RMW Motorsport beim WAKC und bei der RMC Germany auf Erfolgskurs

Doppelsieg für Luka Koullen – Podestplatz bei RMC Germany rundet erfolgreiches Wochenende ab

9. Juli 2026, 20:29
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: RMW Motorsport
RMW Motorsport beim WAKC und bei der RMC Germany auf Erfolgskurs

Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter RMW Motorsport. Während die Mannschaft beim dritten Lauf des Westdeutschen ADAC Kart Cup auf dem 1.038 Meter langen Vogelsbergring in Wittgenborn mit zahlreichen Spitzenplatzierungen überzeugte, sorgte Kilian Kommer parallel beim Lauf der Rotax MAX Challenge Germany im sächsischen Mülsen mit einem Podestplatz für ein weiteres Highlight. Allen voran Luka Koullen mit einem Doppelsieg sowie Mats Stein und Max Jr. Hoch prägten die starke Bilanz des Koblenzer Rennteams.

Eine Glanzvorstellung legte Luka Koullen bei den X30 Senioren hin. Der in Koblenz lebende Niederländer sparte im Zeittraining bewusst Reifen und benötigte nur wenige Runden, um die Pole-Position zu erobern. Im ersten Rennen setzte er sich direkt an der Spitze ab und fuhr einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen. Im zweiten Durchgang legte Koullen noch einmal nach, markierte eine schnelle Runde nach der anderen und vergrößerte seinen Vorsprung bis zur Zielflagge auf mehrere Sekunden. Mit der maximalen Ausbeute von 50 Punkten sicherte er sich überlegen den Tagessieg.

Ein starkes Gesamtbild lieferte RMW Motorsport auch bei den Rotax Mini ab. Mats Stein setzte im Zeittraining mit der Pole-Position das erste Ausrufezeichen und führte gemeinsam mit Jenna Hansen die erste Startreihe komplett in RMW-Farben an. In den Rennen musste Stein die Spitze zwar abgeben, vermied aber unnötiges Risiko und sammelte mit zwei zweiten Plätzen wichtige Punkte. Rang zwei in der Tageswertung war der verdiente Lohn. Hansen hatte sich nach einem noch schwierigeren Samstag deutlich gesteigert und unterstrich mit Platz zwei im Qualifying ihre Fortschritte. Ein turbulenter Start in den zweiten Lauf kostete sie jedoch ebenso wie Lenni Haselwander mehrere Positionen. Haselwander zeigte in seiner ersten Saison erneut eine gute Leistung und bestätigte trotz des Rückschlags seine Entwicklung.

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Louis Grunert komplettierte das RMW-Quartett bei den Rotax Mini. Der Youngster steigerte sich von Turn zu Turn und ließ sich auch von einer Handverletzung sowie einem stark beschädigten Chassis nicht aus der Ruhe bringen. Mit viel Kampfgeist zog er das Wochenende durch, auch wenn sich seine starke Entwicklung am Ende nicht vollständig im Ergebnis widerspiegelte. In der Tageswertung belegten Stein, Haselwander, Grunert und Hansen die Positionen zwei, vier, fünf und sechs.

Ebenfalls einen Pokal nahm Max Jr. Hoch aus Haßfurt mit nach Hause. Der einzige RMW-Pilot in der Mini-Kategorie knüpfte an die Fortschritte des vorangegangenen Teamtests an und steigerte sich erneut deutlich. Nach Platz drei im ersten Rennen legte er im zweiten Durchgang noch einmal zu und wurde Zweiter. Punktgleich mit dem Tageszweiten belegte Hoch am Abend Rang drei.

Bei den X30 Junioren zeigte David Bangert, welches Potenzial in ihm steckt. Von Platz acht im Zeittraining arbeitete sich der Rookie im ersten Rennen mit einer starken Vorstellung bis auf Rang drei nach vorne. Der zweite Durchgang endete dagegen schon vor dem eigentlichen Rennstart. Nach Problemen in der Einführungsphase konnte Bangert nicht mehr am Rennen teilnehmen und fiel dadurch auf Platz sieben der Tageswertung zurück.

Ein schwieriges, aber zugleich lehrreiches Wochenende erlebte Anton Müller bei den X30 Senioren. Der Rookie steigerte sich über die Trainingstage kontinuierlich und war im ersten Rennen auf einem guten Weg, als er einer Massenkollision vor ihm nicht mehr ausweichen konnte. Die Beschädigungen an seinem Kart bedeuteten das vorzeitige Aus. Im zweiten Lauf brauchte Müller einige Runden, fand anschließend aber immer besser in seinen Rhythmus, schloss Lücken und machte mehrere Positionen gut. Mit Rang zwölf in der Tageswertung blieb das Resultat hinter seiner tatsächlichen Entwicklung zurück.

Viel Kampfgeist bewies auch Luna Fee Lessen bei den Rotax Senioren. Nach einer Erkrankung im Winter fehlten ihr auf der körperlich anspruchsvollen Strecke in Wittgenborn noch die letzten Reserven. Trotzdem gab sie nicht auf, steigerte sich kontinuierlich und brachte beide Rennen ins Ziel. Als Zehnte der Tageswertung sammelte sie weitere wichtige Rennkilometer.

Auch bei der Rotax MAX Challenge Germany wusste RMW Motorsport zu überzeugen. In der Mini-Kategorie zeigte Kilian Kommer auf der schnellen Strecke in Mülsen eine starke Vorstellung. Im Zeittraining fehlte dem Nachwuchspiloten auf seiner schnellsten Runde der entscheidende Windschatten, dennoch belegte er einen starken fünften Rang. In beiden Heats verlor Kilian zunächst einige Positionen in den Eröffnungsrunden, kämpfte sich anschließend, aber eindrucksvoll zurück und beendete die Rennen auf den Plätzen drei und vier. Mit Rang fünf im Super Heat schuf er eine gute Ausgangslage für das Finale, in dem er sich mit einer kämpferischen Leistung den dritten Platz sicherte. Der Podesterfolg bringt wichtige Meisterschaftspunkte und hält den RMW-Piloten weiterhin aussichtsreich im Titelrennen der Mini-Klasse.

„Das war ein richtig schönes Wochenende für uns. Die Bedingungen waren perfekt und die Stimmung im Team war super. Luka hat mit Pole-Position und zwei souveränen Siegen eine beeindruckende Vorstellung abgeliefert. Dazu hatten wir bei den Rotax Mini die komplette erste Startreihe und Mats wurde starker Tageszweiter. Parallel hat Kilian in Mülsen super abgeliefert. Aber auch bei unseren Rookies sehen wir von Rennen zu Rennen deutliche Fortschritte. Natürlich hatten wir mit einigen Unfällen und Ausfällen auch Pech, doch die Entwicklung stimmt und darauf können wir aufbauen“, zog Michael Wangard ein positives Fazit.