Klassik Karter haben ihren zweiten Auftritt im schwäbischen Bopfingen
Nach dem Saisonauftakt in Kerpen steht für die Klassik-Kart-Szene am kommenden Wochenende die nächste Station auf dem Programm. Der Klassik Kart Club Deutschland (KCD 90) tritt erstmals als Gastklasse bei der German Karting Series Light in Bopfingen an und feiert damit gleichzeitig seine Premiere auf der Strecke im Schwäbischen.
Das Programm sieht am Samstag freies Training vor, ehe am Sonntag neben weiteren Trainingssitzungen und dem Qualifying zwei Wertungsläufe zur Deutschen Klassik Kart Meisterschaft ausgetragen werden. Mit einem stetig wachsenden Teilnehmerfeld, das zunehmend auch von schnellen Fahrern aus den Niederlanden geprägt wird, entwickelt sich die Serie immer mehr zu einem deutsch-niederländischen Vergleich.
Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Klassik-Karts bis Baujahr 1988. Damit steht die Meisterschaft ganz im Zeichen des historischen Kartsports – aus einer Zeit, in der auf Kunststoffverkleidungen verzichtet wurde und die Technik auf das Wesentliche reduziert war. Leichte Chassis, luftgekühlte 100ccm-Motoren und klassische 125ccm-Schaltkarts prägen das Bild im Fahrerlager. Marken wie Birel, Hutless, Kali oder Allkart lassen dabei Erinnerungen an frühere Jahrzehnte des Kartsports wieder aufleben.
Gefahren wird im Gleichmäßigkeitsmodus, bei dem nicht die absolute Geschwindigkeit entscheidet, sondern die Konstanz. Sieger ist der Fahrer oder die Fahrerin mit der geringsten Abweichung in den Rundenzeiten – eine besondere Herausforderung, die Präzision und Gefühl für das Fahrzeug verlangt.
Nach dem ersten Rennwochenende führt der amtierende Meister Marlon Mathei die Gesamtwertung an. Dahinter haben sich Chris Stek und Berthold Bermel in eine gute Ausgangsposition gebracht. Spannung verspricht zudem der Einstieg weiterer Topfahrer in Bopfingen: Thomas Kracht und Reim greifen erstmals in die Meisterschaft ein, wobei insbesondere Kracht nach einem von technischen Problemen geprägten Auftakt in Kerpen auf wichtige Punkte angewiesen ist.
Neben dem sportlichen Wettbewerb steht vor allem der besondere Charakter der Klassik-Kart-Szene im Mittelpunkt. Handarbeit statt Hightech, Anschieben statt E-Starter und der unverwechselbare Klang der hochdrehenden Zweitaktmotoren sorgen für eine Atmosphäre, die Motorsportgeschichte erlebbar macht.
Mit der zweiten Station der Saison ist somit alles angerichtet für ein weiteres Wochenende voller Leidenschaft und authentischem Kartsport in Bopfingen.


