16. Dezember 2015, 9:13 | Autor: Fast-Media - Luca Köster

Bis dato meldeten sich bereits zahlreiche Kartsport-Größen bezüglich der neuen OK-Motoren zu Wort. In Anbetracht der anstehenden Einführung der neuen, puristischen Motorengeneration gab jetzt auch der dänische Tuner Ole Haugard ein Statement zu der heiß diskutierten Thematik ab.

One Engines zeigte in der Vergangenheit beeindruckende Vorstellungen. Ausgestattet mit Vortex- Aggregaten des Motorenspezialisten raste Lando Norris bei den KF und Enaam Ahmed bei den KF-Junioren zum Sieg der Weltmeisterschaft im Jahr 2014. Auch in der vergangenen Saison ergatterte Logan Sargeant als One Engines-Schützling den Weltmeistertitel bei den Junioren.

Der kommenden Saison blickt Ole Haugard überaus positiv entgegen. „Ich war schon zu Hochzeiten der alten ICA 100 im Kartsport aktiv und wirklich begeistert von den Motoren. Einziges Manko waren damals die zu hohen Belastungen der Motoren, durch die exorbitanten Drehzahlen. Die neuen OK-Motoren vereinen die Vorzüge der KF mit der Einfachheit eines traditionellen 100ccm Triebwerks, was meiner Meinung nach ein wichtiger Schritt in Richtung spektakulärer Renn-Aktion ist.“

„Während die KF-Motoren in den letzten Jahren vorranging im internationalen Bereich zum Einsatz kamen, wird die OK-Generation nun auch für Privatfahrer interessant sein“, erklärt Haugard. Die Vereinfachung der Aggregate sorge dafür, dass das Fahren im Vordergrund steht und man sich nicht mehr unnötig lange mit der Einstellung und Wartung verschiedenster Parameter beschäftigen müsse. „In punkto Bearbeitung der Motoren können wir unser Know-How vom KF weitgehend auf den OK übertragen. Die externe Wasserpumpe sowie die reglementierte Auslasssteuerung und der universelle Auspuff machen es nun möglich, sich vollkommen auf die Technik im Inneren der Motoren zu fokussieren.“

Auch auf der Strecke hätten die OK-Motoren bei ersten Tests bereits eine gute Figur gemacht. Die Junior-Version sei vom Speed vergleichbar mit der Performance eines KF Junior-Motors. Veränderungen gäbe es allerdings bei den Senioren. „Das reduzierte Gewicht in Kombination mit der Anhebung der maximalen Drehzahl um 1.000U/min im Vergleich zu den KF sorgt für deutlich schnellere Rundenzeiten und erhöhten Fahrspaß bei den Piloten. Auch der Fahrstil wird durch die Möglichkeit kürzerer Übersetzungen dynamischer werden und somit die einstigen KF-Schwachstellen überschatten.“, zeigt sich Ole Haugard überzeugt.

Vorteile sieht der Kartsport-Fan auch im Direktantrieb der neuen Motoren: „Ich bin mir sicher, dass das Wegfallen der Kupplung für mehr Fairness auf der Strecke sorgen wird und dadurch deutlich interessantere Duelle zu Stande kommen. Ich freue mich auf die Rennen der neuen Saison. Die ersten Motoren sind bestellt und warten darauf, Anfang nächsten Jahres ihr Potenzial unter Beweis stellen zu dürfen.“, so der Däne abschließend.