15. Mai 2017, 22:21 | Autor: Stephanie Förderer

Am vergangenen Wochenende ließ Enrico Förderer es sich nicht entgehen, an der Rotax Max Challenge in Wittgenborn teilzunehmen. Nach seiner grandiosen ersten Saison in der Rotax Max Challenge im letzten Jahr, in der er bereits den Titel des drittbesten Rotax Fahrers erhielt, möchte er dieses Jahr um die Meisterschaft kämpfen.

Der Bambini vom RSC Westerwald zeigte bereits beim RMC Open in Wackersdorf, was in ihm steckt, als er sich vom letzten Startplatz aus bis auf Platz zwei kämpfte. Auch in Wittgenborn lieferte er den Zuschauern eine tolle Show und sein Fanclub fieberte mit ihm.

Beim Qualifying schöpfte der Neuzugang vom Beule-Kart-Racing-Team sein volles Potzenzial noch nicht aus und blieb hinter seinen Ansprüchen auf Platz fünf. „Das kann ich hier eigentlich besser, immerhin war ich im letzten Jahr hier beim Rennen der RMC auf der Pole-Position“, ärgert sich der zehnjährige Leuteroder.

Von der Platzierung ließ er sich aber nicht aus dem Konzept bringen und startete das Rennen in Topform. Bereits in Kurve zwei lag er auf der zweiten Position. In der dritten Runde ging er am Erstplatzierten vorbei, beide gingen aber zu spät vom Gas und verbremsten sich, flogen raus, sodass Enrico sich nur auf Position zwölf einreihen konnte. „Das war natürlich ein Schock. Das ganze entschied sich innerhalb einer Sekunde, einmal zu spät gebremst und der Sieg war wieder in weite Ferne gerückt. Aber das ist Rennsport, da passieren auch solche Unfälle und damit muss man auch lernen klar zu kommen“, erzählt er betroffen.

Mit ganz viel Kampfgeist schaffte er es dennoch seine Konkurrenz wieder einzuholen und landete auf einem soliden fünften Platz. Beim Start des zweiten Rennens auf dem Vogelsbergring dann der Schock. In der ersten Kurve nach dem Start war er in eine Kollision verwickelt und landete außerhalb der Strecke. Mit einer halben Runde Rückstand auf den letzten Fahrer startete er die nächste Aufholjagd und zeigte abermals mit imposanten Überholmanövern was in ihm steckt und überfuhr die Ziellinie noch als letzter der Top-Ten.

Als ob er nicht schon für genügend Spannung gesorgt hätte, verließ das Glück ihn auch beim Start des dritten und letzten Wertungslaufs des Tages. Enrico konnte seinen Startplatz nicht mehr regelkonform einnehmen, da er in der Einführungsrunde eine Kollision mit einem anderen Fahrer hatte, der ihn nicht durchlassen wollte, damit er auf seinen Startplatz fahren konnte. Er landete abermals im Gras und holte das Feld von hinten auf. Zu seinem Glück wurde der Start abgebrochen, so dass er wieder den Anschluss an das Feld fand. Der junge Fahrer war sich aber nicht sicher, ob er noch auf seinen Startplatz vorfahren darf. Um keine Strafe oder gar eine Disqualifikation zu riskieren, blieb er lieber dahinter und startete als letzter 17. Fahrer. Davon ließ sich der ambitionierte Nachwuchsfahrer aber keineswegs aus der Ruhe bringen. Runde für Runde überholte er einen nach dem anderen, manchmal sogar zwei in einer Kurve und sah die Zielflagge als stolzer Vierter. Durch eine Zeitstrafe eines vor ihm platzierten Fahrers, landete er dann doch noch auf Platz drei, was ihm in der Tageswertung Platz fünf einbrachte, was eine gute Ausgangsposition fürs nächste Rennen der RMC in Wackersdorf darstellt.

„Mit dieser Leistung bin ich dennoch zufrieden, auch wenn mich diese unnötige Kollision in der Formationsrunde sehr geärgert hat. Ein Sieg in diesem Lauf wäre sicherlich möglich gewesen. Aber diese Aufholjagd hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. Mich packt dann der Ehrgeiz und ich sehe nur ein Ziel, jeden der vor mir fahrenden Gegner zu überholen!“ erzählte er stolz.

Nun geht es für ihn am Pfingstsonntag wieder auf dem Vogelsbergring in Wittgenborn weiter, wenn er um die nächsten Meisterschaftspunkte bei den ACV Nationals kämpfen wird.

„Ein ganz besonderer Dank geht an meinen Onkel und Mechaniker Waldemar Förderer, ohne den ich die Möglichkeit nicht hätte, Kart zu fahren, sowie an meinen Mechaniker Andy Anton und meinen Betreuer Santo Alessio Curto, die ihr bestmöglichstes geben, um mich und mein Kart optimal vorzubereiten. Ein weiterer Dank gilt natürlich meinem Fanclub: Danke das ihr da seid und mir eure Unterstützung schenkt. Ein weiterer Dank geht auch an meine Sponsoren FEW Sports, Clean-XL GmbH & Co. KG, Printalarm, AXA Versicherung Alexander Leis, TMK Gebäudereinigung, Küchentreff Heiligenroth und der Steuerberaterpartnerschaft Jund & Wittlich, ohne die es mir nicht möglich wäre, dieses teure Hobby auszuüben.“