12. August 2015, 14:10 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Zum vorletzten Rennen des ADAC Kart Masters trafen am vergangenen Wochenende 183 Fahrerinnen und Fahrer auf dem Erftlandring in Kerpen aufeinander. Das KSM Racing Team überzeugte erneut in allen Klassen und feierte bei den X30 Junioren einen Laufsieg. Im Gesamtklassement liegen gleich mehrere Schützlinge in den Top-Fünf.

Eine Woche nach der Deutschen Junioren Kart-Meisterschaft stand das Team rund um den ehemaligen Formel 1-Piloten Ralf Schumacher wieder am Start. Diesmal ging es auf die Heimstrecke nach Kerpen. Der 1.107 Meter lange Erftlandring begrüßte die Teilnehmer des ADAC Kart Masters. Unter den 183 Startern waren auch 16 Schützlinge aus den Reihen des KSM Racing Team.

Bei den KF Junioren musste die Mannschaft jedoch direkt einen Rückschlag verkraften, denn Titelaspirant David Brinkmann fiel grippegeschwächt aus. Für ihn versuchten seine Teamkollegen, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Bester Junior nach dem Qualifying war Felix Scholz. Der Rookie aus Oldenburg landete auf Rang fünf und lieferte auch in den Heats eine gute Performance ab. Am Samstagabend war er Zwölfter und lag damit einen Platz vor seinem Teamkollegen Doureid Ghattas. Der Niederländer Bent Viscaal zeigte in einem Durchgang als Zweiter sein Potenzial, hatte aber auch einmal Pech und lag dadurch auf Rang zehn im Zwischenklassement. Als Vierter im Bunde war David Qufaj vertreten, welcher nach zwei soliden Vorläufen Zwanzigster war.

In den Finalrennen am Sonntag ging es teilweise drunter und drüber. Bent Viscaal kämpfte sich im ersten Durchgang bis auf Rang vier nach vorne. Doureid Ghattas folgte als Neunter vor Felix Scholz, der nach Startproblemen dem Feld hinterhereilte und eine starke Aufholjagd zeigte. David Qufaj machte ebenfalls einige Positionen gut und wurde als 16. abgewinkt. Das zweite Finale begann turbulent: Gleich in der ersten Kurve fand sich das KSM-Quartett in der Wiese wieder. Zurück auf Strecke attackierten sie in den verbleibenden Runden und holten die verloren Positionen auf. Im Ziel reichte es für Doureid Ghattas zu Platz zwölf, David Qufaj reihte sich als 14. vor Felix Scholz auf Position 16 und Bent Viscaal auf Rang 18 ein. In der Meisterschaft belegt David Brinkmann, trotz der verpassten Rennen in Kerpen, Platz zwei.

Für einen Junioren-Erfolg sorgten diesmal die X30-Piloten. Auf seiner Heimstrecke mischte Luke Füngeling ganz vorne mit und lag schon im Qualifying als Fünfter in Reichweite der Top-Platzierungen. In den Vorläufen knüpfte er daran an und startete als Siebter in das erste Finale. Im Verlauf der 15 Rennrunden kämpfte sich der Rookie nach vorne und sah letztlich das Ziel als strahlender Sieger. Auch im zweiten Durchgang mischte Luke an der Spitze mit und fightete um den Doppelsieg. Letztlich wurde er Zweiter und am Abend als Tagessieger geehrt. In der Gesamtwertung machte er einen großen Sprung nach vorne und ist vor dem Finale in Wackersdorf Fünfter.

Neben Füngeling war auch Leon Apel im 35-Mann starken Feld vertreten. Zu Beginn hinkte der Junior jedoch seiner gewohnten Performance hinterher. Im Verlauf der beiden Renntage steigerte er sich aber stetig und verkürzte den Rückstand zur Spitze. Nach einem 16. Platz im ersten Finale fuhr er im zweiten Durchgang als Siebter wieder in den Top-Ten und liegt auf Rang neun im Gesamtklassement.

Als Solist war Jonathan Judek bei den X30 Senioren vertreten. Nach seinem dritten Platz in Oschersleben, wollte der Hohenhamelner auch in Kerpen auf den vorderen Rängen mitfahren. Im ersten Vorlauf lief alles Dritter auch noch alles glatt. Leider wurde er im zweiten Umlauf Opfer einer Startkollision und nur 18. Im Zwischenklassement reichte es trotzdem noch zu Position 14. Die Finals verliefen hingegen deutlich besser – Jonathan arbeitete sich in die Spitzengruppe vor und beendete die Rennen als Vierter und Sechster.

Gleich sieben Fahrer starteten für OTK-Germany bei den Schaltkarts. Nach seinem EM-Erfolg in Genk, zeigte Alexander Schmitz auch in Kerpen der Konkurrenz sein Heck. Der Samstag startete mit der Pole-Position im Qualifying und auch in den Heats dominierte Schmitz das Geschehen. In den Rennen fiel er beide Male auf Rang zwei zurück und kam auf der engen Strecke in Kerpen nicht an seinem Mitstreiter vorbei. In der Gesamtwertung belegte er Rang zwei und hat beim Finale in Wackersdorf noch kleinere Chancen auf den Titelgewinn.

Bei seinen Teamkollegen herrschte nach dem ersten Finale beste Stimmung. Luca Zuber war nach einem souveränen Rennen Vierter. Paul-Tobias Winkler wurde als Neunter abgewinkt vor Marvin Pionke auf Rang elf und Fabio Wagner als 17. Leider hielt die gute Laune nicht lange an. Im zweiten Durchgang verzeichneten mit Zuber, Winkler und Pionke gleich drei Piloten einen Ausfall. Allein Fabio Wagner kam, neben Alexander Schmitz, ins Ziel und holte als Zwölfter sein bisher bestes Resultat im ADAC Kart Masters. Die Qualifikation zu den Finalrennen verpassten leider Dominik Lanz und Maximilian Bahr.

Last but not least stellte das Team noch zwei Bambini. Auf seiner Heimstrecke wollte Nico Hantke überzeugen. Doch diesmal hatte der junge Fahrer aus Hürth das Glück nicht auf seiner Seite. Nach einem aufregenden ersten Finale war er nur 32., zeigte dann aber im zweiten Durchgang sein Potential und verbesserte sich im heißumkämpften Feld auf Rang 15. Sein Teamkollege Levi O´Dey steigerte sich im Verlauf des Wochenendes stetig und beendete seine Wertungsläufe auf Platz 14 und 16.

Nach dieser Mammutaufgabe, mit 16 Fahrern, zog Teamchef Ralf Schumacher am Sonntagabend ein positives Fazit: „Als erstes möchte ich Luke zu seinem Erfolg gratulieren, er ist super Rennen gefahren und hat verdient gewonnen. Alles in allem war es ein gutes Wochenende für uns. Auch wenn wir nicht in allen Klasse ganz vorne dabei waren, zeigen die Zeiten unsere Möglichkeiten. Schade, dass David aufgrund seiner Krankheit nicht starten konnte. In der KF Junior haben wir nun leider keine Chance mehr, den Titel zu gewinnen.“

Schon in zwei Wochen steht das Team wieder in Kerpen am Start. Dann finden dort das Thomas Knopper und Graf Berghe von Trips Memorial statt.