12. Juli 2020, 22:25 | Autor: Fast-Media | Björn Niemann

Start der WSK Euro Series vor den Toren Neapels

In der WSK geht es nach der Corona-Zwangspause nun Schlag-auf-Schlag weiter. Nur wenige Tage nach dem Doppelevent in Adria, fand auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Sarno das erste Rennen der WSK Euro Series statt. Die Felder waren erneut hochkarätig besetzt und bei brütender Hitze gab es gleich mehrere Überraschungen.

Bei den Minis knüpfte der Japaner Kean Nakamura Berta (KR-Iame-Vega) an die starke Leistung aus Adria an und holte sich in den Sonntagsfinals einen Doppelsieg. Damit übernahm er auch die Führung in der Gesamtwertung. Doch Dmitry Matveev (Energy-TM Racing-Vega) aus Russland war dem Japaner dicht auf den Fersen. Im Finale führte er das Feld bis kurz vor dem Ende an, verlor den Sieg aber noch hauchdünn und wurde zweiter. Jan Przyrowsky (Parolin-TM Racing-Vega) schaute sich den Zweikampf der Führenden aus der Verfolgerrolle an und schloss die Top-Drei ab.

Alfio Andrea Spina (KR-Iame-Vega) zeigte bei den OK Junior ein tolles Comeback. Nach schwierigen Heats lag er nur in der Verfolgerrolle und ging aus Startposition fünf in das Finale. In diesem erkämpfte er sich aber früh die Führung und siegte vor seinem Teamkollegen Igor Cepil und dem Finnen Tuuka Taponen (Tony Kart-Vortex-Vega). Aus Deutschland feierte Maxim Rehm (Tony Kart-Vortex-Vega) seine Premiere auf der 1,6 Kilometer langen Strecke in Sarno. Der Youngster aus dem Tony Kart-Werksteam fand sich schnell zu recht und zeigte schon im Qualifying als Gruppenzwölfter seine Ambitionen. Jedoch lief im weiteren Rennverlauf nicht alles glatt. Eine starke Aufholjagd im Finale sorgte aber für einen erfolgreichen Abschluss: Maxim holte elf Positionen auf und fuhr als 18. nur hauchdünn an den Punkterängen vorbei.

Während Charles Leclerc beim F1 Grand Prix der Steiermark einen rabenschwarzen Rennsonntag erlebte, gab es dagegen bei Leclerc by Lennox Racing allen Grund zur Freude. Oliver Gray (Birel Art-TM Racing-LeCont) bescherte dem CL16-Chassis in der OK-Klasse den ersten internationalen Doppelsieg. Hinter dem Briten folgte der KR-Doppelpack Andrea Kimi Antonelli (KR-Iame-LeCont) und Juho Michael Valtanen (KR-Iame-LeCont). Einziger deutscher Fahrer im Feld war Hugo Sasse (Parolin-TM-LeCont). Der Youngster bestreitet 2020 ein Doppelprogramm aus ausgewählten Kartrennen und der ADAC GT4 Germany. In Sarno fand er im Finale zu seiner gewohnten Performance und wurde toller 13.

Abgerundet wurde das Rennprogramm durch die Schaltkarts. 34 Piloten gingen auf die Reise und erlebten einen Doppelsieg von BirelArt-Werksfahrer Riccardo Longhi (BirelArt-TM Racing-Vega). Der Italiener führte das Feld im Finale vom Start bis zum Ziel an. In seinem Windschatten folgten Adrien Renaudin (Sodikart-TM Racing-Vega) und mit Giuseppe Palomba ein weiterer BirelArt-Schützling. Die beiden deutschen Maximilian Paul (DR-TM Racing-Vega) und Valentino Fritsch (BirelArt-TM Racing-Vega) erlebten ein zweigeteiltes Finale. Während es für Paul um fünf Positionen auf Rang 20 nach vorne ging, musste Fritsch nach einem starken 15. Platz im Pre-Finale, im Endlauf einen Ausfall verkraften.

Nach den drei Rennen in Folge, holt die WSK nun etwas Luft. Vom 14.-20.September geht es mit der nächsten Doppelveranstaltung weiter. Diesmal für die WSK Euro Series in Lonato.

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