12. September 2014, 20:41 | Autor: Andreas Kilian

Das vergangene Wochenende stand für den 19-jährigen Saarländer Andreas Kilian ganz im Zeichen des vierten Saisonlaufs des ADAC Kart Masters in Oschersleben. Im hochkarätigen, 38-köpfigen Starterfeld der Klasse X30 Senioren schaffte der LH-Pilot nach dem letzten Lauf in Kerpen zum wiederholten Male den Sprung in die Top-Ten und holte damit wichtige Punkte.

Bereits in den freien Trainings am Freitag ließ der Pilot des Beule-Kart Racing-Teams aufhorchen. Kilian fand ein gutes Setup und die schnellen Rundenzeiten versprachen einiges. Tatsächlich schaffte Kilian am Samstag im Qualifying beinahe den Sprung in die Top-Zehn; mit einem zwölften Platz und nur wenigen Hundertstelsekunden Rückstand auf die vor ihm liegenden Piloten war Kilian äußerst zufrieden.

„Nachdem wir bei den vergangenen Rennen im Qualifying durch unverschuldete Missgeschicke immer wieder nach hinten geworfen wurden, hat diesmal alles funktioniert – der zwölfte Platz ist eine aussichtsreiche Ausgangsposition für die Heats“, so das Zwischenresümee des 19-Jährigen. Doch die Heats liefen nicht nach Wunsch. In beiden Heats wurde Kilian in Kollisionen verwickelt und fiel jeweils weit zurück. Der 22. Gesamtplatz reichte zwar zur Qualifikation für die Finalrennen, war jedoch längst nicht das Ergebnis, welches sich Kilian im Vorfeld vorgestellt hatte. Nichtsdestotrotz ließ der Saarländer sich nicht aus der Ruhe bringen und setzte alle Hoffnungen auf die beiden Finalrennen.

Und dort drehte Andreas dann richtig auf. Unmittelbar vor Beginn des ersten Finalrennens fing es dann an zu regnen. Innerhalb von Sekunden stand die Strecke unter Wasser und machte einen raschen Wechsel auf Regenreifen erforderlich. Nach dem erfolgten Wechsel wurde das Starterfeld dann auf die 19 Runden lange Reise geschickt. Doch Andreas Kilians Motor streikte zunächst beim Anspringen. Kilian eilte dem Starterfeld hinterher, schaffte es in der Folge allerdings nicht mehr, seinen ursprünglichen 22. Startplatz einzunehmen und musste das Rennen auf Position 30 aufnehmen.

Doch von dort, von ganz hinten aus, zeigte der 19-jährige Saarländer, was in ihm steckt: Unter den widrigen nassen Verhältnissen rollte Kilian das Feld regelrecht von hinten auf, stürmte in unglaublicher Geschwindigkeit nach vorne und kämpfte sich bis zum Fallen der Zielflagge auf den achten Platz nach vorne. „Wahnsinn, ich habe mein LH-Chassis in diesem Jahr noch kein einziges Mal im Regen bewegt. Mein Kart lag dennoch perfekt und ich fühlte mich unter diesen schlechten Verhältnissen pudelwohl. Der achte Platz ist ein wahnsinnig gutes Ergebnis und beschert mir eine Menge wertvoller Punkte für die Meisterschaft“, so Andreas Kilians Fazit nach dem verrückten ersten Finalrennen.

Aber auch im zweiten Rennen, diesmal wieder unter normalen, trockenen Bedingungen, kämpfe Kilian rundenlang um eine Top-Ten-Platzierung. Schlussendlich wurde Kilian nach einem langen und harten Kampf auf dem elften Rang abgewinkt. Nach den beiden unverschuldeten Totalausfällen in diesem Jahr in Hahn und Ampfing konnte sich der 19-Jährige nun nach den beiden starken Vorstellungen in Kerpen und Oschersleben schon wieder bis auf den zwölften Meisterschaftsrang nach vorne kämpfen. Beim großen Saisonfinale des ADAC Kart Masters Ende September in Wackersdorf wird Kilian alles daran setzen, diese Position zu halten und seine Chance auf eine Top-Ten-Platzierung in der Meisterschaft zu nutzen.