Deutsche Pole-Position bei Margutti-Trophy
273 Fahrer aus 37 Nationen sorgen in Lonato für spannende Rennen
Mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld und spannenden Rennen ging am vergangenen Wochenende die 37. Trofeo Andrea Margutti auf dem South Garda Karting in Lonato zu Ende. Insgesamt 273 Fahrer aus 37 Nationen stellten sich der traditionsreichen Veranstaltung, die seit 1990 zum Gedenken an den jungen Kartfahrer Andrea Margutti ausgetragen wird. Nach intensiven Heats am Freitag und Samstag entschied sich der Kampf um die prestigeträchtigen Siege am Sonntag in den Prefinals und Finals – teilweise unter schwierigen Wetterbedingungen, denn während der Rennen setzte Regen ein und machte die Entscheidungen noch anspruchsvoller.
Den Sieg bei den Schaltkarts der KZ2 sicherte sich Cristian Bertuca. Der Italiener dominierte das gesamte Wochenende und ließ sich auch von einer Zeitstrafe im Finale nicht stoppen. Mit deutlichem Vorsprung überquerte er die Ziellinie und gewann damit bereits zum dritten Mal die Trofeo Andrea Margutti. Hinter ihm belegten Davide Forè und Marco Tormen die weiteren Podiumsplätze. Aus deutscher Sicht sorgte Daniel Stell für ein starkes Ergebnis. Der Fahrer des Kartshop Ampfing zeigte im Finale auf nasser Strecke eine beeindruckende Aufholjagd und verbesserte sich um 18 Positionen auf Rang vier, womit er das Podium nur knapp verpasste. Emanuel Mai wurde 20., Oskar Steinbach belegte Platz 23, während Robert Kindervater das Finale nicht starten konnte. Bereits nach dem Hoffnungslauf mussten Oliver Staedtler, Svenja Dreher und Luis Esser ihre Hoffnungen auf eine Finalteilnahme begraben.
In der Klasse OK-N entwickelte sich das Finale zu einer echten Regenlotterie. Kurz nach dem Start setzte Niederschlag ein, wodurch sich die Bedingungen schlagartig veränderten. Am besten kam Nicolas Marchesi mit der Situation zurecht und sicherte sich den Sieg vor Riccardo Brangero und Sebastiano Pavan. Der Deutsche Constantin Papst zeigte trotz eines Rückschlags in den Heats eine starke Leistung. Nach einer Aufholjagd im Pre-Finale und Finale beendete er das Wochenende auf Rang 13. Ben Götz, Charlotte Tille, Jan Schwarzer und Vincent Stiffel verpassten dagegen den Einzug in das Finale.
Auch in der Kategorie OK-N Junior ging es über das gesamte Wochenende hinweg eng zu. Den Sieg holte sich Gioele Carrer, der bereits in den Heats und im Prefinale überzeugt hatte. Hinter ihm folgten Mattis Brageot und Victor Thomas Gorun. Für ein deutsches Highlight sorgte Tiberius Müller. Der Beyond-Racing-Pilot setzte mit der Pole-Position im Zeittraining ein Ausrufezeichen und startete aus der ersten Reihe ins Finale. Nach einem intensiven Rennen belegte er Rang neun. Ebenfalls im Finale vertreten war das Trio des Lanari Racing Teams: Edin Keserovic kämpfte sich nach einem Ausfall im Pre-Finale mit einer starken Aufholjagd um 19 Plätze noch auf Rang 15 nach vorne. Nick Ried sah als 23. die Zielflagge, während Milan Rossi nach einem Ausfall im Finale ausschied.
In der MINI Gr.3 bestätigte Alfie Richard Mair seine starke Form. Nach Pole-Position, erfolgreichen Heats und dem Sieg im Prefinale setzte sich der Brite auch im Finale souverän durch. Hinter ihm komplettierten Abraham Schelvis und Andreas Papageorgiou das Podium. Bester deutscher Fahrer war Ben Özdemir, der das Finale auf Rang 21 abschloss. Oscar Beumers und Nick Meyer qualifizierten sich über den Hoffnungslauf für das Finale und belegten die Plätze 27 und 32. Luca Mattis Brixius verpasste den Einzug in das entscheidende Rennen.
Bei den jüngsten Piloten der MINI U10 war Zayne Burgess das Maß der Dinge. Der US-Amerikaner dominierte das gesamte Wochenende und gewann auch das Finale souverän vor Oliver Weytjens und Sten Mihailov. Aus deutscher Sicht überzeugte Alexander Brauckmann, der von Startplatz zehn ins Finale ging und das Rennen schließlich auf Position 13 beendete.
Mit spannenden Rennen, wechselhaften Bedingungen und einem internationalen Spitzenfeld bestätigte die Trofeo Andrea Margutti einmal mehr ihren Ruf als starkes Kart-Event in Europa.


