19. März 2014, 18:24 | Autor: RIMO - Timo Deck

Das Praga M-Tec Racing Team reiste am vergangenen Wochenende vom 15. bis 16. März 2014 mit einem Großaufgebot zum ersten RMC-Winterpokal auf den Erftlandring nach Kerpen. Nicht weniger als acht Piloten gingen unter der Bewerbung des deutschen Praga-Importeurs aus Siegburg an den Start.

Im Feld der DD2 vertrat Maurice Schiwy die blauen Teamfarben. Im Zeittraining etablierte er sich auf dem fünften Platz. Diese Ausgangslage konnte der Gelsenkirchener in den Vorläufen ausbauen. Im ersten Heat erkämpfte er sich den dritten Platz und legte im zweiten Durchgang noch einmal nach, indem er als Erster den Zielstrich kreuzte. Doch die Hiobsbotschaft folgte nach den Vorläufen: Aufgrund unsportlicher Fahrweise wurde er von der Wertung ausgeschlossen, wodurch er für die Finalrennen nicht mehr startberechtigt war.

Gleich sieben Piloten – darunter einige ehemalige Junioren – schickte Teamchef Manfred Haufe in der teilnehmerstärksten und international besetzten Klasse der Senioren an den Start. Junior-Aufsteiger Pascal Drewing bewies schon im Zeittraining, dass er keine Probleme mit dem Klassenumstieg hat und fuhr die fünftschnellste Runde, was zugleich das beste Teamergebnis darstellte. In den Heats musste der Youngster etwas zurückstecken, platzierte sich im Zwischenklassement aber dennoch auf dem hervorragenden neunten Platz. Daraus machte der ehemalige Junior-Champion im Prefinale einen respektablen zehnten Platz. Auch im Finale war Drewing schnell unterwegs, blieb aber am Ende aufgrund einer nachträglichen Disqualifikation ohne Ergebnis.

Dafür holte Teamkollege Simon Wagner die Kohlen aus dem Feuer. Er fand sich nach den Vorläufen auf Position acht wieder und übernahm fortan das Zepter im teaminternen Ranking: Im Prefinale machte er Boden gut und kreuzte als Sechster die Ziellinie, was ihm eine vielversprechende Ausgangslage für das entscheidende Finale bescherte. Im letzten Rennen des Tages mischte der mehrfache RMC-Champion von Beginn an die Spitze auf und lag einen Großteil der Renndistanz in Lauerstellung hinter dem Spitzenreiter. Erst in der Schlussphase musste er noch eine Position abtreten, was ihm als Drittem einen Platz auf dem Podium bescherte.

Auf das Podest stieg auch Niki Kresse. Der Wiener erkämpfte sich mit den Plätzen neun und acht zwei Top-Ten-Ergebnisse in den Finalrennen und wurde für seine Leistung verdient als Sieger der Rookie-Wertung ausgezeichnet. Eine ausgezeichnete Vorstellung lieferte auch ex-Junior Maximilian Schmitt ab. Er fand sich auf Anhieb bei den Senioren zurecht, auch wenn es in den Vorläufen noch nicht danach aussah. Nur als 20. startete er ins Prefinale, was ihn aber nicht davon abhielt, eine sehenswerte Aufholjagd abzuliefern. Sein Kampfgeist wurde mit Rang elf belohnt und im Finale untermauerte er sein Können wiederum mit dem beeindruckenden zehnten Platz.

Weniger rund lief das erste Kräftemessen des Jahres für Sophia Menzenbach, Jan Frederik Bock und Rasmus Schaper. Sie belegten im entscheidenden Finale die Positionen 22 (Schaper), 24 (Menzenbach) und 25 (Bock). Dennoch sammelten sie wichtige Erkenntnisse für den bevorstehenden Saisonstart im April. Dieses Fazit zog am Abend auch Teamchef Manfred Haufe: „In erster Linie war der Winterpokal eine Möglichkeit der Saisonvorbereitung. Viele unserer Piloten sind noch nie Heats gefahren – hier zählt Taktik und Erfahrung. Außerdem haben wir einige Klassenaufsteiger in unseren Reihen, die sich erst einmal in ihrem neuen Umfeld zurechtfinden müssen. Das ist dem einen oder anderen schon besser gelungen als dem anderen. Insgesamt bin ich positiv von der Entwicklung überrascht. Wir sind in sämtlichen Klassen sehr gut aufgestellt und ich bin mir sicher, dass wir unsere Erfolgsgeschichte in der RMC auch 2014 fortsetzen werden.“