26. Mai 2014, 13:59 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

104 Teilnehmer bei der Rennpremiere in Ampfing

Erstmalig startete am vergangenen Wochenende (24.-25.05.2014) die ACV German Vega Trophy auf dem Schweppermannring in Ampfing. Bei bestem Wetter kürten 104 Teilnehmer die Halbzeitmeister der überregionalen Rennserie.

Die ACV German Vega Trophy erlebte bei der Premiere auf dem 1.060 Meter langen Kurs im bayerischen Ampfing spannende Rennen. Für 104 Fahrer und Fahrerinnen ging es in den acht ausgeschriebenen Klassen um wichtige Meisterschaftspunkte. Nach dem Auftakt auf dem Hunsrückring/Hahn machte die überregionale Rennserie in Bayern den zweiten Halt und feierte damit schon Halbzeit. Als Tagessieger wurden am Abend Lilly Zug (Bambini Light), Dominik Müller (Bambini Waterswift), Jonathan Judek (KFJ), Mario Lauer (KF), Michelle Halder (X30 Junior), Simon Steffen (X30 Senior), Francois Grethen (X30 Masters) und Paul-Tobias Winkler (KZ2) geehrt.

Von seiner besten Seite zeigte sich auch das Wetter. Strahlender Sonnenschein und hohe Temperaturen bereiteten den Fahrern, Teams und Zuschauern viel Freude und sorgten für beste Streckenbedingungen.

Bambini: Starkes Finale beschert Dominik Müller Tagessieg

13 Bambini waren zum Rennen nach Ampfing gereist. Nach dem Zeittraining hielt Marius Zug (Mitterscheyern/RL-competition.com) die Pole-Position, musste im Pre-Finale aber schon in der zweiten Runde seine Spitzenposition an Leon Koslowski (Eschweiler/Solgat Motorsport) abgeben. Der Birel-Pilot setzte sich vom Feld ab und war unbeeindruckt von den Geschehnissen hinter ihm. Die Fahrer auf den Plätze zwei bis vier hingen sehr eng zusammen und wechselten mehrmals die Positionen. Nach elf Runden wurde Koslowski als Sieger vor Paul Enders (Salmtal/Ebert Motorsport), Dominik Müller (Berlin/TR Motorsport), Marius Zug und Noel Wilke (Attbach/Solgat Motorsport) abgewinkt.

Im Finale schlug die Stunde von Dominik Müller. Der Berliner nutzte in der zweiten Runde eine Lücke und zog an Leon Koslowski vorbei. Doch entschieden war das Rennen noch nicht. Die ersten acht Bambini fuhren wie an einer Perlenschnur gezogen und schenkten sich nichts. Erst kurz vor Rennende löste sich Müller vom Feld und besiegelte mit dem Fallen der Zielflagge seinen Triumph. Auf den Verfolgerplätzen war hingegen noch nichts entschieden. Marius Zug ging in einem Herzschlagfinale an Koslowski vorbei und sicherte sich Platz zwei. Ähnlich knapp war der Ausgang um Rang vier. Hier setzte sich Noel Wilke gegen Paul Enders durch.

Als Solistin startete Lilly Zug (Mitterscheyern/RL-competition.com) in der Bambini Light und erklomm kampflos das oberste Treppchen der Tageswertung.

KFJ: Tagessieg für Jonathan Judek

Gleich neun Junioren nutzten das Rennen in Ampfing und zeigten zwei spektakuläre Läufe. Gastpilot Simon Reicher (Kichberg/M.M. Racing Kart) gab im Zeittraining und ersten Rennen den Ton an. Mit seinem FA-Kart fuhr er den Verfolgern davon und siegte. Einen ebenfalls sicheren zweiten Rang brachte sein Markenkollege Jonathan Judek (Hohenhameln/PM-Racing) nach Hause. Deutlich enger war die Entscheidung um Rang drei. Doureid Ghattas (Bonn/KSM Motorsport) setzte sich am Ende gegen seinen Teamkollegen Gilian Lipinski (Gelsenkirchen/KSM Motorsport) durch. Fünfter wurde Luigi Brenner (Mannheim).

