24. Oktober 2015, 9:38 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Motorenpower spielt im Kartsport eine große Rolle. Nur mit genügend Drehmoment und zuverlässiger Motorleistung ist man siegfähig. Dabei ist die stetige Weiterentwicklung verschiedener Komponenten entscheidend im leistungsorientierten Kartsport. Das Kölner Ingenieursbüro PTK Crank Systems hat sich eben darauf spezialisiert.

Der Kart-Enthusiast Paul Tkocz bietet mit seiner Firma das Design, die Berechnung und die Entwicklung von Kurbeltrieben sowie Brennräumen für Zweitaktmotoren an. Dabei strebt PTK Crank Systems an, fertige Produkte für alle homologierten Motoren anzubieten. Dazu gehören Brennräume, Kurbelwellen, Kolben und weitere Einzelkomponenten. „ Speziell die Änderungen und Neuauslegung von Wuchtung und Trägheitsmomenten bei Kurbelwellen sowie Gewichtsreduzierungen durch Verwendung innovativer Materialien bei Komponenten des Kurbeltriebes stehen dabei im Fokus. Durch die präzise Abstimmung der einzelnen Komponenten zueinander können wir ein optimales Ergebnis hinsichtlich Leistungscharakteristik und Zuverlässigkeit gewährleisten. Ziel ist es, den Kunden mit leistungssteigernden Bauteilen zu versorgen. Alle von uns entwickelten und produzierten Komponenten sind QC geprüft und auf dem Prüfstand sowie der Rennstrecke getestet“, erläutert Tkocz.

Nach seinem Fachabitur und der Ausbildung zum Rennmechaniker war Paul Tkocz bis 2009 in der DTM unterwegs. Anschließend absolvierte er eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Kraftfahrzeugtechnik. Seine dafür verfasste Abschlussarbeit umfasste die Analyse und Neukonstruktion eines Zweizylinder Kurbeltriebes. Danach kehrte Tkocz zurück auf die internationalen Rennstrecken und feierte 2014 gemeinsam mit Toyota Hybrid Racing den Gewinn der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC.

Angetrieben von seiner großen Technikleidenschaft baute er parallel dazu ein eigenes Konstruktionsbüro auf und beschäftigte sich seither mit der Entwicklung und dem Design von Kurbeltrieben für Kart-Motoren. „Nach meiner Arbeit im „großen“ Motorsport ist es für mich sehr interessant zurück zur Basis des Motorsports zu kommen. Ich sehe großes Potential bei der Weiterentwicklung und dem Design von Zweitaktmotoren“, erklärt der 32-Jährige.

Bei ersten Arbeiten an einem Modena KK1R Schaltkartmotor wurden durch einen neuen Brennraum, Bezeichnung PTK-HC-02, etwa deutliche Leistungssteigerungen im Vergleich zur Standard-R-Version erzielt. Die Brennraumform wurde optimiert, die Verdichtung erhöht und die Quetschkante angepasst, um die Verbrennung und die Ausbreitung der Flammenfront zu begünstigen. Dadurch erhöhen sich die Leistung und das Drehmoment konstant über das gesamte Drehzahlband. Zudem verbessert sich bereits bei niedrigen Drehzahlen das Ansprechverhalten. „Wir haben zahlreiche Stunden auf dem Prüfstand verbracht und sehr positive Ergebnisse erhalten. Diese Erkenntnisse wurden bei unseren Testfahrten nochmals bestätigt“, sagt Paul Tkocz.

Mit PTK Crank Systems arbeitet Paul Tkocz bereits an weiteren Komponenten für den Modena KK1R und dessen Nachfolger MKZ, welche im Frühjahr veröffentlicht werden sollen. Ebenfalls im Frühjahr folgen neuentwickelte Komponenten für die nächstjährigen Neuhomologationen von TM und Vortex.

Darüber hinaus bietet PTK Crank Systems dem Kunden an, Komponenten des Kurbeltriebs in Zusammenarbeit nach individuellem Kundenwunsch zu fertigen und zu testen.

„Einen großen Dank möchte ich Marc Marcelet von MM Engines aussprechen, der uns bei der Entwicklungsarbeit sehr unterstützt “, sagt Paul Tkocz abschließend.

Wer Interesse an weiteren Informationen, Produkten oder einer Zusammenarbeit mit PTK Crank Systems hat, kann sich direkt mit Paul Tkocz unter +49 (0)171 7581629 oder info@ptk-crank-systems.com in Verbindung setzen.