Nebel bremst Rennstart beim BNL-Auftakt in Ostricourt

25. März 2026, 21:54
Autor: Michelle Beselbecke | Bilderquelle: shelly media
Nebel bremst Rennstart beim BNL-Auftakt in Ostricourt

Mit insgesamt 117 Fahrern startete die BNL Karting Series in Ostricourt in die neue Saison und bot dabei ein Wochenende mit zwei Gesichtern. Während Freitag und Samstag bei strahlendem Sonnenschein beste Bedingungen herrschten, sorgte dichter Nebel am Sonntagmorgen für eine Verzögerung von rund zweieinhalb Stunden. Teilweise lagen die Sichtweiten unter 50 Metern, ehe sich der Nebel lichtete und der Renntag doch noch planmäßig über die Bühne gehen konnte.

Eine wichtige Neuerung prägte den Ablauf zusätzlich, denn erstmals wurden an beiden Tagen jeweils Warm-up, Qualifying, Heats und Finalrennen ausgetragen. Dadurch ergaben sich gleich mehrere Chancen, sich im Feld zu behaupten und sich nach Rückschlägen wieder nach vorne zu arbeiten.

Mini Max / Mini Rookie:

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In der Mini-Kategorie gingen 26 Fahrer an den Start, wobei sich über das gesamte Wochenende hinweg ein klares Bild entwickelte, in dem vor allem die britischen Fahrer den Ton angaben.

Bereits am Samstag setzte Joshua Cooke ein erstes Ausrufezeichen. Nach starken Leistungen in Qualifying und Heats bestätigte er seine Pace auch im Finale und sicherte sich den Tagessieg vor Austin Oman und Dejan Habets.

Auch am Sonntag blieb Cooke das Maß der Dinge. Er knüpfte nahtlos an seine Leistung vom Vortag an und setzte sich erneut im Finale durch. Hinter ihm kam Ruberto Maria auf Rang zwei ins Ziel, während Austin Oman als Dritter erneut im Vorderfeld mitmischte.

Über beide Renntage hinweg zeigte sich damit eine klare Konstellation an der Spitze. In der Gesamtwertung setzte sich Joshua Cooke souverän durch, gefolgt von Austin Oman und Maria Ruberto, die das durchgehend britisch geprägte Podium komplettierten.

Junior Max:

Mit 37 Fahrern bot die Junior-Klasse über beide Renntage hinweg ein stark besetztes und eng umkämpftes Feld. Bereits ab den ersten Sessions zeigte sich eine hohe Leistungsdichte, in der sich mehrere Fahrer immer wieder im vorderen Feld behaupten konnten.

Am Samstag bestimmten vor allem Finlay Lines, Alfie Ward und Sebastian Chauh Clark das Geschehen in Qualifying und Heats und setzten sich an der Spitze fest. Doch im Finale verschoben sich die Kräfteverhältniss, denn Kian Burnard nutzte seine Chance und sicherte sich den Tagessieg. Dahinter überzeugte Luan Seidl mit Rang zwei, während Ward das Podium komplettierte. Lines, nach den Heats noch Führender, wurde Vierter.

Auch am Sonntag blieb das Feld eng zusammen, mit mehreren Fahrern, die immer wieder Akzente setzen konnten. An der Spitze bestätigte Kian Burnard jedoch seine starke Form und setzte sich erneut durch. Finlay Lines folgte auf Rang zwei, während sich Louis Radcliffe mit Platz drei erstmals am Wochenende auf dem Podium platzieren konnte.

Damit ging der Gesamtsieg klar an Kian Burnard, gefolgt von Lines und Seidl, die über beide Tage hinweg konstant im vorderen Feld unterwegs waren.

Aus deutscher Sicht war Julian Dümmer in der Klasse am Start und zeigte vor allem am zweiten Renntag eine starke Entwicklung. Während er den Samstag nach soliden Heats mit Platz 22 im Finale abschloss, konnte er sich am Sonntag Schritt für Schritt steigern. Bereits im Qualifying positionierte er sich im Mittelfeld, bevor er sich über die Heats weiter nach vorne arbeitete und im Finale mit Platz 8 ein deutliches Ausrufezeichen setzte. In der Gesamtwertung hieß es für ihn dann Rang 13.

Senior Max: 

Am Samstag setzte zunächst Ties van Wijk das Tempo und setze sich gemeinsam mit Scott Marsh und Vince Vanderhallen an die Spitze. Über die Heats hinweg blieb das Feld eng beisammen, bevor sich van Wijk im Finale durchsetzen konnte. Vanderhallen folgte auf Rang zwei, während Tom Langlois den 3. Platz belegte.

