26. Oktober 2015, 18:17 | Autor: Niklas Krütten

Zwei Highlights in zwei Wochen: Der junge Kartracer Niklas Krütten aus Trier nimmt zurzeit an zwei internationalen Top-Events in Italien teil. Am letztem Wochenende stand die „Trofeo delle Industrie“ auf dem Kalender – das weltweit älteste Kartrennen, ausgetragen auf dem South Garda Circuit in Lonato. Als jüngster Teilnehmer in einem internationalen Spitzenfeld überzeugte Niklas am gesamten Wochenende mit Top-Zeiten. Viel Pech und eine unverschuldete Startkollision im Finallauf verhinderten ein Spitzenergebnis.

Bereits Mitte der Woche ging es für den jungen Trierer auf die knapp 1-km-lange Rennstrecke. Unter der strahlenden Sonne Norditaliens absolvierte er zwei Testtage zusammen mit seinem Team Forza Racing – und, so gut wie das Wetter, waren auch seine Rundenzeiten. Niklas spulte ehrgeizig sein Testprogramm ab und schaffte beste Voraussetzungen für ein gutes Wochenende.

Am Freitagnachmittag setzte er in den freien Trainings ein Highlight mit der drittbesten Rundenzeit im Gesamtfeld. Im Zeittraining am Samstag gelang ihm leider keine ganz saubere Runde, so dass er sich zunächst mit Gesamtplatz 16 im 34 Teilnehmer starken Feld der KF Junioren zufrieden geben musste. „Nach dem guten Speed in den freien Trainings hatten wir uns für das Qualifying etwas mehr ausgerechnet“, so Niklas. „Mit einer freien Runde wäre trotz der harten internationalen Konkurrenz eine Top-5 Platzierung drin gewesen.“

Von Platz 11 startend wurde der junge Racer aus Trier im anschliessenden ersten Vorlauf von einem hinterherfahrenden Mitbewerber unmittelbar nach dem Start rausgedreht. Mit enormen Kampfgeist kämpfte er sich vom Ende des Feldes und mit einer halben Runde Rückstand wieder bis zum Fallen der Zielflagge auf Position 15 nach vorne. Der zweite Heat verlief für den Trierer nach Plan. Nach einem tollen Start fightete er sich gegen internationale Spitzenfahrer bis zum Ziel auf Platz 8 nach vorne und demonstrierte sein fahrerisches Talent.

Im Pre-Finale am Sonntag konnte Niklas bei weiterhin spätherbstlichem Sonnenschein zunächst weiter Boden gut machen. Von Platz 16 startend arbeitete er sich zeitweise bis auf Rang 12 nach vorne und beendete das Rennen an 14. Position. Seine Rundenzeiten lagen dabei im Bereich der Top-5. Voll motiviert ging der junge Trierer ins Finale, mit dem klaren Ziel einer Top-10 Platzierung. Doch leider wurde er unmittelbar nach dem Start unverschuldet in eine Startkollision verwickelt und musste sein beschädigtes Kart nach wenigen Runden in der Box abstellen.

„Es ist schon frustrierend. Mit unserem Speed an diesem Wochenende wäre eine Spitzenposition im Finallauf absolut drin gewesen“, so Niklas. „Unverschuldete Rückschläge wie dieser gehören aber leider im Kart- und Motorsport einfach dazu. Ich konnte mich hier gegen eine Vielzahl internationaler Spitzenfahrer durchsetzen, habe viel gelernt und war an diesem Wochenende durchgängig schnellster Teilnehmer aus Deutschland. Das gibt mir Zuversicht für den WSK Final Cup am nächsten Wochenende auf dem Adria International Speedway.“