28. Februar 2015, 21:56 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Aus Sicht der CIK-FIA ist die Einführung des neuen Frontspoilers ein voller Erfolg. Die Fahrer haben sich schnell an die neuen Anforderungen gewöhnt und ihre Fahrweise angepasst. Während der ersten Rennen gab es deutlich weniger Vorfälle als in der Vergangenheit.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Fahrer ihren Respekt vor der Konkurrenz verloren und vermehrt für unfaire Manöver gesorgt. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Technikpartnern hat die CIK-FIA reagiert und eine neuartige Frontspoilerhalterung entwickelt. Bei einem zu harten Auffahren löst diese aus und lässt den Spoiler herab klappen. Der Fahrer muss an die Box und den Spoiler montieren lassen, oder erhält eine 30 Sekundenstrafe. Nach den ersten Rennen sind die Reaktionen jedoch gemischt. Beim Winter Cup in Lonato hagelte es Strafen und die Gemüter waren erhitzt.

Die oberste Kartsportbehörde sieht jedoch in der Einführung einen großen Erfolg und erkennt nach den ersten Rennen eine deutlich höhere Fairness. CIK-FIA Vizepräsident Kees Van de Grint war beim Winter Cup zu Gast und machte sich ein eigenes Bild: „Ich bin auf Einladung der Familie Corberi nach Lonato gereist. Der South Garda Circuit gehört zu den Traditionsstrecke und es ist jedes Mal eine Ehre dort zu sein. Neben einem tollen internationalen Rennen, konnte ich so auch erstmals die neuen Frontspoiler im Einsatz sehen. Nach den ersten beiden Rennen gab es viele positive, aber auch negative Rückmeldungen. Ich habe gesehen, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Das System kann noch nicht perfekt sein, aber es ist bereits effektiv. Wir sind offen für Vorschläge und möchten gemeinsam an Verbesserungen arbeiten.“

Neben Kees Van de Grint sehen auch einige Teamchefs der Entwicklung positiv entgegen. „Wir mussten etwas gegen die Aggressivität auf der Strecke tun. Der neue Halter erfüllt seine Anforderungen und wir haben in den ersten Rennen schon eine deutliche Verbesserung gesehen“, erklärt Kosmic-Kart Teamchef Olivier Maréchal. Auch Ricky Flynn, Inhaber von Ricky Flynn Motorsport sah eine Notwendigkeit zum Handeln: “Die Fahrer haben schnell realisiert Feindkontakt zu vermeiden. Es ist toll wieder faire Starts zu sehen und einen höheren Respekt unter den Fahrern.“