Top 4 Formel 1-Fahrer, die im Kartsport begannen

30. Mai 2017, 21:12 | Autor:
Top 4 Formel 1-Fahrer, die im Kartsport begannen

Was haben die größten Fahrer der Formel 1-Geschichte abseits ihres fahrerischen Könnens gemeinsam? Alle haben im Kartsport angefangen und verdienten sich dort ihre ersten Meriten. Wir werfen einen Blick auf die Top 4 der Fahrer: Michael Schumacher, Lewis Hamilton, Ayrton Senna und Sebastian Vettel.

Der Formel 1-Rekordweltmeister im Kart

Einer der größten Namen der Rennsportgeschichte aller Zeiten ist ohne Zweifel der siebenfache Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher. Geboren in Kerpen fand er als kleiner Junge recht schnell den Weg ins Kart. Der Rest ist eine reine Erfolgsgeschichte. Bereits im Alter von vier Jahren erhielt er von seinem Vater Rolf persönlich das erste Kart gebaut. Da dieses nicht mit der professionell ausgerüsteten Konkurrenz mithalten konnte, musste Schumacher die Defizite in anderer Form ausgleichen, beispielsweise mit Überlegenheit unter Regenbedingungen. Eine der Ursachen, die ihn später zum „Regenkönig“ der Formel 1 machten, fand demnach bereits in der Kindheit seinen Ursprung.

Bereits mit fünf Jahren feierte Schumacher seinen ersten Sieg und war meistens im Wettstreit gegen weitaus ältere Teilnehmer unterwegs. Durch die Unterstützung von interessierten Förderern war es Schumachers Eltern schließlich möglich, ihrem talentierten Sohn besseres Material zur Verfügung zu stellen. Durch die zunehmende Hilfe von außerhalb war er letztlich bereits mit 15 Jahren in der Lage, zum ersten Mal die deutsche Juniorenmeisterschaft zu gewinnen. Es handelte sich um einen Erfolg, den er ein Jahr später direkt wiederholte, bevor er schließlich 1991 sein Debüt in der Königsklasse des Rennsports gab. Noch heute existiert die Michael Schumacher Kartbahn, in dem alle Interessierten dem Kartsport nachkommen können. 

Lewis Hamiltons steiler Weg nach oben

Lewis Hamilton, mittlerweile dreifacher F1-Weltmeister, ist ebenso einer derjenigen, die bereits früh in ihrer Kindheit im Kartsport aktiv waren. Trotz allem dauerte es bei ihm noch etwas länger als bei Michael Schumacher, da er „erst“ mit acht Jahren zum ersten Mal im Kart saß. Seinen Erfolglauf setzte der Brite schon früh unaufhaltsam fort. Er flog regelrecht durch die einzelnen Rennserien und kam schließlich 2000 in der Formel A an, wo er auch vom British Racing Drivers‘ Club zu einem der wertvollsten Talente ausgezeichnet wurde. 

17 Jahre später ist bekannt, warum dies geschah. Im Mercedes ist er in diesem Jahr wiederum als einer der Weltmeisterschafts-Favoriten unterwegs. Hamilton erhält eine WM-Quote von 2.25 gemäß Betway Sports (Stand 28. Mai). In seinem allerersten Formel 1-Grand Prix erreichte er im März 2007 den dritten Platz in Melbourne. Nur Kimi Räikkönen und Teamkollege Fernando Alonso waren schneller. Insbesondere sein langjähriger Förderer Ron Dennis hatte einen großen Anteil an Hamiltons Karriere.

Einer der größten Sportler aller Zeiten

Der Name Ayrton Senna bereitet den meisten Rennsportfans noch heute eine Gänsehaut. Leider bei seinem liebsten Job verstorben, war auch er einer derjenigen, denen der Kartsport von Beginn an viel bedeutete. Außergewöhnlich war von vornherein der Fakt, dass ein Südamerikaner überhaupt in einem solch teuren Hobby aktiv sein konnte, doch Senna profitierte von wohlhabenden Eltern. Dass es ihre beste Entscheidung sein sollte, war recht früh offensichtlich. Senna war mit 13 Jahren erstmals in offiziellen Rennen aktiv und krönte seine jugendliche Kartsportkarriere mit der südamerikanischen Meisterschaft in den Jahren 1977 und 1978. 

Die Titelserien stoppten nicht dort: Als viermaliger brasilianischer Meister und zwei zweiten Plätzen bei der Kart-WM (1979 und 1980) machte er auch international auf sich aufmerksam, bevor letztlich vier Jahre später der Sprung in die Formel 1 folgte. Auch später blieb Senna dem Kartsport treu und bezeichnete ihn gerne als das „purste Fahrerlebnis“

Hamiltons Rivale aus Deutschland

Da es alleine zeitlich bedingt nie wirklich eine Rivalität zwischen Michael Schumacher und Lewis Hamilton geben konnte, war es letztlich Sebastian Vettel, der Hamilton herausfordern konnte. Mit Erfolg, wie die vier WM-Titel mit Red Bull Racing unterstreichen. In dieser Saison ist er auch mit Ferrari endlich wieder im Kampf um den größten aller Titel mit von der Partie. 

Wie man als Leser mittlerweile vermuten kann, startete auch Vettels Weg bereits mit dreieinhalb Jahren im Kartsport, in dem er stets die Unterstützung seiner Familie erfuhr. Diese nahm zum Teil große finanzielle und persönliche Strapazen auf sich, um ihren talentierten Sohn zu Rennen in ganz Europa zu begleiten. Sein späterer Formel 1-Rennstall Red Bull erkannte bereits früh das Potential und nahm den Deutschen 1998, drei Jahre vor seinem Triumph bei den europäischen und deutschen Juniorenkartmeisterschaften, in sein Förderprogramm auf. 

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