2. August 2016, 19:14 | Autor: Fast-Media - Christian A. Hoch

Nachwuchspilot rast im ersten Heat auf Platz sechs

Der Genk International Karting Circuit war am voran gegangenen Wochenende Schauplatz des größten EM-Finals aller Zeiten. 189 Piloten duellierten sich auf dem 1.360 Meter langen Kurs – darunter mischte auch Luke Wankmüller vom Solgat Motorsport-Team zunächst an der Spitze der OK Junioren mit und zeigte sich trotz der internationalen Härte konkurrenzfähig.

Bereits in den freien Trainings ging es für den 15 Jahre alten Fahrer zur Sache. „Von Beginn an war Feuer drin, die Piloten haben sich keinen Millimeter geschenkt und haben alles gegeben – das war eine echte Herausforderung“, sagte Luke nach den freien Trainings. Der junge Racer gab dabei gleich Vollgas, landete in den Top-Fünf seiner Gruppe und setzte ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz.

Im Zeittraining war Luke dann eine Runde vor Ende der Session auf einem richtig guten Weg. „Die Chemie zwischen Kart und Fahrer hat gepasst, ich habe mich sehr wohl in meinem BirelART-Kart gefühlt“, gab er bekannt. „In der letzten Runde lief es dann aber leider nicht mehr ganz so rund“, ärgerte er sich. Als 33. wurde Luke letztlich nach dem Qualifying gewertet.

Doch gleich im ersten Heat überzeugte er die Kritiker und fuhr aus dem Mittelfeld bis auf Position sechs vor. „Ich hatte einen sehr guten Start, das war der Schlüssel zum Erfolg“, freute er sich. „Nun hoffe ich nachlegen zu können und den ein oder anderen Platz nach vorne zu fahren“, blickte er auf die nächsten Heats.

In den vergangenen Wochen der Saison überzeugte Luke durch ansprechende Leistungen, wurde aber immer wieder vom Pech verfolgt und wurde so um seinen verdienten Lohn gebracht. Auch beim EM-Lauf in Genk erfuhr die Pechsträhne eine Fortsetzung. „Direkt am Anfang des zweiten Vorlaufs hatte ich eine Kollision und fiel weit zurück“, so ein zähneknirschender Luke.

Nachdem er sich im dritten Heat wieder nach vorne kämpfte, konnte er im letzten und entscheidenden Vorlauf einer erneuten Kollision nicht ausweichen und rutschte insgesamt auf den 45. Rang ab. „Das ist natürlich extrem bitter. Der Speed passte und ich hatte immer ein gutes Gefühl“, so der Nachwuchspilot nach den Vorläufen.

Im Anschluss wurde das Feld aufgeteilt, um im Pre-Finale die Finalteilnehmer zu ermitteln. Luke wollte es vor Freigabe des Rennens noch einmal wissen. „Wir haben viel und hart gearbeitet und ich habe schon gezeigt mich durchsetzen zu können. Nun will ich es erneut schaffen“, sagte er angriffslustig.

Sein Bestreben fand jedoch in der ersten Runde direkt ein Ende. „Es soll wohl im Moment nicht sein, ich hatte erneut einen Crash am Start und musste in die Box. Schade, dass das Wochenende so zu Ende geht. Dennoch nehme ich viel mit und werde beim nächsten Mal wieder voll angreifen“, richtete er den Blick unverzüglich auf das ADAC Kart Masters.

Am kommenden Wochenende will Luke in der Motorsport Arena Oschersleben sein Potenzial unter Beweis stellen und in der stärksten Kartrennserie Deutschlands ganz vorne mit dabei sein. Aktuell gehört er zu den Top-Drei-Kandidaten im Championat.