Das Finale begann mit einem turbulenten Start. In der ersten Runde kam es zu einer Kollision, Leidtragende waren Pole-Setter Simon Reicher und Doureid Ghattas. Beide mussten vorzeitig aufgeben und konnten nach einem Neustart nur noch zusehen wie Jonathan Judek zu einem Tagessieg fuhr. Der Hohenhamelner hatte nach 15 Runden einen Vorsprung von mehr als vier Sekunden heraus gefahren. Auf den weiteren Rängen dominierte die Farbe Grün. David Brinkmann (Hallwang/KSM Motorsport) wurde Zweiter vor Gilian Lipinski und Jan-Vincent Stolle (Ottobrunn). Birel-Pilot Daniel Oldenburg (Baranowo) schloss die Top-Fünf ab.

KF: Mario Lauer siegt ohne Gegner

Ganz alleine am Start war Mario Lauer (Gründau/Team DMV ML Racing) in der Klasse KF und hatte ein leichtes Spiel bei der Vergabe des Tagessieges.

X30 Junior: Michelle Halder hält Jungs in Schach

Der Rekener Luca Lippkau (RMW Motorsport) setzte sich im Hundertstelsekunden-Duell des Zeittrainings der X30 Junioren durch und führte die Startaufstellung im ersten Rennen an. Obwohl er den Start für sich entschied, hatte er es von Beginn an schwer das Tempo an der Spitze vorzugeben und geriet kräftig unter Druck seiner Kontrahenten. Als erste musste er Michelle Halder (Messkirch/Wildkart Racing Germany) und wenig später auch Teamkollege Loris Prattes (Neuhemsbach/RMW Motorsport) ziehen lassen. Die Drei fuhren bis zum Ende ein ruhiges Rennen. Valentin Wiesender (Pfaffenhofen/Rl-competion.com) und Jan Buchwald (Bergneustadt/Grundei Motorsport) reihten sich auf den Rängen vier und fünf ein.

Wie schon im ersten Durchgang gewann Luca Lippkau auch den Start zum Finale. Aber auch diesmal war die Wildkart-Pilotin Michelle Halder schneller und holte sich den Doppelsieg. Ihre ärgsten Verfolger Luca Lippkau und Loris Prattes schlugen sich indessen selber. Im Kampf um Rang zwei kollidierten die Teamkollegen und verloren alle Chancen auf ein gutes Ergebnis. Während das Rennen für Prattes ganz beendet war, rettete Lippkau noch Position zwölf ins Ziel. Profiteure waren Valentin Wiesender und Jan Buchwald, die als Zweiter und Dritter auf das Siegerpodium kletterten. Tolle Vierte wurde Vivien Dingert (Sulzbachsaar/ADAC Mittelrhein e.V.) – aus der zwölften Startposition fuhr die amtierende Meisterin bis in die Top-Fünf vor. Abgeschlossen wurden diese durch Luis Gruhler (Bad Dürrheim/Ebert Motorsport).

X30 Senior: Doppelerfolg von Simon Steffen

Simon Steffen (Grethen Racing) aus Minderlittgen war an diesem Rennsonntag bei den X30 Senioren nicht zu schlagen. Nach der Bestzeit im Qualifying, siegte er auch in beiden Rennen und war am Abend verdienter Tagessieger. Im Pre-Finale erlebten auch der Hamburger Dominik Kulikowski (KSS IM Racing) und Tobias Dauenhauer (Mörlenbach/Team Hemkemeyer) ein ruhiges Rennen. Als Zweiter und Dritter hatten sie sich ebenfalls vom Verfolgerfeld gelöst. In diesem gaben Noah Brandt (Breitenheim/PK Motorsport) und Lasse Weis (Birkland/PK Motorsport) auf den Rängen vier und fünf den Ton an.

