19. Oktober 2015, 13:42 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann / Seppi Sticht

Die vergangenen beiden Wochenenden startete der Bayer Seppi Sticht beim Bridgestone Supercup und dem Super Rok World Final in Lonato. Mit einer starken Leistung etablierte sich der 26-jährige Trostberger in beiden Rennen an der Spitze.

Vom 09.-11.10.2015 fand in Lonato der Bridgestone Supercup statt. Im internationalen Top-Feld war auch der Deutscher Seppi Sticht unter der Bewerbung des M.M. Racing Team vertreten. Bereits im Zeittraining bewies der Bayer seine Möglichkeiten und sicherte sich die Pole-Position. Daran knüpfte er wenig später mit einem Sieg im Pre-Finale an.

Sehr spannend wurde es im Finale über 20 Runden. Beim Start noch auf den dritten Platz zurück gefallen, versuchte er in der dritten Runde am Zweitplatzierten vorbei zu gehen, jedoch kam es dabei zu einer kleinen Kollision. „Mein Kontrahent hat einfach die Türe zu gemacht“, erklärte Sticht. Auf Rang neun liegend bewies er einmal mehr einen starken Kampfgeist und kämpfte sich wieder nach vorne. In der vorletzten Kurve bremste er sich noch am Zweitplatzierten vorbei und landete auf dem Siegerpodium. „Der Sieg wäre mir schon lieber gewesen. Vor allem weil ich in allen Sitzungen sehr konkurrenzfähig war. Jedoch hat mich der Unfall im Finale alle Chancen gekostet. Ich habe zum Ende noch einmal mein bestes gegeben und als Zweiter das Bestmögliche herausgeholt“, erklärte ein zufriedener Seppi Sticht bei der Siegerehrung.

Nur wenige Tage nach dem Bridgestone Cup stand er wieder in Lonato am Start. Diesmal startete er als einziger Deutscher beim „International Vortex Super Rok World Final“. Im 52-köpfigen Feld gingen Fahrerinnen und Fahrer aus 17 Nationen an den Start. Bereits in den freien Trainings wurde deutlich, dass Seppi auch diesmal zu den Favoriten gehört.

Im Zeittraining über acht Minuten fuhr er die absolute Bestzeit mit einem knappen Vorsprung von 0,09 Sekunden. Doch die Freude währte nicht lange, im Ziel wurde ihm sein Ergebnis aberkannt. „Wir haben beim Auspuffkrümmer Silikon anstatt einer Dichtung verwendet. Leider wurde dies erst kürzlich im Reglement abgeändert. Eine Leistungssteigerung hat man dadurch nicht, jedoch war es am Ende unser Fehler. Nun muss ich von Position 52 eine Aufholjagd starten“, erklärte Seppi enttäuscht.

In den beiden Heats über jeweils zehn Runden lieferte der Fahrer des luxemburgischen Teams eine unglaubliche Aufholjagd ab. Mit einer starken Leistung kämpfte er sich an seinen Mitstreitern vorbei und sah das Ziel als Siebter und 13. „Was für unglaubliche Rennen, ich habe jede Runde mehrere Fahrer überholt“, strahlte Sticht im Ziel. Im Gesamtklassement verbesserte er sich damit auf Startplatz elf für das Pre-Finale.

Mit einem guten Start kämpfte er sich weiter nach vorne und wurde im Pre-Finale als Zweiter abgewinkt. Zum großen Showdown kam es im Finale: Auf der schlechteren Außenbahn büßte Seppi zu Beginn einige Plätze ein. Doch einschüchtern ließ er sich nicht, wie schon in den vorherigen Rennen zeigte er eine unglaubliche Performance und sicherte sich den Sieg. Doch auch diesmal folgte eine Hiobsbotschaft, wegen Verlassen des Startkorridors erhielt er eine Dreisekundenstrafe und war nur noch Vierter.

„Ich kann es immer noch nicht fassen, dass mir der Weltfinaltitel aberkannt wurde. Leider geht das bei einem rollenden Start alles sehr schnell, jedoch habe ich mir dadurch keinen Vorteil verschafft. Für mich ist eine kleine Welt zusammengebrochen. Ich habe mich diese Saison bestens vorbereitet, da es ist es sehr schade solch einen prestigeträchtigen Sieg zu verlieren“, ein enttäuschter Seppi Sticht nach dem Finalrennen und ergänzte, „ auf diesem Wege möchte ich mich herzlichst bei meinem Motorentuner und Mechaniker Marc Marcelet vom Team „M.M. Racing“ aus Luxemburg bedanken. Der perfekte Motorenservice und dessen stetige Unterstützung sind großer Bestandteil meines Erfolges. Ein weiterer Dank gilt meinem Freund Kevin Gyr – Teamchef von Advance Karting / Tony Kart Schweiz, der mir ebenfalls mit einem super Support zur Seite stand. Last but not least möchte ich mich bei meinen Eltern bedanken, die mich jederzeit unterstützt und immer an mich geglaubt haben.“