GKS Pro-Serie mit spannenden Rennen in Liedolsheim

16. April 2026, 18:27
Autor: Jean-Louis Capliuk | Bilderquelle: Jean-Louis Capliuk
GKS Pro-Serie mit spannenden Rennen in Liedolsheim

Monaco Flair auf der Kartbahn des TC-Liedolsheim sorgt seit eh und je für spannende Rennen voller Adrenalin. Und genau das hatte der 2.Lauf der Pro-Serie auf der ehemaligen EM-Strecke zu bieten. Das Wetter spielte auch wieder mit und sorgte ab den Prefinals für weitestgehend trockene Streckenverhältnisse.

79 Anmeldungen sorgten wieder für gut gefüllte Starterfelder und zufriedene Gesichter beim Veranstalter, den Teams und den Teilnehmern. Teams und Fahrer nutzten viel Tracktime am Freitag und Samstag, um sich auf den Renntag vorzubereiten. Als kleine Neuerung wird für den Rest der Saison bereits ab Samstag Nachmittag die Zeitnahme aktiviert. So konnten die Teilnehmer bereits im Vorfeld ihre Transponder prüfen und als erste Standortbestimmung die Zeiten aller Fahrer mit den eigenen vergleichen.

Nach anfänglichem Regen in den freien Trainings am Renntag, trocknete die Strecke während der Qualyfings ab und sorgte für trockene Bedingungen in den Rennläufen.

Mini-ROK: Sieg für für Leon Kamrad und Benedikt Wetzel

9 Starter kämpften bei den Mini-Rokkern um die Plätze. Hier setzte sich im Prefinale Leon Kamrad (C4-Racing) noch vor Benedikt Wetzel durch. Im Finale sorgte jedoch ein Vierer-Zug von Noah Kim (KRacing), Vincent Oliver Rieso (Mach1-Motorsport), Levin Schranner (TB-Racing Team) und Leon Kamrad für ständige Positionswechsel beim Kampf um den Sieg. Diesen holte sich letztlich Benedikt Wetzel knapp vor Schranner. Rieso kompletierte als Dritter die Podestplätze.

Junior-ROK: Doppelsieg für Leonhard Utsch

Mit Pole-Position und Siegen im Prefinale und Finale liess Leonhard Utsch (KSL Racing Team) seinen Gegnern absolut keine Chance und zeigte damit klar seine Titelambitionen. Der Kampf um die weiteren Podestplätze im Finale war jedoch umso spannender, bei dem sich Ben Elias Reimer (Gränz Driver Development) Platz 2 vor Martin Nemeth (Hantscher Kart Performance) auf Platz 3 sicherte. Auf den weiteren Plätzen landeten Michael Raisch (Dutt Motorsport) vor  Julian Reetz (JR Racing) auf Platz 5.

Senior-ROK: Kampf um die Siege zwischen Marcel Nowak und Maxim Becker

Die Pole-Position in der wieder stark besetzten Senior-ROK Klasse holte sich Marcel Nowak (MPK Motorsport) und gewann damit auch das Prefinale vor Pascal Knipp (C4-Racing) und dem von hinten startenden Maxime Becker (C4-Racing). Im Finale schlug Becker zurück und gewann vor Nowak und Knipp. Platz 4 ging an Yannick Niessen (CRG Deutschland) vor Leonardo Bleeck (Grethen Racing), der damit die Top 5 komplettierte.

Expert-ROK: Hart erkämpfter Sieg von Dischner

Christian Dischner war auch diesmal das Mass der Dinge in der Expert-ROK Klasse. Nach Pole-Position und Sieg im Prefinale holte er sich auch den Sieg im Finale vor Harald Heinisch (Dutt Motorsport), der auch zugleich die schnellste Rennrunde für sich verbuchen konnte. Maximilian Hartke (Grethen Racing) lief knapp dahinter auf Platz 3 durchs Ziel vor Dirk Hoitz auf Platz 4 und Norbert Laubinger (RMW Motorsport).auf Platz 5.

X30-Junior: Pole für Drexel und Siege für Bektas

Bei den X30 Junioren machten Emanuel Drexel (Ebert Motorsport) und Semih Bektas (SH Kartsport) den Kampf um die Siege unter sich aus. Pole-Setter Drexel setzte sich zunächst zusammen mit Bektas vom Rest des Feldes ab. Musste jedoch im Prefinale im Zweikampf den kürzeren ziehen und Fuhr hinter Sieger bektas durchs Ziel. Im Finale übernahm der junge Österreicher wieder die Führung und gab diese erst in der letzten Runde durch eine Unaufmerksamkeit her, womit Bektas auch das Finale vor Drexel gewann, Ceyda-Linet Pirecioglu (KSL Racing Team) fuhr einsam und allein auf Platz 3 durchs Ziel. In der verfolgertruppe ging es jedoch heiß her bei der Vergabe der weiteren Platzierungen. Dort setzte sich Maksym Katasonov (Gränz Driver Development) durch und holte sich Platz 4 vor Jolina Braun (KSL Racing Team) auf Platz 5.