Nach seinem gefahrlosen Sieg im ersten Rennen, musste Simon Steffen im Finale für seinen Erfolg hart arbeiten. Zu Rennmitte fuhr er einen kleinen Vorsprung heraus, büßte diesen aber wieder ein und hatte mit Dominik Kulikowski und Tobias Dauenhauer zwei starke Gegner im Nacken. Trotz einiger Angriffe, schaffte er es seine Position zu verteidigen und machte den Doppelsieg perfekt. Kulikowski sah das Ziel als Zweiter, fiel durch eine Dreisekundenstrafe aber auf Rang fünf zurück. Neuer Zweiter war Tobias Dauenhauer vor Giuliano Göbbels (Jülich/ADAC Nordrhein). Lasse Weis reihte sich als Vierter ein, erhielt nach dem Rennen aber einen Wertungsausschluss. Seine Position erbte Kulikowski gefolgt von Michael Patrick Kloos (Dingolfing/Team Hemkemeyer) auf Position fünf.

X30 Masters: Francois Grethen zum Zweiten

Wie schon auf dem Hunsrückring war Francois Grehten (Platten/Grethen Racing) in der Masters-Wertung nicht zu schlagen und triumphierte in beiden Durchgängen. Nico Heine (Arendesee/G.P. Racing Germany) wurde, nach einem Ausfall im ersten Rennen, im Finale Zweiter vor dem Dritten im Bunde Joachim Fehlau (Ingelhem/Grethen Racing).

KZ2: Halbzeittitel für Paul-Tobias Winkler

Das vollste Feld stellte die Königsklasse des Kartsports. 32 Fahrerinnen und Fahrer waren zum Rennen der Kategorie KZ2 nach Südostbayern gereist. Philip Regensperger (Neumarkt) gab im Zeittraining den Ton an und hatte damit die beste Ausgangsposition im ersten Rennen. Doch durch einen schlechten Start fiel er bis auf Rang neun zurück. An der Spitze nutzte Dominik Breier (CRG Racing Germany) den Heimvorteil seines Teams und führte die Meute an. Bis kurz vor Rennende hielt er Paul-Tobias Winkler (Babenhausen/WinRace) in Schach. Doch der Auftaktsieger aus Hahn fand in der letzten Runde eine Lücke und siegte vor Breier. Daniel Eder (Obertrum) folgte als Dritter vor Benjamin Lederer (Wals/CRG Racing Germany) und Leon Köhler (Kleinwallstadt/KKC P.D.B. Germany).

Wie schon im ersten Durchgang gewann Dominik Breier den besten Start und ging in Führung. Bis zur Rennmitte baute er gemeinsam mit Paul-Tobias Winkler seine Position aus. Entschieden war das Finale jedoch noch nicht. Winkler schaffte den Konter und zog acht Runden vor Rennende an Breier vorbei. Bis zum Fallen der Zielflagge änderte sich an dem Ausgang nichts mehr. Winkler siegte vor Breier und Benjamin Lederer auf Position drei. Für einen gelungenen Abschluss des Team CRG Racing Germany sorgten Daniel Sutil (München) und Torsten Kostbade (Waldkraiburg). Als Vierter und Fünfter stellte das Team gleich vier Fahrer in den Top-Fünf.

Serienorganisatorin Annelie Weichert zeigte sich am Abend zufrieden, auch wenn nicht alles wie gewünscht verlief: „Ich bin etwas enttäuscht von dem Verhalten mancher Teilnehmer. Vor dem Wochenende hatten wir über 120 Nennungen. Leider scheint es aber nicht jeder für notwendig zu halten, sich abzumelden. Diese Situation müssen wir ändern. Aus sportlicher Sicht gibt es nicht viel zu meckern. Das Verhalten auf der Strecke war vorbildlich, unsere Race-Control hatte nicht viel Arbeit. Ich gratuliere allen Fahrern zu ihrem Erfolg und freue mich auf die zweite Jahreshälfte.“

Bis dahin geht die ACV German Vega Trophy in die Sommerpause. In zwei Monaten gastiert die größte überregionale Clubsportserie auf dem Erftlandring in Kerpen. Das Saisonfinale wartet Mitte September im Prokart Raceland Wackersdorf. Schon am kommenden Wochenende findet aber der nächste Wertungslauf der Partnerserien ACV Rhein-Main Kart-Cup und ACV Baden-Württemberg Kart-Cup statt. Bereits am Samstag (31.05.2014) rollen über 160 Fahrerinnen und Fahrern in Wackersdorf an den Start.

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