Kolumne: Schwitzen bei 41 Grad in der Wüste

4. November 2016, 11:32 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann / Simon Klemund
Kolumne: Schwitzen bei 41 Grad in der Wüste

Tag drei für Simon Klemund bei der UAE X30 Challenge in Dubai. In den letzten freien Trainings galt es das passende Setup für das Qualifying am Freitag zu finden. Doch einige unliebsame Überraschungen ließen den Tag wieder zum Erlebnis werden.

„Da denkt man, 37 Grad wären schon heiß und dann gibt es noch ein paar Grad obendrauf. 41 Grad um kurz nach 14 Uhr. Um es mit den Worten von Michael zu sagen: „Ey Alder, das ist krass!“ und wie immer hat er natürlich recht.

Heute standen für uns im Kartdrome Dubai wieder zahlreiche Testsessions auf dem Programm. Die roten, harten Komet-Reifen bringen uns doch mehr Arbeit als gedacht. Nachdem ich zwei Turns noch mit alten „Schlappen“ unterwegs war, haben wir neue aufgezogen – prompt hat sich das Fahrverhalten des Karts komplett verändert. Somit war die ganze Arbeit von vorher hinfällig und wir begannen bei null.

Im siebten Turn erwartete mich jedoch eine unliebsame Überraschung: In einer schnellen Doppellinks-Kurve –  mit etwa 110 km/h – drehte sich ein Fahrer auf dem Sand. Die drei nachfolgenden Karts fuhren alle in ihn rein. Ich wollte ausweichen, bekam aber von meinem Hintermann einen ordentlichen Schlag aufs Heck, drehte mich um die eigene Achse und knallte rückwärts in den Unfall rein. Shit!!! Der Turn war gelaufen und Schrauben war angesagt: Hinterachse krumm, Lenksäule krumm und zur Sicherheit haben wir das Kart noch auf die Richtbank gestellt. Und das bei den oben erwähnten 41 Grad…

Wir konnten dann doch noch einige Turns fahren und kontinuierlich an den Zeiten arbeiten. Zuletzt haben uns nur sechs Zehntel auf den Führenden gefehlt. Im Übrigen ist nicht nur das Kartdrome ein Traum auch die Atmosphäre ist toll. Die Leute sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Obwohl wir niemanden kennen (außer Michael, der natürlich alte Bekannte getroffen hat!). Ich fühle mich wohl und die Verständigung ist, da hier jeder Englisch spricht, kein Problem. Mit der Papier- und der Technischen-Abnahme hat nun auch der offizielle Teil begonnen. Der Freitag startet früh mit dem Briefing – wieder in Englisch. Da es kein Warm-Up gibt, geht es gleich mit dem Qualifying los. Bin gespannt, wie es läuft.“

Viele Grüße, Euer Simon

 

 

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