Am Sonntag verschob sich das Kräfteverhältnis an der Spitze spürbar. Bereits im Qualifying setzte Vince Vanderhallen die Bestzeit, bevor sich im weiteren Verlauf vor allem Harry Freeman, Rayan Ghandour und Macaulay Bishop an den vorderen Positionen platzierten. In den Heats sammelten mehrere Fahrer wichtige Punkte, wodurch die Ausgangslage für das Finale offen blieb.

Im entscheidenden Rennen nutzte Macaulay Bishop seine Chance und sicherte sich den Sieg. Sverre Ubben fuhr auf Rang zwei, während Charlie King das Podium als Dritter abrundete. Van Wijk, Sieger vom Samstag, belegte Rang sieben.

In der Gesamtwertung setzte sich damit Macaulay Bishop an die Spitze, gefolgt von Ties van Wijk und Vince Vanderhallen, die über beide Renntage hinweg konstant unterwegs waren.

Einziger deutscher Starter war Louis Oliver Günther, der stark ins Wochenende gestartet war und sich nach den Heats am Samstag bis auf Platz 11 der Gesamtwertung nach vorne gearbeitet hatte. Im Finale am Sonntag wurde das große und eng umkämpfte Feld zum entscheidenden Faktor, wodurch er das Wochenende letztlich auf Rang 28 beendete.

DD2 & DD2 Masters:

Auch in den Klassen DD2 und DD2 Masters entwickelte sich unter den insgesamt 14 Teilnehmern über beide Renntage hinweg ein intensives und abwechslungsreiches Renngeschehen, bei dem sich mehrere Fahrer im Kampf um die Spitzenpositionen abwechselten.

Am Samstag setzte zunächst Nijs Lenn im Qualifying die Bestmarke und zählte damit früh zu den Favoriten. Im weiteren Verlauf mischten jedoch auch Ralph van de Pavert und Yort van Wijk immer wieder an der Spitze mit. Besonders im Pre-Finale konnte van de Pavert ein Ausrufezeichen setzen und sich auf Rang 1 platzieren. Im Finale fand Nijs dann wieder seinen Rhythmus, übernahm die Führung und brachte den Sieg souverän ins Ziel. Hinter ihm reihten sich van Wijk und van de Pavert auf den nächsten Positionen ein.

Am Sonntag zeigte sich ein ähnliches Bild, allerdings mit noch engeren Abständen an der Spitze. Nijs knüpfte erneut an seine starke Form an und lag bereits nach dem Zeittraining vorne. Im Verlauf der Heats blieb das Feld dicht zusammen, wobei sich neben Nijs auch van Wijk, van de Pavert sowie Guillaume Nicolas immer wieder im Spitzenkampf behaupteten. Im Pre-Finale konnte sich Theo Lemoine deutlich nach vorne arbeiten und mit Platz 2 ein starkes Ergebnis einfahren.

Im entscheidenden Finale setzte sich erneut Lenn Nijs durch. Yort van Wijk bestätigte seine konstant starke Leistung mit Rang zwei, während Ralph van de Pavert erneut auf dem dritten Platz ins Ziel kam.

In der Gesamtwertung blieb Nijs damit das Maß der Dinge und sicherte sich den Gesamtsieg vor van Wijk und van de Pavert.

Aus deutscher Sicht waren Jannik Jakobs und Theo Lang im Feld vertreten. Jakobs bestätigte seine konstante Leistung über beide Tage hinweg und belegte am Samstag Rang 6 im Finale, bevor er sich am Sonntag auf Position 5 verbessern konnte. Theo Lang kam am Samstag auf Platz 5 ins Ziel und lag damit ebenfalls in Schlagdistanz zur Spitze. Am Sonntag fiel er im Finale nach einer Zeitstrafe auf Rang 11 zurück.

In der DD2 Masters Kategorie überzeugte Jim Ringelberg mit konstanten Ergebnissen über beide Tage und sicherte sich den Sieg in der Gesamtwertung. Dahinter platzierten sich Christophe Capitaine und Christophe Adams.

Mit einem intensiven Auftakt in Ostricourt hat die BNL Karting Series bereits früh das hohe sportliche Niveau der Saison unterstrichen. Enge Zeitabstände, wechselnde Spitzenpositionen und zahlreiche Positionskämpfe prägten das Geschehen über beide Renntage hinweg.

Die Fortsetzung folgt vom 17. bis 19. April 2026 im Karting des Fagnes (Mariembourg – Belgien). Auf der traditionsreichen Strecke steht die zweite Runde der Meisterschaft an, bei der sich zeigen wird, welche Fahrer ihre Form bestätigen können und wie sich die Kräfteverhältnisse im weiteren Saisonverlauf entwickeln.