Mike Fabry ist wieder der König von Rottweil

1. April 2014, 8:19 | Autor: Andreas Heinemann
Mike Fabry ist wieder der König von Rottweil

Nach dem Auftakt im österreichischen Feldkirch war Rottweil im Schwarzwald die zweite Station im Rennkalender der diesjährigen Internationalen Bodensee-Kartmeisterschaft, 14 Fahrer traten gegeneinander an.

In Vorlauf 1 passiert zunächst nicht viel. Die gewohnt starken Michael Wettmer (Appenzell/CH) und Adnan Cajic (Schlins/A) sichern sich die Plätze 1 und 2, Volker Gerstner (Bad Schussenried/D) holt sich erstmalig Platz 3 und qualifiziert sich damit ebenfalls für das große Finale.

Vorlauf 2 hat dagegen deutlich mehr zu bieten. Während Mike Fabry (Schönaich/D) und Tim Lampert (Hohenems/A) einsam vorne weg fahren, ist der Kampf um die Plätze 3 bis 6 spannend bis zum Schluss. Eugen Scherer (ZwiefaltenD/), gestartet von Position 3, bekommt gleichermaßen Druck von Eric Hofmann (Vaihingen/D) und Helene Altergot (Zwiefalten/D). Letztere hatte bereits kurz nach dem Start Uwe Vass (Markdorf/D) die Position 5 weggeschnappt. Und auch Eric Hofmann bekommt den Vorwärtsdrang von Helene Altergot zu spüren, in Runde 10 kann sie an ihm vorbeiziehen. Aber Hofmann steckt nicht auf, zeigt bei seinem ersten Auftritt in der IBK eine starke Leistung und kann in Runde 20 die Position 4 zurückerobern. Zwei Runden später macht Altergot einen Dreher im Tunnel, Vass zieht vorbei, es folgt eine Gelblichtphase. Während für Helene Altergot das Rennen gelaufen ist, geht’s bei den drei anderen Kampfhähnen munter weiter. Zunächst tauschen Vass und Hofmann mehrmals die Position, Hofmann bleibt am Ende vorn, schließt auf Eugen Scherer auf und überholt diesen auch kurz darauf. Aber auch Uwe Vass kommt von hinten immer näher. Eugen Scherer hat in der Schlussphase des Rennens alle Mühe auch diese Position zu verteidigen. Uwe Vass wittert seine Chance und macht Runde für Runde immer mehr Druck. Scherer leistet Widerstand und kann den Angriffsversuchen von Uwe Vass eine ganze Zeit lang standhalten. Aber Vass läuft die Zeit davon. Und tatsächlich in der letzten Runde kommt von Vass der beherzte und entscheidende Angriff an der Spitzkehre nach dem Tunnel. Mit etwas Fahrzeugkontakt und Rumpeln drückt er sich innen durch. Dieser Positionsgewinn sichert ihm die Teilnahme am großen Finale.

Im kleinen Finale kann sich Dominik Pröll (Ravensburg/D) die Pole holen, hinter ihm starten Helene Altergot und Ulf Kersting (Baienfurt/D). Kurz nach dem Start können René Pröll (Tuttlingen/D) und Eugen Scherer einen Platz gut machen, Ulf Kersting findet sich auf dem fünften Platz wieder. Helene Altergot macht ordentlich Druck auf den Führenden Dominik Pröll, für sie kein leichtes Unterfangen, denn sie hat 25 kg Zusatzgewicht an Bord. René Pröll fährt in Sichtweite mit 2 bis 3 Sekunden Abstand hinter den beiden her, kann aber nicht eingreifen. Ihm macht zunehmend seine Rippenprellung zu schaffen, die er sich in Feldkirch zugezogen hatte. Jeder Rempler schmerzt wie die Hölle. Und so können Eugen Scherer und Ulf Kersting auf ihn aufschließen, in Runde 26 lässt er die beiden passieren. Dominik Pröll gewinnt vor Helene Altergot und Eugen Scherer.

Im Großen Finale ist Mike Fabry mal wieder das Maß aller Dinge, wobei er sich die Pole erst kurz vor Ende des Qualy holt. Bis zur letzten Runde beansprucht Michael Wettmer die Bestzeit für sich. Und auch das Rennen machen diese beiden Top-Piloten unter sich aus. Nur Michael Wettmer kann das hohe Tempo von Mike Fabry mitgehen, bleibt konstant 1 bis 2 Sekunden hinter ihm, während die anderen Fahrer immer weiter abfallen. Das einzige Überholmanöver dieses Finallaufs ist der Positionstausch von Tim Lampert und Adnan Cajic in Runde 3. Kurz vor Rennende kann Michael Wettmer noch die unglaubliche Tagesbestzeit von 43,26 aufs Parkett legen, was aber den Sieg von Mike Fabry nicht mehr gefährdet. Tim Lampert, der Sieger von Feldkirch, holt Platz 3.

Die Platzierungen des Großen Finale spiegeln auch den neuen Stand in der Gesamtwertung wieder: Mike Fabry führt mit 81 Punkten, Michael Wettmer und Tim Lampert folgen mit 80 und 79 Punkten hauchdünn dahinter.

Das nächste Rennen gibt es am 17. Mai im schweizerischen Sulgen.

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