23. November 2015, 19:47 | Autor: Fast-Media - Luca Köster

Kaum ist die Saison 2015 beendet, wenden sich alle Blicke in Richtung des kommenden Kartsport-Jahres. Im Fokus stehen dabei die neuen OK-Motoren, die erstmalig in diversen nationalen und internationalen Meisterschaften zum Einsatz kommen werden. Der „back to the roots“-Gedanke sorgte dabei in den vergangenen Monaten für viel Furore. Nun meldete sich dazu auch der Team Manager des offiziellen Kosmic Kart Racing Teams, Olivier Maréchal, zu Wort.

Olivier Maréchal ist im internationalen Kartsport kein Unbekannter. Zusammen mit Karol Basz und dem Kosmic Kart-Werksteam gewann der Belgier den Titel in der CIK-FIA KF Weltmeisterschaft. Im Hinblick auf die Einführung der OK-Motoren in der nächsten Saison zeigt sich Maréchal durchweg positiv gestimmt. „Die Vereinfachung der Motorkomponenten spielt uns als gesamtes Team sehr in die Karten. Aufgrund der puristischen Bauart werden unsere Mechaniker deutlich entspannter und mit weniger Zeitdruck arbeiten können“, erklärt der Kosmic Kart-Teamchef.

Auch in punkto Konkurrenzfähigkeit der neuen OK-Motoren lässt der Kartsport-Routinier keine Zweifel aufkommen. „Das Aufbrechen alter Regularien bringt immer viel Skepsis mit sich. Ich bin dennoch davon überzeugt, dass die großen Motorenmanufakturen zuverlässige Aggregate auf den Markt bringen werden. Das geringere Gewicht wird sich zudem auch positiv auf das Fahrverhalten auswirken und für Begeisterung bei den Fahrern sorgen“, ist sich Olivier Maréchal sicher.

Auch für Motorentuner werden sich 2016 neue Wege ergeben. Mit der neuen Auslasssteuerung und dem Krümmer-Endschalldämpfer-Konstrukt gibt es zwei grundlegende Optimierungsbereiche. „Gerade im Bereich des Auspuffs können wir uns einiges an Testarbeit ersparen. Künftig werden wir nur noch die Länge innerhalb des Reglements variieren müssen. Insgesamt gibt es wesentlich weniger Optimierungspotenzial an den Motoren, was auch Tuner mit geringerem finanziellem Background die Möglichkeit geben wird, wettbewerbsfähiges Material anzubieten“, bemerkt der selbst als Motorenspezialist bekannte Maréchal.

Der Kosmic Kart-Frontmann sieht die Einführung der OK-Motoren als logische Konsequenz der letzten Jahre. „Auf internationalem Terrain wussten die großen Teams mittlerweile mit den KF-Motoren umzugehen. Auf nationaler Ebene fehlte es jedoch oftmals an Know-How, weshalb in vielen Meisterschaften rückläufige Starterzahlen zu verzeichnen waren. Die Kostenreduktion seitens der Triebwerke sollte die Teams nun allerdings in die Lage versetzen, potenziellen Kunden attraktive Angebote zu machen. Inländische Meisterschaften sollten so einen Zuwachs erfahren, was sich auch positiv auf hochkarätige Championate auswirken wird“, schließt Olivier Maréchal überzeugt ab.