etablierte er sich im Spitzenpulk. Als Fünfter beendete er die Vorläufe und sah nach einer Startkollision im ersten Finale mit einem beschädigten Kart die Zielflagge als Sechster. Der zweite Durchgang lief nach Plan, als Vierter fehlte nur ein Hauch zum Podium. In der Meisterschaft belegt er nach dieser gelungenen Vorstellung einen guten vierten Rang.

Seine Teamkollegen mischten im Mittelfeld mit. Marcel Weber holte nach nicht nachvollziehbaren Rennleiterentscheidungen leider nur Rang 20 und 21 in den Finals. Eine starke Aufholjagd zeigte Nico Wurster: Nach einer durchwachsenen Qualifikation und Heats, sowie einem Unfall im ersten Wertungslauf, kämpfte sich der Youngster im zweiten Durchgang vom Ende des Feldes bis auf Position 14 nach vorne und sicherte sich damit sogar erste Meisterschaftspunkte.

Ebenfalls drei Fahrer waren bei den X30 Senioren vertreten und auch dort überzeugte ein Neueinsteiger. Der amtierende Junioren-Champion Justin Häußermann stieg zu den Senioren auf und unterstrich mit Rang zwei im Qualifying seine Ambitionen. Mit zwei dritten Rängen in den Heats untermauerte der Forchtenberg seine Vorstellung. Doch bereits im ersten Finale folgte der Rückschlag, Justin schied nach einer Kollision während der Startphase vorzeitig aus. Im zweiten Lauf fuhr er dann nach weiteren zwei Kollisionen und schnellster Rennrunde noch bis auf Position 23 nach vorne.

Ein ähnliches Schicksal ereilte auch seine schnelle Teamkollegin Nina Ragg. Im Zeittraining auf Platz fünf und nach den Vorläufen auf einem starken sechsten Platz, musste auch sie einen Ausfall durch einen Unfall im ersten Wertungslauf verzeichnen. Nach mehreren kleinen Kollisionen sah sie in Lauf zwei als 26. das Ziel. Alles glatt lief hingegen beim Dritten im Bunde Tom Kulik. Mit einer soliden Samstagsleistung nahm er nach den Heats Gesamtposition 14 ein und kämpfte sich in starken Finalrennen auf Rang elf und acht nach vorne.

Ebenfalls ein Dreigestirn schickte die Mannschaft in der internationalen Kategorie OK Junior auf die Reise. Das Feld war mit 29 Piloten hochkarätig besetzt. Die interne Teamwertung führte das gesamte Wochenende Valentino Fritsch an. Der Rookie verbesserte sich stetig und fuhr am Ende als Neunter in die Top-Ten. Auf seinem Niveau war ebenfalls Luka-Max Pierschke, das Zeittraining beendete er als Achter und fuhr in einem Heat bis auf Rang vier vor. Doch ein Ausfall am Samstag und Sonntag warfen den Schützling aus dem Kader der ADAC Stiftung Sport unfreiwillig zurück. In den Rennrhythmus musste Jan-Lukas Keil finden. Nach einer verletzungsbedingt langen Winterpause absolvierte er in Hahn sein erstes Rennen und wurde immer schneller. Als 17. und 13. bekam er ebenfalls Meisterschaftspunkte.

In sein zweites Schaltkartjahr startete Fabio Citignola. Als Achter im Zeittraining mischte er schon im vorderen Mittelfeld mit und setzte diesen Trend auch in den Heats vor. Als Elfter zog er in das erste Finale ein und schaffte den Sprung in die Pokalränge. Nach einem starken Rennen wurde er auf Position fünf abgewinkt und sorgte für großen Jubel. Leider wurde die Stimmung durch eine kleine Kollision im zweiten Lauf getrübt. Am Ende reichte es nur zu Rang 21.

Die beiden Teamchefs Michael Zinner und Steven Lanari waren mit den Leistungen ihrer Fahrer zufrieden: „Wir können stolz auf unser Team sein. Die Fahrer und Mechaniker haben einen tollen Job gemacht und stimmen uns für den weiteren Verlauf sehr zuversichtlich. Auch unser Material funktioniert sehr gut, wir waren in vier Klassen am Start und überall konkurrenzfähig.“