X30-Senior: Joelina Denzel lässt der Konkurrenz keine Chance

Eine beachtliche Leistung vollbrachte Joelina Denzel (TR-Motorsport/AMC-Ehingen), die als Doppelstarterin sowohl in der X30-Senior Klasse als auch in der KZ2-Klasse startete und immer wieder von einem Kart ins nächste stieg, um diesen Kraftakt bewältigen zu können.

Das hinderte sie jedoch nicht daran die X30-Senioren zu dominieren und sich mit Pole-Position, auch ungefährdet die Siege in´m Prefinale und Finale holte. Best of the rest im Finale war Kilian Kurz (Dutt Motorsport), der im Finale auf Platz 2 gewertet wurde, nachdem Maro Pfeifer (Stern Motorsport) seinen sicher geglaubten zweiten Platz durch eine 5-Sekunden Strafe wegen Track-Limit hergeben musste, was ihn dann entsprechend auf Platz 3 brachte. Mit Abstand dahinter folgte Roman Krupiankou (Tecno Factory Racing) auf Platz 4 und Gregory Koblitschek (KSL Racing Team) auf Platz 5

OKN-Senior: Rouven Wilk und Jan Waibel teilen sich die Siege

Interessante Konstellation gab es bei den OKN-Senioren, wo Teamchef Rouven Wil (Mach1-Motorsport) selber ins Lenkrad griff und sich mit Teamkollege Jan Waibel spannende Rennen um den Sieg lieferte. Im Prefinale konnte er sich tatsächlich den Sieg vor Waibel holen. Im Finale drehte Waibel den Spiess um und holte sich knapp den Sieg vor Teamchef Wilk. Auf Platz 3 landete Mia Deuschle (Wilk Motorsport) vor Maximilian Kallfass  und Ramona Rumml (Kart-Club-Rosenheim), die auf Platz 5 durchs Ziel fuhr.

KZ2-Shifter: Maddox Wirtz setzt sich knapp durch und gewinnt beide Rennen

Und wieder begeisterten die schnellen KZ2-Shifter, als teilnehmerstärkste Klasse, die Zuschauer mit ihrem Speed und beeindruckenden Fahrleistungen. Heiße Kämpfe mit einer hohen Leistungsdichte zeichneten das KZ2-feld aus, bei dem sechs Fahrer den Speed hatten um den Sieg zu fahren. Clever und bedacht holte sich Maddox Wirtz (VDB Kart Racing) zwar knapp, aber doch klar den Sieg im Prefinale und Finale. Knapp dahinter in beiden Rennen landete Max Ohsenbrink (KSL Racing Team) wiederum vor Svenja Dreher (Mach1-Motorsport). Direkt dahinter landeten auf Platz 4 Jannik Remmert (VDB Kart Racing), vor Sascha Dreher (Mach1-Motorsport) auf Platz 5 und Matthy Vandebroek (VDB Kart Racing) auf Platz 6. Knapper hätte es nicht laufen können!

KZ2-Masters Shifter: Siege für Thomas Korsch und Marvin Schmidtke

Die schwereren KZ2-Masters starten zwar im gleichen Feld wie die KZ2, werden jedoch getrennt gewertet. Hier fuhren alt gegen jung, drei Generationen um die Plätze. Im Prefinale konnte sich noch Routinier Thomas Korsch vor neueinsteiger Marvin Schmidtke und Jürgen Klein (TR Motorsport) durchsetzen. Im Finale drehte jedoch Schmidtke nochmal auf und holte sich den Sieg mit der schnellsten Rennrunde vor Korsch und Klein.

Serienorganisator und Fahrercoach Jean-Louis Capliuk: „Die Strecke in Liedolsheim gilt auch als das Monaco des Kartsports und ist mit seiner Streckencharakteristik mit sehr langsamen, wie auch sehr schnellen Passagen nicht nur fahrerisch besonders anspruchsvoll, sondern auch tricky mit dem Setup der Karts. Entsprechend hatten wir zwar spannende Rennen mit viel Adrenalin und Emotionen zwischen den Teilnehmern. Das gehört jedoch genauso zum Motorsport dazu und sorgt für das gewisse Salz in der Suppe. Wir konnten uns mit den Anmeldungen zum Saisonstart in Wackersdorf wieder minimal steigern und etablieren uns weiter im deutschen Kartsport. Jetzt freuen wir uns auf den nächsten Lauf der AvD-ACV GKS Pro am 14.06.2026 in Kerpen.“