X30 Euro Series kürt Halbzeitmeister

22. Mai 2017, 19:23 | Autor: Timo Deck
X30 Euro Series kürt Halbzeitmeister

Im französischen Salbris hat die X30 Euro Series vom 18. bis 21. Mai 2017 ihre Saisonhalbzeit absolviert und die Halbzeitmeister gekürt. Beim zweiten von vier Meisterschaftsläufen der offiziellen X30-Europameisterschaft waren  rund 60 Teilnehmer in den drei Klassen der X30 Mini, X30 Junioren und X30 Senioren am Start und kämpften auf der 1.500 Meter langen Piste von Sologne Karting um weitere Punkte im Championat.
 
Nach dem Auftakt im belgischen Genk wollten vor allen Dingen die Favoriten Bart Ploeg (Keijzer Racing) bei den Minis, Christopher Lulham (Piers Sexton Racing) bei den Junioren und Jordan Brown-Nutley (Dan Holland Racing) bei den Senioren an ihre Leistungen anknüpfen. Die Shifter-Klasse, die schon beim Saisonauftakt sehr schwach besetzt war, wurde in Frankreich nicht angeboten und wird frühestens beim dritten Lauf in Wackersdorf vom im 20. Bis 23. Juli 2017 ihr Comeback geben.
 
Im achtköpfigen Feld der Minis schien Bart Ploeg (Keijzer Racing) erneut das Maß der Dinge zu sein. Im Qualifying stellte der Niederländer sein CRG-Kart mit deutlichem Vorsprung auf die Pole-Position für die Heats. Aber ab den Vorläufen wendete sich das Blatt für den Auftaktsieger, der in den Heats auf Rang drei zurückfiel und in den beiden Finalrennen sogar zweimal als undankbarer Vierter am Podium vorbeischrammte. Die Tabellenspitze konnte der Youngster dennoch verteidigen.
 
Das Tempo diktierte derweil Ploegs Landsmann Laurens van Hoepen (WJS Racing). Er ging hinter dem Niederländer Diego Laroque (PDP) als Zweiter der Heat-Rangliste hervor und holte in den beiden Finalrennen das Maximun heraus: Zwei Siege standen am Abend für den CRG-Piloten zu Buche. Hinter ihm waren Diego Laroque und der Spanier Maximus Mayer (Fusion Motorsport) die zweite Kraft in den Hauptrennen, wobei Letztgenannter im entscheidenden Finale die Nase vorn hatte.
 
Sehr ausgeglichen ging es bei den Junioren zur Sache. Nachdem der Brite Evan Spenle (Fusion Motorsport) im Zeittraining auf nasser Strecke die Bestzeit einfuhr, schlug sein Teamkollege Angus Moulsdale (Fusion Motorsport) in den Vorläufen zurück und etablierte sich an der Spitze des Zwischenklassements, das mit Evan Spenle, Georgi Dimitrov und Kai Askey gleich drei weitere Fusion-Motorsport-Fahrer an der Spitze listete.
 
So war es auch im Prefinale kein Wunder, dass der Sieger wiederum aus dem britischen Team kam: Diesmal landete Georgi Dimitrov auf Rang eins, während Angus Moulsdale sich als Zweiter einsortieren musste. Hervorragender Dritter wurde Josh Dufek (HTP Kart Team), der sich vom neunten Platz beachtlich nach vorne gekämpft hatte und das bislang beste deutsche Ergebnis in der X30 Euro Series einfahren konnte.
 
Auch im Finale mischte Dufek an der Spitze mit und konnte sogar Führungsmeter im internationalen Feld verbuchen. Leider wurde seine Top-Leistung am Ende nicht belohnt und er rutschte im Rennverlauf noch bis auf Position zehn ab. Gleichzeitig ließ Angus Moulsdale nichts anbrennen. Der Brite holte sich den Finalsieg vor Auftaktsieger und Titelverteidiger Christopher Lulham (Piers Sexton Racing), der ein durchwachsenes Wochenende damit noch zufrieden beenden konnte und die Tabellenspitze behauptete. Als Dritter sicherte sich Shihab Al Habsi (MSPORT Karting) den Sprung auf das Podest, nachdem Evan Spenle eine Zeitstrafe wegen ausgelöstem Frontspoiler erhalten hatte.
 
Bei den Senioren setzte Mark Kimber (Strawberry Racing) die Messlatte in der Qualifikationsphase. Der Brite lag im Zeittraining und nach den Vorläufen an der Spitze des 34-köpfigen Feldes. Diesen Schwung konnte er nicht mit ins Prefinale nehmen, wo er nur noch als Fünfter abgewinkt wurde. Stark meldete sich aber Auftaktsieger Jordan Brown-Nutley (Dan Holland Racing) zurück, der nach einem mäßigen Qualifying auf dem Vormarsch war und im Prefinale tatsächlich als Sieger den Zielstrich kreuzte. Zweiter wurde sein britischer Landsmann Oliver Clarke (MSPORT) vor Brett Ward (Evolution), ebenfalls aus Großbritannien.
 
Im Finale schlug Mark Kimber zurück. Mit einer eindrucksvollen Vorstellung machte er seinen Prefinal-Rückschlag vergessen und sicherte sich seinen ersten X30-Euro-Sieg. Dahinter komplettierten Oliver Clarke und der Niederländer Joey van Splunteren (Signmind Racing) das Podium. Weniger Grund zur Freude hatte Jordan Brown-Nutley, der das Rennen diesmal als Vierter beendete und wichtige Punkte liegen ließ. Dennoch konnte der Brite die Gesamtführung in der Meisterschaft verteidigen.
 
Für Deutschland holte Jan Philipp Springbob (HTP Kart Team) die Kohlen aus dem Feuer. Nachdem er im Zeittraining als Neunter den Sprung in die Top-Ten schaffte rutschte er in den Heats auf Platz 20 ab. Von hier aus kämpfte er sich aber sukzessive nach vorne, wurde 17. im Prefinale und holte sich mit Position neun ein versöhnliches Finalergebnis. Bei Landsmann Patrick Degenbeck (RS Motorsport) lief es weniger gut. Er kam im Zeittraining noch nicht richtig in Fahrt, durchlebte problematische Vorläufe und schied zu allem Überfluss im Prefinale aus. Immerhin konnte er im Finale einen soliden 20. Rang herausholen.
 
Als nächstes macht die X30 Euro Series Station in Deutschland. Im Prokart Raceland von Wackersdorf läutet das Championat vom im 20. bis 23. Juli 2017 den Endspurt der diesjährigen Saison ein.

Alle Ergebnisse finden Sie hier…

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