26. Januar 2015, 8:24 | Autor: Rimo-Verlag

Der Jubliäumssieger der 24 Stunden von Leipzig (23. bis 25. Januar 2015) steht fest. Nach 1.616 Runden setzte sich das Team von Weitracon I vor Lap’s Kartcenter bei Mazda Autohaus Gaida & Fichtler und MDS Racing Team I in der „Blauen Hölle von Leipzig“ durch.
“Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das gesamte Team hat einen super Job gemacht und es war ganz bestimmt nicht einfach gegen so starke Mitbewerber“, so Alfred Mangelberger der als Teamchef schon im sechsten Jahr in Leipzig im Einsatz ist und mit seinem Stellvertreter Viktor Ferder einen kongenialen Partner an seiner Seite wusste. „2014 hatten wir schon ein paar Führungskilometer gesammelt. Daher hat uns der letztjährige vierte Platz motiviert in 2015 voll anzugreifen.“ Das Sixtett Mike Halder, Johannes Neuhauser, Patrick Dolleschall, Dennis Höller, Markus Haimbuchner und Anton Hahnenkamm war konstant schnell unterwegs und war sicherlich verdienter Sieger. Zwar hatte man eine Durchfahrtstrafe, doch die fuhr man sich durch schnelle Zeiten wieder weg. „Wir haben unser Ding durchgezogen und eine feste Taktik gehabt. Unser Ziel im Vorfeld war die Top 5, umso glücklicher sind wir jetzt natürlich über den Sieg. Hier in Leipzig gibt es sechs, sieben Mannschaften die gewinnen können“, so Mangelberger abschließend.
Nachdem das Team Lap’s Kartcenter bei Mazda Autohaus Gaida & Fichtler die erste Rennhälfte dominierte, war Weitracon zur Stelle, als die Mannschaft von Teamchef René Schmitz in der Nacht mit leerem Tank auf der Strecke liegenblieb. „Wir sind mit Platz zwei natürlich nicht glücklich“, so ein ehrlicher René Schmitz. „Wir hätten natürlich gerne gewonnen aber es sollte nicht sein.“ Und Andy Koppka ergänzte: „Wir hatten zwischendurch einen höheren Verbrauch und das hatte zur Folge, das wir einmal liegenblieben sind. Aber das passiert im Motorsport. Ich denke es wäre auch so sehr knapp geworden, da Weitracon I wirklich sehr stark war. Gratulation an das Team zum Sieg. Wir werden 2016 wieder angreifen.“
Glücklich sein durfte Daniela Seidler mit ihren beiden Teams. MDS Racing und MDS Racing by WnG. Als neues Team war man zum ersten Mal in Leipzig dabei. Man darf die sympathische Truppe als große Bereicherung des Langstreckenklassikers sehen und ganz bestimmt auch als riesengroße Überraschung. „Wir sind mit dem Podestplatz und Rang fünf sehr zufrieden“, so Daniela Seidler. „Man darf ganz bestimmt nicht nach Leipzig kommen und hoffen, dass man Dritter wird. Ich bin stolz auf die Leistung der Truppe, die hervorragend gefahren ist. Es war spannend bis zum Ende und wir mussten jederzeit aufpassen.“ Ein wenig ärgern durfte man sich vielleicht über einen Fehler in der letzten Stunde, als man eine Durchfahrtsstrafe bekam. Vielleicht wäre dann sogar der Angriff auf Platz zwei möglich gewesen. Mit Maximilian Barth stellte man aber den Piloten mit der schnellsten Rundenzeit. Kurz vor Ende fuhr er in Runde 1.604 noch eine Zeit von 51,482 Sekunden auf der 700 Meter langen Bahn.
Eine tolle Aufholjagd zeigte derweil der Vorjahressieger CV Racing by MR, der auf Platz fünf kam. Zwischendurch lag man auf Platz acht, da man innerhalb von 90 Minuten zwei Durchfahrtsstrafen erhalten hatte. „Im letzten Jahr hatten wir keine Strafen und das war der Schlüssel zum Erfolg. Aber man muss auch sagen, dass das Starterfeld in diesem Jahr schon wieder besser geworden ist“, so ein fairer Christian Voß.
Wie schon erwähnt, war der fünfte Platz für das Team MDS Racing by WnG eine Überraschung. Unmittelbar dahinter folgte das CARTteam.de I. Hier hatte man sich im Vorfeld sicherlich mehr ausgerechnet, doch nach dem Rennverlauf war Teamchef Alex Stannigel allerdings zufrieden. „Nachdem wir uns mit dem Kart angefreundet hatten, ging es nach und nach besser. Von Platz 18 sind wir in der ersten Rennhälfte schon bis auf Fünf vorgefahren. Das war sehr gut.“
Ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis auch für die Gäste aus dem belgischen Eupen. Mit französischen, belgischen und deutschen Piloten angetreten, kam man zum siebten Platz. „Die Fahrer werden über ein Ranking bei uns ermittelt. Es sind unsere schnellsten Langstreckenpiloten. Sie haben uns hier in Leipzig toll vertreten“, so Teamchef Peter Vandenreyt.
Nicht ganz zufrieden war dagegen das Team RF Racing. Hier hatte sich Carsten Rettstadt und Teamchefin Andrea Falk mehr vorgestellt. „Platz vier wäre möglich gewesen. Aber leider gab es ein paar Probleme und wir kamen nicht weiter vor.“
Die Top Ten komplettierten das Goldtimer Renntaxi von Mike Scherr („Wir hatten 2015 mit vielen Handicaps zu kämpfen. Aber die Mannschaft hat gebissen ohne Ende und das macht uns stolz.“) und das Team RaMaMo Racing von Teamchef Martin Wirkijowski („Wir haben unser Ziel leider nicht ganz erreicht aber das Fahrerfeld ist auch stärker geworden.“).
Sehr zufrieden sein durfte auch die Rennleitung um Werner Aichinger, David Hofmann und Hannes Hirsch. „Dankeschön an alle Fahrer und Teamchefs. Für uns waren es die fairsten 24h Leipzig aller Zeiten. Es gab nicht eine einzige Situation die unsportlich war. Es ging super fair zu“, so Hannes Hirsch.
Wieder einmal waren die 24 Stunden von Leipzig ein absolutes Highlight und der Start in eine tolle Saison. Natürlich können nicht alle gewinnen, aber das 10-jährige Jubiläum entsprach den Erwartungen und zeigte tollen Motorsport.