SKM: Mehr Rennen, mehr Action!

24. März 2017, 18:17 | Autor: Markus Lehner
SKM: Mehr Rennen, mehr Action!

Am 1./2. April findet auf italienischem Boden auf der internationalen Rennstrecke von 7Laghi bei Pavia der Saisonstart zur autobau Schweizer Kartmeisterschaft (SKM) statt. Annähernd 100 Fahrer und Fahrerinnen werden in den fünf Klassen um die ersten Meisterschaftspunkte kämpfen. Die SKM-Saison 2017 umfasst neu sieben statt wie bisher sechs Rennen, drei davon werden in der Schweiz ausgetragen.

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft (SKM) wird am 1./2. April 2017 traditionell auf der internationalen Standards entsprechenden Strecke 7Laghi in Castelletto di Branduzzo bei Pavia gestartet. 7Laghi liegt südlich von Mailand, nur eine Autostunde von der Schweizer Grenze bei Chiasso entfernt.

Die fünf Meisterschafts-Klassen – KZ2-Schaltkarts, OK Senior, Iame X30 Challenge Switzerland, Iame X30 Junior und Supermini – werden am Samstag je ein offizielles Training sowie die Qualifikation und am Sonntag je drei Rennläufe ausfahren. Das Sonntagsprogramm umfasst damit nicht weniger als 15 Rennläufe zwischen zehn und zwanzig Minuten. Da wird es mit Sicherheit niemandem langweilig werden. Übrigens: Für Zuschauer ist der Eintritt gratis, das Fahrerlager ist frei zugänglich!

2017 neu: Drei Rennen in der Schweiz, angepasster Zeitplan, Viertakt-Cup

Der Saisonauftakt in 7Laghi und die weiteren SKM-Rennen werden von einigen Neuerungen und Erweiterungen geprägt sein:

– 2017 werden nicht sechs, sondern sieben Veranstaltungen zur SKM-Meisterschaft zählen. Da Kart-Rennen in der Schweiz ausdrücklich erlaubt sind (im Unterschied zum Auto- und Motorradsektor), können drei der sieben Events im eigenen Land ausgetragen werden. Wie bereits 2016 werden zwei Läufe auf dem TCS-Gelände in Lignières im Kanton Neuchâtel durchgeführt (einmal im Uhrzeiger-, einmal im Gegenuhrzeiger-Sinn). Neu hinzu kommt als dritte Schweizer Veranstaltung der Eintages-Event Wohlen/AG am Samstag, den 29. April.

– Die offiziellen Trainings und die Qualifikationen werden bereits am Samstag (bisher beides am Sonntagmorgen) durchgeführt. „Wir möchten an den Rennsonntagen spätestens um 17 Uhr die Veranstaltungen inklusive Siegerehrungen beenden, damit alle Beteiligten früher die Heimreise antreten können. Das ist sicher im Sinn aller Beteiligten,“ erklärt Roland Leibundgut von Auto Sport Schweiz (ASS).

– Das Einstiegsalter für Fahrerinnen und Fahrer sowie einige Mindestgewichte (Fahrer plus Fahrzeug) wurden in einigen Klassen der internationalen Entwicklung angepasst (siehe Klasseneinteilung unten).

– Die beiden Top-Klassen KZ2 und OK Senior werden neu mit Le Cont LP Prime-Einheitsreifen fahren; die beiden Iame X30-Klassen (Senior, Junior) mit Vega CUP-blu und die Kategorie SuperMini werden mit Bridgestone YJL-Reifen bestückt sein.

– Erstmals wird mit dem Swissauto-Cup VT250 eine Viertakt-Klasse in die autobau SKM integriert. Der in drei Rennen (Mirécourt, Levier, Lignières II) ausgetragene Cup wird bewusst mit einem weitgehend „offenen“ Reglement ausgestattet, um möglichst vielen Amateuren eine Startgelegenheit in einem attraktiven Rahmen und auf interessanten Strecken zu ermöglichen. Gefahren wird mit den Swissauto-Einzylindern Evo1 und Standard, auch ältere Motoren wie der Biland-Zweizylinder sind startberechtigt.

– Um die Attraktivität der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, wird es wie bereits 2016 einen Presse-Service geben. Sofort nach den Rennen werden alle Beteiligten sowie die nationale und internationale Presse mit Text, Bildern, Resultaten und Meisterschaftsständen beliefert. Zudem will der Organisator die Rennen so rasch wie möglich mit Livestream-Aufzeichnungen im Internet aufwerten!

Die 5 Klassen der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft 2017:

KZ2: 125 ccm, 6-Gang-Handschaltung, Mindestgewicht 175 kg, stehender Start, ab 15 Jahren. Reifen Le Cont LP Prime. Die bis zu 160 km/h schnellen, aggressiven Flitzer mit Gangschaltung gelten als Königsklasse im nationalen und internationalen Kart-Rennsport. Sie stellen nicht nur hohe Anforderungen an das fahrerische Können, sondern stellen auch technisch und konditionell hohe Ansprüche an Fahrer und Team. Meister 2016: Loic Vindice (Praga/Parilla).

OK Senior: 125 ccm, Direktantrieb, ohne Vorderradbremsen, Mindestgewicht 150 kg, neu ab 12 Jahren. Reifen Le Cont LP Prime. Die 2016 neu lancierte Serie mit leistungsstarken, aber klar reglementierten Motoren mit Direktantrieb dient als Sprungbrett für Fahrer mit internationalen Ambitionen. Es gibt weder Elektrostarter noch Freilauf, die Karts müssen also von Hand angeschoben werden. Meister 2016: Fabio Leimer (Mach1/TM).

Iame X30 Challenge Switzerland: 125 ccm, Fliehkraftkupplung, ohne Vorderradbremsen, Mindestgewicht 158 kg, ab 15 Jahren. Reifen Vega Cup blau. Plätze 1-3 sind qualifiziert für die IAME World Finals in Le Mans. Alle Teilnehmer sind mit rund 30 PS starken Motoren ausgestattet, die Wahl des Chassis ist frei. Die fahrerische und technische Ausgeglichenheit ist in dieser Kategorie sehr hoch. Meister 2016: Norick Lehner (Praga/Iame).

Iame X30 Junior: Motor 125 ccm, Leistungsrestriktor, Fliehkraftkupplung, ohne Vorderradbremsen, Fahrer ab Kalenderjahr des 12. Geburtstages und bis max. 15 Jahre, Mindestgewicht 145 kg. Reifen Vega Cup blau. Plätze 1-3 sind qualifiziert für die IAME World Final in Le Mans. Material und Reglement sind ähnlich wie in der X30 Challenge Switzerland, das Einstiegsalter und das Mindestgewicht liegen jedoch tiefer. Meister 2016: Savio Moccia (Praga/Iame).

Super Mini: Fahrer ab 8 bis 13 Jahre, Motor 60 ccm, Fliehkraft-Kupplung. Reifen Bridgestone YJL. Mit den 12 bis 15 PS starken Mötorchen erzielen die Champions der Zukunft unter den Augen von Müttern und Vätern bereits erstaunliche Rundenzeiten. Meister 2016: Alessio Fagone (Exprit).

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