Podest und Pokale für KSM in Hahn

10. Mai 2016, 19:22 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann
Podest und Pokale für KSM in Hahn

Das ADAC Kart Masters startete am vergangenen Wochenende auf dem Hunsrückring in Hahn in die neue Saison. 167 Teilnehmer traten an, darunter acht Schützlinge aus dem KSM Schumacher Racing Team. Am Ende räumte die Mannschaft gleich mehrmals ab.

Nur eine Woche nach dem Auftakt der Deutschen Kart Meisterschaft, stand das Team des ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten Ralf Schumacher wieder am Start. Diesmal ging es auf den 1.377 Meter langen Hunsrückring nach Hahn. Bei bestem Wetter und teilweise hochsommerlichen Temperaturen erlebten die acht Fahrer in den Klassen Bambini, OK Junior, X30 Junior und X30 Senior aufregende Rennen.

Bei den Jüngsten im Team gab Nico Hantke den Ton an. Als Dritter im Zeittraining der Bambini schob er sich in den Favoritenkreis und mischte auch in den Heats vorne mit. Eine Zeitstrafe im ersten Durchgang warf ihn jedoch etwas zurück, sodass er am Samstagabend nur auf Rang zehn im Zwischenklassement lag. In den beiden Finals kämpfte er sich aber wieder gekonnt nach vorne und sah das Ziel als Achter und Fünfter. Sein Teamkollege Fabio Rauer feierte seine Premiere im ADAC Kart Masters und verbesserte sich im Verlauf der beiden Renntage. Als 18. und 16. in den Wertungsläufen verbuchte er seine ersten Meisterschaftspunkte.

Zu den Topfahrern zählten Tim Tramnitz und Levi O’Dey bei den X30 Junioren. Bei seinem ersten Start in der Kartrennserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt holte sich Tramnitz auf Anhieb die Pole-Position und siegte auch in einem Vorlauf. Mit Rang fünf im zweiten Lauf sicherte sich der Norddeutsche Startplatz drei für das erste Rennen. In diesem etablierte er sich ebenfalls im Spitzenpulk und lieferte sich einen engen Kampf um den Sieg. Nach zwölf Runden war er wieder Dritter. Pech hatte der Youngster jedoch im zweiten Durchgang. Ein technischer Defekt zwang ihn zur vorzeitigen Aufgabe.

Teamkollege O’Dey holte aber die Kohlen aus dem Feuer. Im ersten Finale kämpfte er sich mit der schnellsten Rennrunden von Startposition neun bis auf Rang fünf nach vorne und bestätige seine Performance mit einem weiteren fünften Platz im zweiten Lauf. In der Meisterschaft liegt er als Fünfter einen Rang vor Tim Tramnitz.

Drei Schützlinge schickte OTK-Germany bei den OK Junior an den Start. Einen gelungenen Auftakt legte Luke Füngeling hin. Als Dritter des Qualifyings hatte er eine starke Ausgangslage, doch direkt im ersten Heat fiel er weit zurück und rutschte dadurch im Klassement bis auf Position 13 ab. Auch im ersten Lauf lief es nicht besser, trotz eines starken Rennens wurde er durch eine Zeitstrafe nur als 22. gewertet. Sein Potential unterstrich er aber im letzten Finale. Aus dem hinteren Mittelfeld preschte er nach vorne, fuhr die schnellste Rennrunde und schaffte als Zehnter den Sprung in die Top-Ten.

In guter Verfassung präsentierte sich auch Felix Scholz. Der Fahrer aus Oldenburg fuhr zwei solide Heats und hatte am Samstagabend Startplatz sieben inne. Eine Schippe drauf legte er im ersten Wertungslauf: Als Fünfter landete Felix in den Pokalrängen und sammelte fleißig Meisterschaftspunkte. Weniger gut verlief der zweite Durchgang: Nach einer Kollision musste Felix sein Kart wieder anschieben und verlor dadurch viel Boden. Letztlich wurde er als Neunter abgewinkt.

Einen Rennsonntag zum Vergessen erlebte Doureid Ghattas. Am Samstag als Sechster noch sehr zuversichtlich, fiel er im ersten Rennen Runde um Runde zurück und überquerte den Zielstrich nur als 15. Noch schlimmer traf es ihn im zweiten Lauf, direkt nach dem Start schied er durch eine Kollision aus.

Als Solist trat Jonathan Judek bei den X30 Senioren an und zeigte bereits im Qualifying seine Ambitionen. Mit Startplatz drei war er in Schlagdistanz und schaffte im Verlauf der Heats den Sprung in Reihe eins. Der Hohenhamelner sah das Ziel jeweils als Zweiter und hatte selbige Startposition für das erste Rennen. In diesem entschied er den Start für sich und lieferte sich in den späteren 14 Rennrunden einen harten Kampf mit seinen Verfolgern – am Ende sah er als Dritter die Zielflagge. Doch eine Zeitstrafe trübte die Stimmung und Jonathan wurde nur noch als Siebter gewertet. Noch dicker kam es im zweiten Lauf, noch im ersten Renndrittel schied er durch einen Unfall aus.

Obwohl bei den Fahrern nicht alles glatt lief, zog Ralf Schumacher am Sonntagabend ein positives Fazit: „Wenn man sich die Ereignisse ansieht, hatten wir nicht einen Fahrer, der ohne Probleme das Wochenende bewältigt hat. Wir waren aber in allen vier Klassen sehr schnell und haben das mit Einzelergebnissen unterstrichen. Mit etwas mehr Rennglück wären sogar Siege möglich gewesen.“

Am kommenden Wochenende geht es für das Team mit einer Doppelaufgabe weiter. Im spanischen Zuera treten die Fahrer zum ersten Lauf der CIK-FIA Kart Europameisterschaft in den Klassen OK und OK Junior an und in Wackersdorf geht der ROK Cup Germany in seine Saisonhalbzeit.

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