Neuheiten und Veränderungen im Chassisbereich 2015

17. Januar 2015, 17:48
Autor: Kart-Magazin.de - Florian Kluge | Bilderquelle:
Neuheiten und Veränderungen im Chassisbereich 2015

Die IKA 2015 ist in vollem Gange und die renommierten Chassishersteller präsentieren bei regem Interesse ihre Neuheiten. Wir waren unterwegs und fragten konkret bei Praga, Sodi Kart, CRG und BirelART nach Veränderungen gegenüber der Saison 2014.

Zuerst stand uns das Team von M-Tec Praga Racing, Importeur für Praga und OK1 Karts in Deutschland Rede und Antwort. Als Neuheit präsentierte man uns das Invictus Evo: es verfügt über einen Rahmen mit 32 Millimeter Durchmesser und kann für getriebelose Karts und auch Rotax Max DD2 Karts eingesetzt werden. Alle anderen Modelle haben den Zusatz Evo im Namen erhalten. Des Weiteren gibt es Veränderungen im Detail, so wurde zum Beispiel die Bremsscheibe neu entwickelt und bringt nun 25 Prozent weniger Gewicht auf die Waage. Die Geometrie des Rahmens ist bis auf kleine Optimierungen gegenüber zum Vorjahr gleich geblieben. Getreu dem Motto never touch a running system.

Beule-Kart hat sich für die kommende Saison als Importeur der französischen Marke Sodi Kart etabliert. Auch hier erfuhren wir Interessantes über Veränderungen im Hause Sodi Kart. Auf den ersten Blick sieht alles vertraut und mit Liebe zum Detail verarbeitet aus, wie auch bei anderen Herstellern zu sehen. Ähnlich wie im Hause Praga wurde auch hier die Bremse überarbeitet und sorgt für sehr gute Verzögerungswerte. Der vier Kolben Bremssattel trägt seinen Teil mit Bravour dazu bei. Besonders aufgefallen ist uns am Sodi Kart die neue Sicherung für den Heckauffahrschutz, welche verhindert, dass dieser unkontrolliert auf die Strecke fällt. Besonders erfreut ist man im Hause Beule-Kart über den Fakt, dass sich Sodi Kart in Deutschland mehr und mehr etabliert.

Unser Weg auf dem Messegelände der IKA 2000 führte uns am Stand von CRG Deutschland vorbei. Im Bereich der Schaltkarts gibt es nach wie vor das Modell Road Rebel als Platzhirsch. Für alle Fahrer ohne Schalthebel präsentierte man die beiden Neuentwicklungen KT 2 und KT 3. Während das KT 2 über einen Rahmen mit 28 Millimeter Durchmesser verfügt, trifft man beim KT 3 auf einen 30 Millimeter Rahmen. Große Veränderungen mussten an der Bremsanlage vorgenommen werden. Da die beliebte Keramikbremse ihre Homologation verlor, findet man nun Stahlscheiben zwischen den Bremskolben. Ähnlich wie bei fast allen anderen Herstellern gab es auch bei CRG Detailanpassungen an der Geometrie des Chassis. Diese fallen aber erst bei direktem Vergleich mit der vergangenen Generation auf.

Zu guter Letzt durften wir auch einen Blick auf die Fusion von Birel und ART werfen. Die „neue“ Marke nennt sich nun BirelART und verbindet das Knowhow, sowie die Tradition aus dem Hause Birel mit Innovation von ART Grand Prix. Die Chassis wurden vollständig aus der letzten Birel Generation übernommen, welche sich nun mit dem neuen BirelART Design präsentieren. Als Neuheit gehen die Chassis der Klasse KFJ an den Start. Diese weisen eine Rahmenstärke von 28 Millimetern auf. Als großes Plus kann BirelART die Möglichkeit aus dem Kartsport direkt in den Formelsport aufzusteigen verbuchen. Mit je einem Team in verschiedenen Rennserien ist für den Neuling, wie auch den erfahrenen Piloten etwas dabei. Das Engagement reicht von der Formel Renault 2.0, über die GP3 bis hin zur GP2. In dieser Saison erweitert man das Repertoire sogar auf die DTM. Dort wird man mit zwei AMG Mercedes C-Klasse an den Start gehen.

Im Großen und Ganzen gibt es also bei allen Herstellern Detailveränderungen, die die Performance weiter verbessern. Direkt ersichtliche Änderungen gibt es wie jedes Jahr nur im Design der verschiedenen Karts.