2. Februar 2016, 19:57 | Autor: Timo Deck

Am 30. und 31. Januar 2016 endete für das KSM Racing Team die Winterpause. Auf dem Erftlandring in Kerpen stand mit dem Winterpokal das erste Rennen des Jahres auf dem Programm, das eine gute Möglichkeit bot, die aktuellen Kräfteverhältnisse auszuloten. Entsprechend voll besetzt, war das Teamzelt der KSM-Mannschaft um Ralf Schumacher Gleich 18 KSM-Piloten traten an und feierten am Abend trotz widriger Wetterbedingungen zahlreiche Siege und Podestplätze.

Bei den Bambini-Piloten sorgte Nico Hantke für Aufsehen. Der Youngster markierte die Bestzeit im Qualifying und holte sich im ersten Rennen den Sieg. In den Rennen 2 und 3 lieferte er sich ein packendes Duell um die Spitze und sah beide Male als Zweiter die Zielflagge. Im Tagesergebnis sicherte er sich den zweiten Platz. Durchwachsen verlief der Winterpokal für Teamkollege Fabio Rauer: Er etablierte sich im Mittelfeld, hatte aber auch – aufgrund eines verlorenen Spoilers – einen Ausfall zu verkraften, weshalb am Ende nur Rang neun im Gesamtergebnis heraussprang.

Die beiden Schaltkart-Piloten Richard Bub und Kodi-Nikola Latkovski erlebten eine Achterbahnfahrt. Bub konnte im Zeittraining den vielversprechenden zweiten Platz herausfahren und verwandelte diesen im ersten Rennen in einen Sieg. Leider lief es danach nicht mehr planmäßig. Im zweiten Lauf reichte es noch für Rang fünf, bevor er im dritten Durchgang vorzeitig aufgeben musste. In der Endabrechnung reichte es daher nur noch zum siebten Platz vor seinem Teamkollegen Latkovski, der als Gesamt-Achter ebenfalls kein Glück hatte.

Luke Füngeling vertrat die Teamfarben im stark besetzten Feld der X30 Junioren. Als Pole-Setter durfte der schnelle Tony Kart-Pilot ins erste Rennen starten, das er sogleich als Sieger beendete. Im zweiten Rennen konnte er erneut wichtige Punkte sammeln, indem er als Zweiter abgewinkt wurde. Nicht ganz so rund verlief der letzte Lauf, den er auf Rang sechs abschloss. In der Tageswertung wurde seine konstante Leistung dennoch mit dem verdienten zweiten Rang auf dem Podium belohnt. Das galt auch für Jan Heinen bei den Rotax Senioren. Der letztjährige Junior gab seinen Einstand im Senioren-Feld und schaffte als Zweiter auf Anhieb den Sprung in die Pokalränge.

Ebenfalls auf dem Podest fand sich Levi O’Dey wieder. Er trat in der neuen Rok Junioren-Klasse an und fuhr am Ende den dritten Platz nach Hause. Vor ihm platzierten sich mit Jan-Vincent und Benedict Stolle zudem zwei weitere Tony Kart-Piloten aus dem Partner-Rennstall von RBM Motorsport. Im Feld der Rok Senioren feierte die KSM-Mannschaft einen wahren Durchmarsch: Mit Marcel Lipp, Gilian Lipinski und Alexander Pleimes war das Podium fest in der Hand des OTK-Importeurs.

Eine ebenso dominante Vorstellung lieferte die KSM-Truppe in der neuen OK Junioren-Kategorie ab. Vier Piloten schickte man in das Premieren-Rennen der Klasse und räumte mit David Brinkmann letztlich nicht nur den Sieg ab. Dank Leonard Apel, Doureid Ghattas und Dennis-Peter Scott kamen auch die weiteren Platzierten allesamt aus dem Kerpener Rennstall, was einen Vierfachsieg darstellte.

Ähnlich erfolgreich schnitten die Teamkollegen beim Debüt der OK Senioren ab: Der amtierende DJKM-Champion Bent Viscaal fühlte sich pudelwohl in der neuen Klasse und untermauerte dies mit einem beeindruckenden Dreifachsieg. Hinter dem Niederländer komplettierte Luca Lippkau als Zweiter den Doppelsieg in der Tageswertung. Team-Neuzugang John Norris war nach der Pole-Position ebenfalls ein Podest-Favorit, doch den Iren kostete ein Ausfall – aufgrund eines verlorenen Kettenschutzes – wichtige Punkte, sodass er die Tageswertung schließlich als Vierter beendete. Als Fünfter komplettierte Jonathan Judek unmittelbar dahinter das Ergebnis des Winterpokals.

Strahlende Gesichter tummelten sich am Abend im Mannschaftszelt – darunter auch Teamchef Ralf Schumacher: „Das war ein absolut erfolgreiches Wochenende mit über zehn Podestplätzen und mehreren Siegen. Es ist ein bisschen schade, dass die OK-Klassen nicht so stark besetzt waren. Wir hätten uns hier einen größeren Wettbewerb erhofft, der aber in jedem Fall noch kommen wird. Gelungen waren meiner Meinung nach die Rennen der Rok-Klassen. Die Fahrer und Teams waren sehr zufrieden mit den Motoren, was mir zeigt, dass es eine gute Alternative zu IAME oder Rotax ist.”

Eine Pause legt das KSM Racing Team nicht ein. Bereits am kommenden Wochenende findet der erste internationale Schlagabtausch statt. Hierfür reist das Team zum WSK Champions Cup auf den Adria Raceway nach Italien.